Mundart-Erzählung von Jupp Muhr
„Ne Weihnachtsverzäll“
Am 16. Dezember um 20 Uhr im Drehwerk in Adendorf
Wachtberg-Adendorf. Am Freitag, 16. Dezember um 20 Uhr tritt Jupp Muhr – begleitet am Klavier von Thomas Michels – im Drehwerk in Wachtberg-Adendorf auf mit seinem Weihnachtsprogramm „Hellije Naach“, ne Weihnachtsverzäll (frei noh Ludwig Thoma). Kartenvorverkauf unter Tel. (0 22 25) 7 08 17 19.
Knapp 100 Jahre sind vergangen, seit der Dichter Ludwig Thoma die Weihnachtsgeschichte in seiner oberbayrischen Mundart nach- und umerzählt hat. Der bayerische „Klassiker“ ist längst in unzähligen Rundfunk- und CD-Aufnahmen erhältlich und wurde auch in unserer Region in den letzten Jahren mehrfach „live“ aufgeführt. Dieser Umstand, so fand jedenfalls der Mundart-Autor Jupp Muhr, schrie förmlich nach einer Übertragung der Weihnachtslegende in das rheinische Idiom. Und so wie Thoma das biblische Geschehen in ein Dorf der tiefverschneiten oberbayrischen Landschaft verpflanzt hat, so verlegt Muhr die weihnachtliche Geschichte von Nazareth und Bethlehem in die verschneite Hocheifel nach „Natteroth“ und „Beddelhem“.
Und natürlich trägt Muhr seine Verserzählung wie gewohnt in lu-penreinem und wunderbar authentischem Kölsch vor. Auch die von Ludwig Thoma eingestreuten, im bayrischen Volkston gehaltenen Liedeinlagen hat Muhr augenzwinkernd, aber konsequent ins rheinisch-kölsche „Milljöh“ übertragen.
Wie im biblischen und im bayrischen Text (nach Lucas und Tho-ma) die Herzen der Reichen verstockt sind, so begreifen auch in Muhrs kölscher Übertragung nur die einfachen und armen Leute das eigentliche Wunder der Heiligen Nacht. Es ist „Weihnachten mal anders…“
