Mundart-Initiative
„Plattschwätzer“ besuchen Bruttig
Am Freitag, 13. Mai
Kreis Cochem-Zell. Zu einem Besuch des Moselortes Bruttig lädt die Mundart-Initiative im Kreis Cochem-Zell für Freitag, 13. Mai ein. Treffpunkt um 17 Uhr ist der Festplatz am Moselufer vor dem Mosellanus-Brunnen beim „Alten Rathaus“. Dort sind auch ausreichend Parkplätze verfügbar.
Der Ort Bruttig hat sowohl keltisch-römische als auch merowingisch-fränkische Ursprünge. Die erste urkundliche Erwähnung als „Pruteca im Mayengau“ datiert auf den 4. Juni 898 in einer Schenkungsurkunde des lothringischen Königs Zwentibold zugunsten des reichsunmittelbaren, freiadligen Frauenstifts in Essen. Ein weiterer Hinweis darauf, dass der Ort eine keltische Siedlung war, ergibt sich aus dem Namen „Bruttig“ selbst. Sprachforscher leiten den heutigen Namen ab vom keltischen „Bruti-acum“, übersetzt „Wohnung des Brut“, über das lateinische „Proteca“ um 898 n. Chr., „Prodecha“ um 1250 n. Chr. zum heutigen Bruttig.
Besichtigt werden das Rathaus von 1619, die Geburtsstätte von Petrus Mosellanus, Fachwerkhäuser mit Schwebegiebel, das Schunksche Haus von 1659, der Viadukt der nie fertiggestellten Bahnlinie, die Synagoge, das Pfarrhaus von 1490 sowie die Pfarrkirche mit dem Turm von 1507. Ferner die Reste des ehemaligen KZ-Außenlagers sowie die Hofanlage „Fausenburg“.
Zu diesem interessanten Rundgang durch Bruttig mit Bürgermeister Manfred Ostermann sind nicht nur Mitglieder der Mundart-Initiative eingeladen, auch alle an der Geschichte und Kultur und der moselfränkischen Mundart Interessierten sind willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenlos. Nach dem Rundgang durch Bruttig besteht Gelegenheit zur Einkehr in einer Straußwirtschaft oder Weinstube.
