Rheinbach liest und lügt
Rheinbacher Autorin Anne Keßel veröffentlicht spannenden Thriller
aus Rheinbach
Rheinbach. „Die Lüge in ihrem Gesicht“ heißt das neue, bei Ullstein veröffentlichte Buch der Rheinbacherin Anne Keßel. Es ist diesmal ein Thriller und erscheint am 27. August. Für die Premierenlesung im Rheinbacher „CoachHaus“ am 16. Oktober läuft bereits der Vorverkauf.
Monika Flieger 1. Vorsitzende von Rheinbach liest e.V., und Christel Engeland von der Rheinbacher Thalia-Niederlassung sind gleichermaßen stolz auf ihr äußerst produktives und literarisch erfolgreiches Vereinsmitglied. Nach der Uraufführung ihrer Märchen-Komödie von „Es war einmal … anders!“ im Theater am Lohmarkt, ermöglicht die mehrfach ausgezeichnete Autorin Anne-M. Keßel der Glasstadt nun eine weitere Weltneuheit – ihr erster Thriller im renommierten Ullstein-Verlag mit dem Titel „Die Lüge in ihrem Gesicht“.
Nach den zwei bei Piper erschienen Krimis „Gefährliche Gischt“ und „Tödliche Strömung“ um die gegensätzlichen Ermittlerinnen Connie Steenberg und Nora Boysen hat sich Keßel für ihren 418 Seiten starken Thriller wieder zwei interessante Frauenfiguren ausgedacht. Die stehen sich diesmal allerdings antagonistisch gegenüber. Die eine, eine schweigende Unbekannte mit Erfahrung in Selbstverteidigung, hat gerade in offensichtlicher Notwehr einen Mann umgebracht, die andere, Professor Dr. Marlene Nielsen, ist Verhaltenspsychologin und Expertin für körperliche Mikroreaktionen. Sie soll die Verdächtige verhören und dabei beobachten. Eine Gefälligkeit für ihren Ex-Freund, Kommissar Deniz Kurt von der Polizeiwache auf St. Pauli. Die Zeit drängt. Nichts aber ist so wie es scheint, und Marlenes Ermittlungen auf eigene Faust führen sie nicht nur immer tiefer in ein Gespinst von Lügen, sondern auch in größte Gefahr.
Die Ausgangsidee zu dem Buch – eine Frau ohne Namen, die im Verhör schweigt - hat Anne Keßel bereits vor rund 10 Jahren mit der Dramaturgin Lynda Bartnik und der Schauspielerin Marleen Lohse, bekannt aus „Nord bei Nordwest“, entwickelt und den Stoff mit ihnen mehrfach Metamorphosen unterzogen. „Wir sind gut befreundet und zugleich ein kreatives Trio“, so Keßel. Inspiration sei auch die amerikanische Fernsehserie „Lie to me“ gewesen, die ab 2010 bei VOX lief und in der ein Experten-Team bei Verdächtigen Mikroexpressionen, also kleinste Bewegung der Gesichtsmuskulatur oder Gestik, dazu nutzt, Lügen bzw. inkongruente Gefühle zu erkennen.
Keßel hat schließlich aus dem „Rohstoff“ zunächst ein Drehbuch entwickelt und kurz darauf den Roman. Das Drehbuch wurde mittlerweile bereits vom NDR für die ARD-Degeto verfilmt. Den Roman schnappte sich der Ullstein-Verlag und bringt ihn nun zum 27. August heraus. Im Fernsehen läuft also der annähernd gleiche Stoff im November in der ARD mit Marleen Lohse in der Hauptrolle als Marlene Nielsen. „Die Namensähnlichkeit ist kein Zufall“, erläutert Anne Keßel, die im Moment auf einer kreativen und zugleich erfolgreichen Welle surft.
„Ich schreibe jeden Tag diszipliniert von morgens bis in den Nachmittag. Ich liebe,was ich tue und brauche dazu außer meinem i-Mac nur ein Heißgetränk und Ruhe. Dann bin ich produktiv und schnell“, berichtet die überzeugte Rheinbacherin, die mit ihrer Arbeit auch schon für den Grimme-Preis sowie den Deutschen Fernsehpreis nominiert war.
Derzeit ernte sie gleichsam die Früchte ihrer Arbeit. In diesem Jahr wird ihr Drehbuch für die ZDF-Krimireihe „Friesland“ verfilmt, am nächsten Friesland-Drehbuch schreibt sie schon. Zudem starten bald die Aufnahmen zu ihrem WDR-Hörspiel „Falsche Zeit, falscher Ort“. „Ich habe mich, obwohl ich privat sehr friedfertig bin, auf Krimi und Thriller spezialisiert“, bekennt Keßel und nennt dann doch eine Ausnahme: Gemeinsam mit dem Theater am Lohmarkt werde für das kommende Jahr wieder eine Komödie in die Pipeline geschoben. „Auch in diesem Genre habe ich sozusagen Blut geleckt.“ Ihre Komödie „Es war eimal… anders!“ aus dem Frühjahr ist mittlerweile im Deutschen Theaterverlag erschienen und kann jetzt auch auf anderen Bühnen Erfolge feiern.
Jetzt hofft Keßel aber erst einmal, dass „Die Lüge in deinem Gesicht“ beim lesenden Publikum ankommt. Die Chancen stehen nicht schlecht. „Das Buch ist großartig geworden, ein echter Page-Turner“, findet nicht nur Gerd Engel von Rheinbach liest e.V. , der den Thriller schon mal vorgekostet hat. „Für die Rheinland-Premiere“, so Buchhändlerin Engeland, „da rollen wir Anne Keßel gerne den roten Teppich aus. Das CoachHaus von Familie Mostert mit seiner behaglichen Atmosphäre ist wie gemacht für die Buchvorstellung, und die Karten finden bereits reißenden Absatz.“
Karten für die Buchvorstellung am 16. Oktober um 19:00 Uhr im Rheinbacher „CoachHaus“ in der Koblenzer Straße 4 gibt es im VVK für 10,00 € ermäßigt 8,00 € (Mitglieder von Rheinbach liest e.V.) bei Thalia (online oder in der Rheinbacher Thalia-Niederlassung) sowie unter annekessel.de
„Die Lüge in ihrem Gesicht“ erscheint am 27. August und kostet in der Paperback-Ausgabe 17,00 €. Ab sofort kann es unter der ISBN 9783843739016 im niedergelassenen Buchhandel bestellt werden.
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Das neue Buch der Rheinbacher Autorin Anne Keßel „Die Lüge in ihrem Gesicht“ erscheint am 27. August im Ullstein-Verlag. Foto: Jana Lämmerer Foto: Jana Lämmerer