Geologisches und Historisches mit der Dombauhütte Köln am Domsteinbruch Wachtberg
Tag des Geotops
Wachtberg. Die meisten Hügelkuppen in der Gemeinde Wachtberg stellen Relikte eines tertiären Vulkanismus dar, der seinen Höhepunkt etwa vor 22 Mio. Jahren im Oligozän erreichte. Typische Förderprodukte sind Tuffe, Trachyte und Basalte. Die Bildung des Arfedsonit-Alkalitrachyts am Domsteinbruch wurde auf 24,2 +/- Mio. Jahren datiert. Im Drachenfelser Ländchen wurden zumeist die Basalte in mehreren kleinen Steinbrüchen bis in die 1960er Jahre abgebaut. Schon die Römer nutzten den Trachyt vom Höhenberg bei Berkum. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dort ein neuer Steinbruch angelegt, um den Dombau in Köln nach Auflassung der Steinbruchbetriebe am Drachenfels im Siebengebirge ausreichend mit Rohmaterial versorgen zu können. Der Domsteinbruch bei Berkum befindet sich auf Privatgelände und ist deshalb nur zu besonderen Gelegenheiten zu besichtigen.
Die vulkanische Entwicklungsgeschichte in Wachtberg mit besonderem Augenmerk auf den Trachyt im Domsteinbruch wird der Geologe Stefan Thomas vorstellen. Der Ingenieur Thomas Schumacher von der Dombauhütte des Kölner Doms hat die historische Entwicklung dieses Steinbruchs recherchiert und wird vor Ort die Nutzbarkeit des hier gebrochenen Trachyts und anderer am Kölner Dom verbauten Gesteine erläutern. Anmeldung:Tel. 0228 9544-153 · E- Mail: melanie.kamradt@wachtberg.de
Treffpunkt und Parkmöglichkeit: Friedhof Berkum, Am Bollwerk, Wachtberg (Berkum).
Zeiten: Führungen um 10 Uhr und 14 Uhr, Dauer: jeweils ca. zwei Stunden, Leitung: Dipl.-Geol. Dr. Stefan Thomas und Dipl. Ing. Thomas Schumacher.
Pressemitteilung
Gemeinde Wachtberg
