Termine | 12.01.2026

Am 14. Februar kontrolliert das Hohe Gericht die Erpeler Bevölkerung

Traditionelles Verhaften der Großen Erpeler Karnevalsgesellschaft steht bevor

Das Hohe Gericht 2025 (v.l.): Andreas Schwager, Uwe Kochems, Werner Henneker, Hans-Jürgen Freund, Jörg Buchmüller & Dieter Beschoner.  Foto: Daniela Simon

Erpel. Seit 60 Jahren hat das „Verhaften“ in Erpel Tradition. Die Uniformierten der Große Erpeler Karnevalsgesellschaft 1905 e.V. kontrollieren dabei die Erpeler Bevölkerung auf ordnungsgemäße Kostümierung, närrische Stimmung und für den Karnevalszug angemessen geschmückte Häuser. Auch in dieser Session, in der die Gesellschaft mit 11×11 Jahren ein ganz besonderes närrisches Jubiläum feiert, wird an diesem liebgewonnenen Brauch selbstverständlich festgehalten. Bald ist es wieder so weit.

Am Samstag vor dem großen Karnevalszug machen sich die Stadtsoldaten der GEK, unterstützt von Prinzengarde, Ehrengarde und Elferrat, auf den Weg durch Erpel und suchen Häuser verdächtiger Anwohner auf. Im Namen ihrer Tollitäten Prinz Rainer und Prinzessin Sabine werden bei festgestellten Verfehlungen noch vor Ort närrische Haftbefehle ausgestellt. Mögliche Gründe hierfür sind unter anderem eine fehlende Kostümierung, ein nicht ausreichend karnevalistisch geschmücktes Haus, das Nichttragen eines verliehenen Ordens oder schlicht Griesgram und Mucketum. Auch noch nicht geahndete Verstöße und Auffälligkeiten aus der Vergangenheit fließen in die Beurteilung mit ein.

Bei besonders schwerwiegenden Vergehen werden die Delinquenten vor das Hohe Gericht geführt, das im Verhaftungslokal Om Maat am Marktplatz tagt. Auch wenn die Große Erpeler Karnevalsgesellschaft in dieser Session mit 11×11 Jahren ein außergewöhnliches Jubiläum begeht, ist nicht garantiert, dass das Hohe Gericht Milde walten lässt. Zum Glück der Angeklagten gelang es in der Vergangenheit jedoch fast immer, sich durch ein angemessenes „Schmiergeld“ bei Gericht oder Infanterie freizukaufen.

In diesem Jahr fällt das traditionelle Verhaften zudem auf einen ganz besonderen Termin: Valentinstag. Wenn also am 14. Februar 2026 staatse Stadtsoldaten und die Mädels der Prinzengarde bei Ihnen klingeln, dann bringen sie keine Blumen oder Pralinen zum Valentinstag, sondern prüfen ganz genau, ob Haus und Bewohner karnevalistisch ausreichend vorbereitet sind. Ob das Hohe Gericht am Ende wieder beide Augen zudrückt, zeigt sich am ab 14:00 Uhr im Verhaftungslokal „Om Maat“ am Marktplatz in Erpel.

Das Hohe Gericht 2025 (v.l.): Andreas Schwager, Uwe Kochems, Werner Henneker, Hans-Jürgen Freund, Jörg Buchmüller & Dieter Beschoner. Foto: Daniela Simon

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