Ökumenischer Männerkreis Koblenz, rechte Rheinseite, lädt ein
Treffen zum Thema „Staat und Scharia“
Am Dienstag, 9. Januar, 15 Uhr
Koblenz. Der Ökumenische Männerkreis Koblenz, rechte Rheinseite, lädt ein zum nächsten Treffen am Donnerstag, 9. Januar, 15 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum, Emser Straße 23, 56076 Koblenz, mit dem Thema: „Staat und Scharia“. Ein kompetenter Referent wird referieren.
Das islamische Recht, die Scharia, hat einen schlechten Ruf - insbesondere in westlichen Ländern, aber auch unter vielen säkularisierten Muslimen. Es steht für Unterdrückung der Frauen, Verachtung der Menschenrechte und Rückständigkeit. Abdullah An-Naim, Rechtsprofessor an der amerikanischen Emory-Universität in Atlanta und keineswegs Fundamentalist, versteht den Begriff Scharia freilich ganz anders. Scharia, sagt er, sei positiv und zukunftsfähig, die Zukunft liege allerdings in einem säkularen Staat und nicht in einem islamischen:
„Mein Argument ist, dass die Idee des islamischen Staates eine postkoloniale Idee ist. Sie hat sich aus der europäischen Staatslehre und der europäischen Rechtslehre heraus entwickelt.
Das passt nicht in die Natur der Scharia und ist nicht vereinbar mit der Geschichte der islamischen Gesellschaft.“
Die auf das siebte Jahrhundert zurückgehenden Rechtslehren der Scharia, so an-Naim, seien in ihrer ursprünglichen Form mit der Lebensrealität im 21. Jahrhundert einfach nicht mehr vereinbar. Man müsse sie neu definieren. Die Anwendung der Scharia, wie sie heutige Islamisten propagieren, widerspreche modernem internationalem Recht.
Die nächste Veranstaltung findet statt am 1. Februar, 15 Uhr. Führung durch die Philippsburg in Braubach
