Meckenheimer Stadtmuseum und Kulturforum e.V.
„Unbehagen an der Wirklichkeit“
Vortrag am Donnerstag, 14. März, um 19 Uhr
Meckenheim. Das Meckenheimer Stadtmuseum und Kulturforum e.V. lädt ein zu einer Vortragsveranstaltung am Donnerstag, 14. März, um 19 Uhr in der Begegnungsstätte für Meckenheimer Geschichte und Kultur im Herrenhaus Burg Altendorf, Burgstraße 5. Der Eintritt ist frei
„Das Unbehagen an der Wirklichkeit - über Utopien und Anti-Utopien“ - diesem literarischen Thema wird sich Helmut Mertens in seinem Vortrag widmen.
Utopische Literatur ist eine Gattung literarischer Werke, die sich mit Entwürfen anderer Welten befasst, deren Realisierung für die Zukunft als denkbar möglich vorgestellt wird. Ausgelöst werden diese durch eine Unzufriedenheit mit den realen Verhältnissen, einem „Unbehagen an der Wirklichkeit“.
Der tatsächlichen, aktuellen politischen und gesellschaftlichen Realität gegenübergestellt, übernimmt die (positive) Utopie eine Vorbildfunktion. Im Gegensatz hierzu dient die negative Utopie, auch Anti-Utopie oder Dystopie genannt, der Abschreckung. Die Literatur zeichnet ein Zerrbild der Wirklichkeit um zu warnen: „Wenn ihr euch nicht ändert, wird unsere Welt eines Tages so aussehen, wie es hier geschildert wird.“
Der Begriff „Utopie“ („Unort“, „Nirgend-Ort“) ist erst im 16. Jh. von Thomas Morus geprägt worden, während die Literaturform bereits bei Platon (5. Jahrhundert vor Christus) zu finden ist.
Helmut Mertens ist 1935 in Bonn geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur am Beethovengymnasium und einem Studium der Germanistik und Anglistik in Bonn und Exeter war er als Lehrer an Gymnasien im In- und Ausland tätig, von 1980 bis 1999 am Konrad-Adenauer-Gymnasium in Meckenheim. Seit seiner Pensionierung ist er in Meckenheim und Umgebung bekannt als Vortragender zu literarischen Themen.
