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Neujahrsempfang in der Stadt- und Kongresshalle Vallendar

29. Neujahrsempfang der Vallendarer Sozialdemokraten

29. Neujahrsempfang der
Vallendarer Sozialdemokraten

Es war erneut ein lehrreicher und interessanter Neujahrsempfang, den die Anwesenden in lockerer Runde ausklingen ließen. Foto: privat

21.02.2020 - 15:53

Vallendar. Dieses Jahr fand bereits zum 29. Mal der Neujahrsempfang des SPD-Ortsverein Vallendar sowie der Stadt- und Verbandsgemeindefraktion statt. Aber eine Neuerung war gegeben, zum ersten Mal wurde der Neujahrsempfang in der Stadt- und Kongresshalle Vallendar abgehalten. Als Gastredner war in diesem Jahr Prof. Dr. Stefan Sell von der Hochschule Koblenz eingeladen zum Thema „Sozialpolitik wird in Berlin gemacht, und warum die eigentliche sozialpolitische Baustelle eine umfassende Kommunalisierung wäre“. Stadtbürgermeister Wolfgang Heitmann, der gleichzeitig der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Vallendar ist, eröffnete den Neujahrsempfang und begrüßte die große Anzahl an Gästen, Würdenträger und Institutionen. In seiner Rede ging er vor allem auf seine Arbeit als neuer Bürgermeister ein, die ihm sehr viel Spaß bereitet. Er stellte seine politischen Ziele vor, dabei betonte er, dass ihm das Stadtentwicklungskonzept besonders am Herzen liegt. Dieses soll vor allem von Bürgern, Vereinen und den Vallendarer Institutionen begleitet werden, da Wolfgang Heitmann eine Politik von Bürgern für Bürger machen möchte. Dabei stellte er besonders die Wiederbelebung der Hellenstraße, die, in Zukunft prekäre, ärztliche Versorgung und das Soziale Quartier dar.

Aber auch der Neubau der Kita Wildburg, der Ausbau der evangelischen Kita und der Anbau an der städtischen Kita stellt die Stadt nicht nur vor finanzielle Herausforderungen. Durch die, glücklicherweise, steigenden Kinderzahlen in der Stadt Vallendar muss als nächstes der Ausbau der Grundschule Vallendar in Angriff genommen werden.

Weiter berichtete der Stadtbürgermeister über die neue Friedhofsgestaltung und den baldigen Beginn des Ausbaus der historischen Wildburg mit barrierefreien Wohnungen.

Verbandsbürgermeister Fred Pretz stellte insbesondere die finanzielle Ausstattung der Kommunen dar. Er kritisierte, dass aufgrund von Umlagenbelastung und Pflichtaufgaben nur fünf Prozent der Einnahmen der Kommune zur freien Verfügung steht. Vor allem die Kosten für die, von der Landesregierung versprochenen, Kitaplätze müssen von den Kommunen gestemmt werden.

Darauf folgte, die mit Spannung erwartete, Rede des Gastredners Prof. Dr. Stefan Sell. Dieser prangerte an, dass die Sozialpolitik vor allem auf Bundes-, bzw. Landesebene gestaltet wird, diese aber vor allem in die Hand der Kommunen gehöre, da diese näher an den Menschen und Bürgern sind. Große Probleme sieht er in der Pflege und den in Zukunft großen Anstieg der Altersarmut. Altersarmut führt zu einer Vereinsamung der Menschen und damit verbunden zu einem deutlich erhöhten Krankheitsrisiko. Als Lösung sieht Prof. Dr. Stefan Sell die Umverteilung von finanziellen Mitteln, da ein gleichzeitiger Anstieg von Armut in Verbindung von einem Anstieg von finanziell besser gestellten Rentnern nicht möglich ist. Seine Aussagen belegte Prof. Dr. Sell mit statistischen Belegen, die er immer wieder, mal ernst, mal humorvoll, in seine Rede einarbeitete. Als Beispiel für einen funktionierenden Pflegebereich nannte Prof. Dr. Sell das Pflegemodell in Dänemark, wo dieser komplett in kommunaler Hand liegt.

Er kritisierte auch, dass die Bundes- und Landesregierung nur Änderungen im Kleinen vollzieht, statt sich dem großen Ganzen zu widmen. Er plädiert für revolutionäre Veränderungen. Zum Schluss seiner Rede gab er den anwesenden Gästen und Genossen noch eine Bitte mit auf den Weg: „Setzen sie sich bei der SPD-Landesregierung dafür ein, dass an einer der vielen Hochschulen im nördlichen Landesteil ein Lehrstuhl für Medizin geschaffen wird.“

Im Anschluss sprach die neue SPD-Fraktionsvorsitzende des Verbandsgemeinderates Karin Küsel. In ihrer Rede wirbt sie, die Welt aus der Sicht derer zu betrachten, die nicht so begünstigt durchs Leben kommen und die besonders auf Hilfe angewiesen sind. Einen anderen Blickwinkel empfiehlt sie, um die Verbandsgemeinde auch mal neu und anders zu sehen. Das kommt allen Bürgerinnen und Bürgern entgegen. Zum Abschluss richtet sich Karin Küsel noch einmal an ihre Zuhörer mit einer Bitte: „Lassen sie uns im neuen Jahr positiv denken, handeln und darüber reden.“

Der neue SPD-Fraktionsvorsitzende des Stadtrates Vallendar Dieter Necker resümierte noch einmal den anstrengenden, aber erfolgreichen Wahlkampf des letzten Jahres. Die neue SPD-Fraktion hat sich zusammengeschlossen und Dieter Necker ist zu Recht stolz auf die Tatsache, dass die SPD Vallendar es geschafft hat eine paritätische Liste zu erstellen. Mit vier Frauen und drei Männern zeigt die SPD Vallendar, dass Gleichberechtigung ein wichtiges Thema ist. Dieter Necker ging noch auf die kommenden, wichtigen Themen im Stadtrat ein, wie Kitas, Grundschule, Verkehr, Finanzen. Abschließend betonte er, dass die SPD-Fraktion immer ansprechbar ist und man sich auf ein positives Miteinander freue.

Musikalisch wurde die Veranstaltung, wie auch schon im letzten Jahr, von Davon Rempel begleitet. Damit endete ein sehr interessanter und lehrreicher Neujahrsempfang. Die Gäste blieben aber noch lange und konnten in lockerer Runde bei Sekt, Kaffee und leckeren Canapés weitere Gespräche führen.

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S. Schmidt:
Ergebnis einer neuen Umfrage in Deutschland: 2/3 der Befragten befürworten ein Abschaffung des EEG und ebenfalls 2/3 würden aus Gründen des Umweltschutzes NICHT auf ihr Auto verzichten. Ziemlich Eindeutig, entgegen dem was uns Politik und Medien ständig einreden. Und ein Supergau für die Feinstaubjünger wenn sich bestätigt, was in Würzburg bereits gemessen wurde: Kein Verkehr und dennoch schlechte Luftqualität.
juergen mueller:
Diese "gespielte" Hilfsbereitschaft täuscht nicht darüber hinweg, dass dies alles nur einem Zweck dient - dem Vorspielen von Für- u.Vorsorge - einfach, weil es zum politischen Geschäft dazu gehört. Poltische Vertreter sind auch nur Menschen, die von jeher nur eines im Sinne hatten - DAS eigene WOHLERGEHEN und das Bedürfnis, daraufhin zu arbeiten, nicht in Vergessenheit zu geraten, in der nächsten Wahlperiode wiedergewählt zu werden. Passend in die Kategorie: "Unglaubhaft, Täuschen und Verlogen". Wenn sich eine Fraktionsvorsitzende als gutes Beispiel bezeichnet, dann ist das nur ein Beispiel dafür, dass man selbst nicht mehr in der Lage ist den Unterschied zwischen "Ehrlichkeit u.Unehrlichkeit" zu erkennen.
juergen mueller:
Herr Bäker - neueste Erkenntnisse haben in Bezug auf Schutzmasken wie auch auf andere Bereiche Hochkonjunktur, der man nicht alles glauben sollte. Ich finde, dass jeder das tun sollte, was er für richtig hält und demzufolge selbstgefertigte Masken anfertigen/tragen sollte, wenn es denn beruhigt. Es liegt mir fern, den Bemühungen, dieser Krise etwas Gutes abzugewinnen u.etwas persönlich dagegen zu tun,negativ gegenüberzutreten.
Jens-Uwe Bäker:
Herr Müller: die einfachen Masken haben nach neuesten Erkenntnissen sowohl einen nennenswerten Schutz der Mitmenschen als auch einen kleinen, aber ebenso wichtigen Eigenschutz. In sofern in der Pflege und Betreuung ein wertvoller Schutz für alle. So bleiben die medizinischen Masken für die Personen, die in den Infektiösen Bereichen tätig sind.
juergen mueller:
Bei all der sicherlich gutgemeinten Hilfsbereitschaft sollte man nicht vergessen, dass diese vermeintlichen "Mundschutzmasken" KEINEN Schutz vor einer Infizierung darstellen, weil maßgebliche Inhalte wie z.B. FILTER oder angepaßte, schlußdichte Formgebung fehlen. Das alles unter stille Helden zu vermerken, entspricht nicht den Tatsachen u.halte es für übertrieben. Diejenigen, die wirklich für uns da sind, Ärzte, Pflegepersonal in Krankenhäusern/Alten- u.Pflegeheimen, caricative Einrichtungen etc.,das sind die denjenigen, die unsere Hochachtung und unseren Respekt verdienen. Wir neigen dazu, uns in Krisenzeiten etwas anzueignen, was uns ohne groß nachzudenken nicht zusteht, ohne darüber nachzudenken, ob es sinnvoll ist oder nicht.
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