Lokalsport | 14.04.2015

Turnerschaft Bendorf 1861-1890 e.V.

3. Platz im Pokal!

Juri Flaming im Bendorfer Trikot auf dem Weg zum Tor.privat

Bendorf. Ein toller Handballtag ging kürzlich zu Ende. Zwar hatte es die TSB nicht ins Finale geschafft, dennoch kamen die Bendorfer, wie auch die übrigen Fans vollends auf ihre Kosten. Denn selbst das „undankbare“ Spiel um Platz 3 zwischen Bendorf und Schweich war bis zur letzten Sekunde voller Spannung. Aber von Anfang: Gegen die HSG Kastellaun/ Simmern hatten sich die TSB Falken trotz des Auswärtserfolgs in Kleinich keine großen Chancen ausgerechnet. Vor allem die routinierten Kräfte der Hunsrück-Spielgemeinschaft, die bereits höherklassig Erfahrungen sammeln konnten, bereiteten den Bendorfer Jungs vor dem Anpfiff sorgen. Sollten hier etwa schon die Segel gestrichen werden, der deutliche Erstrundenerfolg in Saarburg und der Pokalkrimi in Welling einfach so weggeschenkt werden? Die Blöße wollte man sich vor dem gespannt wartenden Heimpublikum nicht geben, daher legte die Turnerschaft los wie die Feuerwehr und führte schnell mit 3:2. Die Abwehr der Gäste packte zwar solide zu, aber dennoch wurde jeweils die entsprechende Lücke ausgemacht und genutzt. Als Bendorf dann einige Gelegenheiten ausließ, konterten die Hunsrücker und verschafften sich nach etwa 12 Minuten eine 5:8-Führung. Davon ließ sich die Truppe um den erneut ersatzweise coachenden Thomas Gutfrucht nicht beirren. Mit der tatkräftigen Unterstützung der Fans kämpfte sich die Turnerschaft wieder heran. Insbesondere Juri Flaming und Nicolas Barreteau glänzten in dieser Phase der Partie mit kaltschnäuzigen Torabschlüssen. Aber auch Alexander Winkel hielt diverse Bälle vom eigenen Tor fern. So trennten sich beide Mannschaften zur Halbzeit mit 11:11. Nach Wiederanpfiff glückten den Gästen 2 Tore. Die TSB antwortete wenig später mit dem Treffer zum 14:13. Die langen Bendorfer Angriffe, die aufgrund der stabilen Gästedeckung notwendig waren, forderten zunehmend ihren Tribut. Nach guten 30 Minuten verwarfen die Hausherren beim Stand von 14:15 mehrere Bälle und gerieten in das Kreuzfeuer von Kastellaun/Simmern. Beim verzweifelten Versuch den Anschluss schnellst möglich wiederherzustellen, spielten die HSG-Spieler ihre Routine aus und nutzten die überhasteten Torabschlüsse oder die Ballverluste der Bendorfer. Das Ergebnis wurde auf 14:18 hochgeschraubt. Wenngleich sich die Bendorfer Jungs auch noch mal fingen und auf 16:19 verkürzten, fehlte beim schlussendlichen 16:23 nach 40 Minuten der Siegeswille. Daher fiel im Endeffekt die Niederlage entgegen dem Spielverlauf zu hoch aus. Das nachfolgende Halbfinale zwischen Urmitz und Schweich war recht schnell entschieden. Urmitz überlief den HSC regelrecht und gewann hochverdient mit 14:23, ohne das Schweich eine große Hürde darstellte. Spiel um Platz 3 startete pünktlich um 14:30 Uhr zwischen den Verlierern der Halbfinalspiele, Bendorf und Schweich. Der HSC reiste stark ersatzgeschwächt an und zeigte sich in der Vorpartie wenig einsatzfreudig. Viele Aktionen liefen darauf hinaus, dass sich die Angreifer festliefen und kaum Lücken in der Abwehr fanden. So auch zu Beginn der Partie gegen die TSB. Ob durch schnelle Gegenstoßtore von etwa Lucas Litzmann oder durch Toren aus dem Rückraum, vor allem durch Stefan Brinkmann, setzte sich die Erste auf 6:2 ab. Dies zwang den Gästetrainer zum Handeln in Form einer Auszeit. Aus dieser ging der HSC gestärkt hervor. Über eine aktivere Offensive konnten Torchancen herausgespielt werden, die auch genutzt wurden. Daher führte Bendorf zum Seitenwechsel nur noch 8:6. Spielabschnitt 2 ermöglichte zunächst der Turnerschaft I sich auf 10:7 abzusetzen, wenig später erfolgte jedoch der unmittelbare Anschluss (11:10). Mit einem solch knappen Ergebnis ging es in die Schlussminuten. Sicherlich war in diesem Spiel bereits die Luft heraus, da beide Teams so knapp vor dem Finaleinzug gestanden hatten, dennoch ging es um die Ehre und so wurde bis zur letzten Sekunde erbittert gekämpft. Die forsche HSC-Abwehr ließ der TSB keinen Raum mehr zum Torwurf und verkürzte von 15:13 auf 15:14. Da auch der letzte Bendorfer Angriff wenige Sekunden vor dem Abpfiff kein Tor ermöglichte, kam Schweich noch einmal zu der Chance, den Ausgleich und eventuell sogar ein finales Siebenmeterwerfen zu beschwören. Doch Stefan Brinkmann verhinderte mit einem Foul früh den Torwurf, kassierte zwar die Rote Karte, aber dem HSC blieb einzig ein Freiwurf von 10 Metern nach Ablauf der regulären Spielzeit. Der letzte Wurf kam sogar über die Mauer, wurde dann aber von Alexander Klapthor pariert. So konnte Ausrichter TS Bendorf Platz 3 für sich verbuchen. Die Fans würdigten den couragierten Auftritt der Truppe mit genügend Applaus, bevor das Finale anstand. Dieses blieb lange offen. Vor voll besetzten Rängen und bester Stimmung entwickelte sich eine finalwürdige Partie, bei der die HSG Kastellaun/ Simmern den längeren Atem bewies. Auch wenn der SV Urmitz immer wieder ausglich oder gar in Front ging, so spielte die HSG ihren gewohnten Stiefel fast unbeirrt herunter und legte in den Schlussminuten sogar noch mal eine Schippe drauf. Daher konnte Hermi Häring, Geschäftsführer des HVR, bei der Siegerehrung der HSG Kastellaun/ Simmern nur zum 29:23-Finalsieg und damit zum Rheinlandpokal 2015 gratulieren. Wie sich der Trainer der HSG auch später äußerte, wurde das „Sparkassen Final-Four“ super von der Turnerschaft Bendorf organisiert. Dem kann man sich nur anschließen und daher alle Helferinnen und Helfern, aber natürlich auch das großartige Publikum loben für die Unterstützung und einen gelungenen Handballtag. Auch spielerisch waren viele sehenswerte Aktionen und größtenteils spannende Begegnungen zu beobachten. Das war eine prima Werbung für den rheinländischen Handball.

Es spielten für Bendorf: Stefan Brinkmann (10), Konstantin Becher (1), Andreas Dahmen (4), Juri Flaming (4), Jonas Strüder, Moritz Gutfrucht (2), Lucas Litzmann (4), Nicolas Barreteau (2), Felix Kersten (2), Christian Balthasar, Dustin Keip(1), Christian Schaub, Lars Dreidoppel (1); im Tor: Alexander Winkel, Alexander Klapthor.

Pressemitteilung

Turnerschaft Bendorf 1861-1890 e.V.

Geschäftsführer des Handballverbandes Rheinland, Hermann-Josef Häring, bei der Ehrung des Rheinlandpokalsiegers 2015, der HSG Kastellaun/Simmern.

Geschäftsführer des Handballverbandes Rheinland, Hermann-Josef Häring, bei der Ehrung des Rheinlandpokalsiegers 2015, der HSG Kastellaun/Simmern.

Juri Flaming im Bendorfer Trikot auf dem Weg zum Tor.Fotos: privat

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