Arbeit der Ökumenischen Arbeitsloseninitiative Vallendar findet viel Anerkennung
30 Jahre soziales Engagement
Vallendar. 1984 wurde der Gedanke diskutiert, ob Menschen, die in einem sicheren Arbeitsverhältnis stehen, sich mit Menschen ohne Arbeitsplatz solidarisieren und mit Spenden einen neuen Arbeitsplatz schaffen können. Innerhalb kurzer Zeit konnte so viel Geld gesammelt werden, dass es gewagt werden konnte, mit Hilfe einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) des Arbeitsamtes eine Sozialarbeiterin einzustellen. Die Spendenaufkommen entwickelten sich positiv und 1986 wurde das Projekt durch die Vereinsgründung auf eine rechtliche Grundlage gestellt. Die evangelische und die katholische Kirchengemeinde sagten ihre Unterstützung zu. Im Laufe der Zeit erhielten fünf Sozialarbeiterinnen in Folge eine Anstellung, heute finanziert der Ökumenische Arbeitsloseninitiative Vallendar e.V. eine halbe Stelle. Die Aufgaben der Sozialarbeiterinnen waren je nach Bedarf in den Gemeinden sehr unterschiedlich: Betreuung alter Menschen zu Hause und in Seniorenbegegnungen, Betreuung von Kriegsflüchtlingen einzeln und in Gruppen, Mitarbeit bei der kirchlichen Jugendarbeit, eine Lehrstelleninitiative zur Vermittlung von Schulabgängern in Ausbildungsplätze. Seit über 15 Jahren bildet die Lernbegleitung den Hauptschwerpunkt.
Nachhilfe und Lernbegleitung
Hoch motivierte Ehrenamtliche, meist Ruheständler mit unterschiedlichen Berufen, helfen durch ihr Engagement die Noten von Schülerinnen und Schülern durch Lernbegleitung zu verbessern, da gute Noten der beste Start ins Berufsleben sind. Bis zu 20 Schülerinnen und Schüler größten Teils aus der Realschule Plus in Vallendar haben im vergangenen Schuljahr freiwillig an der wöchentlichen Lernbegleitung teilgenommen, um ihre schulische Situation zu verbessern. In zurückliegenden Jahren ist so mancher Wunsch nach einem Ausbildungsplatz auch in dem Traumberuf in Erfüllung gegangen.
Einige SchülerInnen wechselten sogar auf ein Gymnasium, wovon eine Schülerin jetzt ihr Abitur macht. Seit elf Jahren wird die Arbeit des Projektes von der Sozialarbeiterin Gisela Ledwig-Gabriel koordiniert. Um diese halbe Stelle durch den Verein finanzieren zu können, werden Geldspenden benötigt. Den wesentlichen Beitrag leisten Bewohner Vallendars und Umgebung durch ihre Spenden. Beide Kirchengemeinden unterstützen die Arbeit mit Kollekten. Das Engagement des Vereins hat auch Anerkennung durch die Diakonie und Caritas gefunden, finanzielle Hilfen aus den Sozialfonds dieser Institutionen wurden geleistet. Preisgelder aus Wettbewerben und Mittel aus unterschiedlichen Sozialfonds halfen ebenfalls, das Budget zu verbessern.
Jeder Euro hilft
Ohne Spendengelder wäre eine Weiterführung der erfolgreichen Arbeit der ökumenischen Arbeitsloseninitiative nicht möglich. Auch in diesem Jahr wird um finanzielle Unterstützung gebeten. Jeder Euro hilft, den Jugendlichen den Weg ins Berufsleben zu ebnen. Auch neue engagierte Ehrenamtliche, die Spaß an der Arbeit mit Jugendlichen haben, sind herzlich willkommen.
Wer diese wertvolle Arbeit finanziell unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto spenden: Ökumenische Arbeitsloseninitiative, Kontonummer 2101112 bei der VR-Bank Neuwied-Linz, BLZ 574 601 17, IBAN: DE65574601170002101112.
