CDU Weitersburg zu Gast bei Kimberly-Clark in Koblenz
90 Kilometer Papier auf einer Rolle
Weitersburg. Die Weitersburger CDU hatte alle Mitglieder und Interessierten zu einer weiteren Betriebsbesichtigung eingeladen. Insgesamt 30 Personen machten sich pünktlich um 14 Uhr von Weitersburg aus auf den Weg ins Koblenzer Industriegebiet. Hier wurde die Gruppe bereits am Werkseingang erwartet. Der langjährig im Unternehmen Kimberly-Clark tätige Jakob Hans, gelernter Papiermacher, zeigte uns das komplette Werksgelände. Jeder Teilnehmer merkte schnell, dass er mit viel Herzblut bei der Sache ist. Los ging es im Verwaltungsgebäude. Hier wurde zu allererst auf die im Werk geltenden Sicherheitsbestimmungen hingewiesen. Denn Sicherheit wird neben Umweltschutz und Energiemanagement bei Kimberly-Clark ganz groß geschrieben. Ausgestattet mit Warnwesten, damit wir für alle anderen im Werk tätigen Personen gut sichtbar sind und mit Gehörschutz, machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Entlang der werkseigenen Kläranlage, die zurzeit erweitert und technisch modernisiert wird, ging es zum Altpapierplatz. Erwähnenswert ist, dass das Abwasser der Produktion, in Trinkwasserqualität das Unternehmen wieder verlässt. Täglich werden im Werk Koblenz 16 bis 20 LKW-Ladungen Altpapier angeliefert. Die Qualität ist für die Weiterverarbeitung ein ganz wichtiger Aspekt, so die Aussage von Jakob Hans. Über ein Förderband gelangt das Altpapier schließlich ins Werksinnere. Dort wird es gereinigt, das heißt, von Bestandteilen wie Plastik und Metallen befreit und schließlich in einen überdimensionalen Kochtopf gefüllt, wo es zerkleinert und mit viel Wasser in mehreren Schritten zu Brei (sog. Zellstoff) verarbeitet wird. Überhaupt wird sehr viel Wasser für die Papierherstellung benötigt. Gut für den Standort sind die eigenen Brunnen auf dem Werksgelände. Eine Papiermaschine ist so groß wie mehrere Einfamilienhäuser nebeneinander. Von dieser Größe waren auch alle Teilnehmer sichtlich beeindruckt. Hier, direkt an der Papiermaschine, war es sehr feucht und schwülwarm. Mit einem riesigen „Föhn“ wird das Papier von den Walzen gelöst und schließlich auf 2 bis 3 Meter im Durchmesser große Rollen aufgerollt. Auf einer Rolle sind 90 Kilometer Papier, was einer Strecke von Koblenz bis zum Flughafen Köln-Bonn entspricht. Diese riesigen Papierrollen werden sodann in weiteren Produktionsschritten, zu den uns bekannten Toilettenpapierrollen und Papierhandtücher weiterverarbeitet. Eine Vielzahl der in Koblenz produzierten Artikel wird in der Industrie, Gastronomie, aber auch im privaten Bereich verwendet. Nach dem hochinteressanten Werksrundgang hatten die Teilnehmer noch im Rahmen einer Firmenpräsentation die Möglichkeit, sämtliche Fragen loszuwerden. Hierbei durfte Kaffee und Kuchen natürlich nicht fehlen. Die Zeit verging im Nu und so war es bereits dunkel, als man wieder den Heimweg antrat. Wir sagen Dank für den klasse Nachmittag. Weitere Betriebsbesichtigungen sind geplant. Die Nächste findet dann wieder in Weitersburg statt. Der genaue Termin folgt.
CDU Ortsverband Weitersburg
