Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (PTHV)
„Aktuelle Herausforderungen der Pflegepolitik“
Staatssekretär Andreas Westerfellhaus sprach beim Patronatsfest
Vallendar. Im Rahmen des diesjährigen Patronatsfestes der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) sprach während des Festaktes am 7. Dezember Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, zum Thema „Aktuelle Herausforderungen der Pflegepolitik“. „Beide Fakultäten blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die PTHV wird wahrgenommen als Universität, an der sich etwas tut. Sie ist bekannt für wegweisende Forschung. Sie befasst sich mit Schlüsselfragen in einer sich laufend wandelnden Gesellschaft und überträgt ihr Wissen in Wirtschaft, Kirche und Politik“, sagte Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, Rektor der PTHV in seiner Ansprache. „Die Verbindung zur Pflegepolitik ist der PTHV, an der die einzige universitäre Fakultät für Pflegewissenschaft im deutschsprachigen Raum beheimatet ist, sehr wichtig“, betonte Prof. Zaborowski. Staatssekretär Andreas Westerfellhaus ist der Überzeugung, dass die Pflege mehr kann als bisher im Leistungsgeschehen oft vorgesehen. Er will dazu beitragen, dass sich die Berufsgruppe weiterentwickelt, sich noch stärker in die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung einbringt und in ihrem umfassenden Beitrag zur Gesundheit auch wahrgenommen wird. In diesem Zusammenhang leiste die PTHV einen hervorragenden Beitrag in der Aus- und Weiterbildung von Pflegefachkräften. „Ich bin sehr beeindruckt von dem, was ich heute hier erlebt habe. Ich habe gesehen, mit wieviel Herzblut, welcher Kompetenz und welchem Engagement an der PTHV für die Weiterqualifizierung von Pflegefachkräften gearbeitet und die Akademisierung der Pflege weiterentwickelt wird“, sagte Andreas Westerfellhaus. „Ich habe mich hier vor Ort überzeugen können, wie wichtig es ist, solche Institutionen zu unterstützen, und tue dies gerne.“
Herausforderungen heute und morgen
Wo wollen wir hin? Aber auch: Wo stehen wir gerade? In seinem Vortrag umriss Staatssekretär Andreas Westerfellhaus die gegenwärtigen Herausforderungen der Pflegepolitik: Pflegefachkräftemangel, aber auch technische Entwicklungen, Weiterentwicklung des Berufsbildes und vielfältige Wandlungen der Gesellschaft. „Die Bedeutung der Pflege muss einen anderen Stellenwert bekommen. Dafür habe ich mich immer eingesetzt“, sagte der Staatssekretär. „Auch für die neue generalistische Ausbildung.“ Er betonte die Notwendigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit auf Augenhöhe aller Gesundheitsberufe. „Professionelle Pflegekräfte sind nicht nur wichtig wegen der steigenden Nachfrage, sondern auch weil ihre Kompetenzen in der Versorgung immer wichtiger werden.“ Der Teufelskreis des Fachkräftemangels, des „Pflegekraftexits“, müsse schnell gestoppt werden: Das Fachpersonal wandere ab in andere Länder oder Branchen, in denen die Rahmenbedingungen besser seien. Zudem erwarteten Pflegekräfte zu Recht eine Berufsautonomie, die momentan ausbaufähig sei. Daher müsse es Ziel sein, die Attraktivität des Berufsbildes und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Es gehe um eine sichere Patientenversorgung. Er wies darauf hin, dass bereits wichtige Schritte gesetzlich angegangen worden seien: Das Sofortprogramm Pflege sieht Stellen für 13.000 zusätzliche Pflegefachkräfte vor, die Digitalisierung im Bereich der Pflege wird gefördert, eine Refinanzierung der Tariflöhne wurde ermöglicht, ebenso eine finanzielle Unterstützung der Kinderbetreuung und Rehabilitationsmöglichkeiten für pflegende Angehörige wurde verankert. Ziel sei es, die Hochschulen und Pflegefachschulen fit zu machen für das, was kommt. „Das Augenmerk muss auch auf die akademische Weiterbildung gerichtet werden“, betonte Andreas Westerfellhaus. Es gehe nicht um Machtverschiebung zwischen Ärzten und Pflegern, sondern um die Patientensicherheit. „Die Etablierung einer Pflegewissenschaft ist nicht mehr umkehrbar, man kann darauf nicht mehr verzichten.“ Ziel sei nicht die Schaffung von „little doctors“, sondern von „big nurses“. Er schloss seinen Vortrag mit den Worten: „Meine Unterstützung für Ihre Arbeit und Ihre Anliegen haben Sie!“
Im Anschluss an seinen Vortrag folgte eine Podiumsdiskussion mit dem Publikum. Den Abschluss der Festveranstaltung bildete ein Orgelkonzert mit einer Adventsmeditation in der Hochschulkirche.
V.l.n.r.: Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, Rektor der PTHV; Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler, Dekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät; Staatssekretär Andreas Westerfellhaus; Sr. M. Basina Kloos, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Hildegard-Stiftung und Vorstandsmitglied der Edith-Stein Trägerstiftung; Maria Heine, Mitglied des Vorstandes der Marienhaus Stiftung; Dr. Heinz-Jürgen Scheidt, Vorsitzender des Vorstandes der Marienhaus Stiftung; Prof. Dr. Frank Weidner, Lehrstuhl für Pflegewissenschaft, P. Helmut Scharler SAC, Provinzial der Pallottiner. Foto: Timo Kessler
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