B1 der JSG Bendorf/Vallendar beendet Saison mit lachenden und weinenden Auge
„Alles hat ein Ende - nur die Wurst hat zwei“
Bendorf/Vallendar. Zu ihrem -in dieser Konstellation- allerletzten Spiel, begab sich die B1 am vergangenen Samstag in die Halle auf den Mallendarer Berg, um gegen die SG Mainz/Bretzenheim das letzte Saisonspiel zu absolvieren. Noch war alles offen: Sollte die HSG Kastellaun zu Hause gegen Budenheim unentschieden spielen oder verlieren, wäre mit einem Sieg der 3. Platz noch möglich. Da deren Ergebnis aber fast schon in Stein gemeißelt stand, konnten die Recken frei aufspielen, da der 4. Tabellenplatz bereits gesichert war. Doch genauso frei, wie man sich glaubte, genauso holperig begann die erste Halbzeit. Bretzenheim hielt richtig gut dagegen und das Absetzen viel in den ersten Minuten recht schwer. Doch gut Ding will Weile haben, beim 6:2 hatte keiner der Anwesenden mehr Zweifel daran, dass die Bendorf-Vallendarer am Schluss den Sieg in den Händen halten würden. Bereits zur Halbzeit hatten sie mit dem 12:6-Ergebnis satte sechs Tore Vorsprung und es ging hoch erhobenen Hauptes in die Kabine. Im Hinspiel waren es lediglich zwei Tore Differenz. Wie bereits in der Saison so oft erlebt, war die 2. Halbzeit wieder die der Bendorf-Vallendarer. Der Gegner hatte nicht den Hauch einer Chance, diesen Sieg madig zu machen. Ein Herankommen auf einen 16:11-Vorsprung ließ ein letztes Aufbäumen des Gegners erkennen, aber das Zepter ließ man sich nicht aus der Hand nehmen. Selbst kuriose Torwürfe gelangen wieder, beispielhaft der „einbeinig abgesprungene und zweihändig geworfene Kunstkempa“ vom 7-Meter-Killer Jakob. Und so wunderte es auch keinen der zahlreichen Zuschauer, dass nach der Schlusssirene ein deftiges 31:19 auf der Anzeigentafel prangte. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und so wurde es kaum zwei Stunden später zur Gewissheit: Das Quäntchen Glück hatte dieses Jahr der Hunsrück. Doch so schlimm, wie dieses Ereignis erschien, es geht noch schlimmer. Das Trainerteam Waldgenbach, Beyer, Hofmann und Pfeiffer wird sich definitiv in dieser Konstellation nicht mehr zusammenfinden. Aus diesem Grund wechselte man die Location, um den allerletzten gemeinsamen Abend nochmals in geselliger Runde ausklingen zu lassen: Anfänglich mit der ganzen Elternschaft, einige Spieler fanden noch herzliche und rührende Worte des Dankes für die Trainer, welche bei manch einem für feuchte Augen sorgten. Zu vorgerückter Stunde jedoch, mit steigender Lautstärke, sank dann im Sinne der Jungs auch der Altersdurchschnitt und es konnte richtig abgefeiert werden. Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei und so verschwanden um 5 Uhr die letzten Feierwütigen in ihre Schlafsäcke. Abschließend sei an dieser Stelle dem Trainerteam Veit Waldgenbach, Frank Beyer, Uwe Hofmann und Daniel Pfeiffer ein aufrichtiges und anerkennendes Dankeschön entgegengeschmettert und der Verein wünscht allen Vieren alles erdenklich Gute für ihren neuen Handball-Lebensabschnitt. Und für den Rest der Rabauken? Zu hoffen bleibt, dass diese an dem, was sie bei den Vieren gelernt haben, anknüpfen können und auch die nächste Saison wieder unvergesslich werden wird. Gegen Bretzenheim spielten: Adam Studentkowski und Dominik Knoll im Tor, Benjamin Oster(4), Jacob Schleier(7/3), Fabian Schmitt, Torben Waldgenbach(6/1), Fabian Flöck(1), Mike Müller(1), Jasper Weiler(2), Patrick Engel(4), David Rörig(4), Jannis Hofmann(1) und Jann Aschkowski(1).
