Aloha - Valler, heiße Aktion auf Niederwerth
Niederwerth. Nichts für Weicheier und Warmduscher. Bei eisigen Minusgraden und leichtem Schneefall war das Wetter in diesem Jahr für unser Road Bowling erwartungsgemäß einwandfrei. Farbenprächtige Winterkleidung kam stark an. 30 hochmotivierte Freunde des Road Bowlings (überwiegend, aber nicht nur Mitglieder des Freundschaftskreises Cranleigh Vallendar) fieberten dem Start entgegen. Es wurden die erprobten Teams - Parzival, Druiden, Merlin und Excalibur - zusammengestellt und nacheinander auf den erfrischenden Parcours geschickt. Auf dünnem Eisfilm rollten die neuen Kugeln besser und weiter als je zuvor - allerdings auch noch unvorhersehbarer in Wiesen und gefrorene Äcker.
Die willkommene Unterbrechung war der Ausschank von Glühwein - der ausnahmslos gut ankam, im Gegensatz zu Bier und Wasser. Aber auch Hochprozentiges und die Kraftwürste fanden viele Liebhaber.
Dann ging es aufgewärmt und aufgeladen in die zweite Hälfte des Rundkurses. Bei bester Laune wurde festgestellt - mit zunehmender Schneedecke wird der Lauf der Kugeln weniger rasant. Es reifte die Erkenntnis: Ab fingerdicker Schneedecke wird Roadbowling zu langsam. Aber soweit kam es nicht.
Nach und nach rollten die Wurfkugeln über die Ziellinie. Dabei muss man wissen: Es geht nicht darum, als erster die Ziellinie zu überrollen, sondern gewonnen hat das Team , das den Rundkurs von 2,22 Meilen mit den wenigsten Würfen schafft - aber zu dem Thema kommen wir noch bei der Siegerehrung...
Nach geordnetem Rückzug ging es zum „Alexander von Humboldt“, heute mit neuem Besitzer und dem Restaurant „Lemonci“. Mediterran neu eingerichtet und interessanter Speisekarte. Uns ging es aber nur um das stundenlang geköchelte „Power Meal“, Grünkohl mit Kartoffeln, Mettwurst, Kassler und Senf - in dieser Gegend eher unüblich. Aber nur das bringt die Kraft zurück und hat allen gut geschmeckt.
Bei der Siegerehrung gab es allerdings eine Überraschung. Die Teams Druiden und Merlin waren klar dritter und vierter Gewinner. Aber - Parzival und Excalibur - hatten mit genau gleichviel Würfen den Parcours geschafft. Das war angesichts des Rundkurses von über zwei Meilen nicht vorherzusehen.
Der Vorsitzende machte aus der Not - nicht genug Preise vorrätig zu haben - eine Tugend und lud beide Siegerteams am Donnerstag anlässlich des Vortrags „Charles Dickens, sein Leben, seine Werke“ exklusiv zur Siegerehrung in den „Alexander von Humboldt“ ein.
Alle waren zufrieden und gingen fröhlich heim - bis zum nächsten Traditional Road Bowling.
