Herrentour des Männergesangvereins Diana 1878 Vallendar e.V.
Auf den Spuren Karls des Großen
Vallendar. Die diesjährige sogenannte Herrentour des MGV Diana führte vom 18. bis 20. September in den Spessart mit dem Standquartier Aschaffenburg. In Königstein im Taunus wurde Halt gemacht. Dort erwartete die Reisegruppe ein Stadtführer, der viele interessante Einzelheiten über Königstein zu erzählen hatte. Den Abschluss bildete eine Führung durch die Burgruine Königstein. Trotz der Sprengung 1796 durch die Franzosen sind die zum Teil eigenwilligen Formen der Burg noch deutlich zu erkennen. Der Burgturm ist der Sprengung entgangen und in seiner Urform erhalten. Ein paar sportliche Sänger nutzten die Gelegenheit, den Turm zu besteigen und konnten von dort oben einen umfassenden Rundblick über Nachbarburgen und Taunusberge, über die Mainebene, den Spessart und Odenwald genießen. Sogar die Skyline von Frankfurt war zu sehen.
Soviel Kultur macht hungrig und man hatte sich das Mittagessen im idyllisch gelegenen Landgasthof „Zum fröhlichen Landmann“ redlich verdient. Anschließen ging es abseits der großen Verkehrswege gemütlich durch die Dörfer zum Ziel Aschaffenburg. Nach dem Bezug der Hotelzimmer unternahm man abends einen ersten Rundgang durch die Altstadt von Aschaffenburg. Der Zufall wollte es, dass der Bürgermeister der Stadt Aschaffenburg den Sangesfreunden persönlich Informationen zu den Sehenswürdigkeiten und Gastronomie geben konnte. Mit diesem Wissen „aus erster Hand“ ließ die Reisegruppe diesen ereignisreichen Tag in einem gemütlichen Altstadtlokal bei gutem Essen und Trinken und Geprächen über Gott und die Welt ausklingen. Am Samstag war wieder Kultur angesagt. Ein kundiger Stadtführer machte in seiner eindrucksvollen zweistündigen Führung mit vielen Details aus der Geschichte und Gegenwart von Aschaffenburg bekannt. Besonders interessant sind das Kollegiatstift St. Peter und Alexander und das Schloss Johannesburg. Am Nachmittag ging es zum Naherholungsgebiet „Park Schönbusch“,, der im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt ist. Dort befindet sich auch ein grüner Irrgarten. Sangesbruder Rudolf hat es geschafft, zum Ende und wieder zurück zu finden. Das Gelände wurde ausgiebig erkundet, und anschließend konnte man sich mit Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen. Nach einer Erholungspause im Hotel ging es abends noch einmal in ein nettes Restaurant, wo wunderschöne gesellige Stunden verbracht wurden. Es wurde gefachsimpelt und viel über manchen schönen Witz und Anekdoten gelacht.
Am Sonntag mussten sich die „Dianisten“ wieder von Aschaffenburg verabschieden und es ging Richtung Heimat.
Unterwegs wartete allerdings noch ein weiterer Höhepunkt: Seligenstadt. Seligenstadt ist eine gemütliche Kleinstadt mit ca. 15.000 Einwohnern. Dort war wieder eine Stadtführung organisiert. Wahrzeichen von Seligenstadt ist die Einhard-Basilika, in der die Gebeine der Märtyrer St. Marcelinus und Petrus aufbewahrt werden. Seligenstadt hat somit einen Bezug zu Vallendar, dessen Pfarrkirche nach diesen Heiligen benannt ist und auch Reliquien der Namensgeber besitzt. Zur Einhard-Basilika gehört der riesige Zier-und Nutzgarten der ehemaligen Benektiner-Abtei, der schon allein einen Besuch wert ist. Der Legende nach soll der Name Seligenstadt entstanden sein, als Kaiser Karl der Große hierherkam und seine mit Einhard durchgebrannte Tochter Emma erkannte, die ihm Pfannkuchen servierte. Er soll ausgerufen haben: „Selig sei die Stadt genannt, da ich meine Tochter Emma wiederfand“. Nach der Führung war noch Zeit für einen Rundgang über den Seligenstädter Weinmarkt oder zum Mittagessen. Anschließend ging es zurück nach Hause, wo alle gegen 18 Uhr wieder wohlbehalten ankamen.
Die Reisegruppe in Königstein. Fotos: privat
Die Benektinerabtei in Seligenstadt.
Unterwegs.
