Exkursion von Oberstufenschülerinnen der Schönstätter Marienschule nach Bettenfeld
Auf den Spuren der Vulkaneifel
Vallendar-Schönstatt. Am frühen Morgen des 25. September machten sich 22 Schülerinnen des Bio- und Chemie-Leistungskurses der MSS 12 auf, um gemeinsam mit ihren Lehrkräften, Klaus Ullenbruch und Nadine Böhm, nach Bettenfeld in die Vulkaneifel zu fahren. Dort wollten sie die Gewässer des Meerfelder Maars wissenschaftlich untersuchen. Neugierig und gespannt, was die Exkursion bringen würde, luden sie ihr Gepäck in der Herberge Bettenfeld ab, um dann anschließend von der Biologisch-Ökologischen Station (kurz: BÖS) der Universität Koblenz-Landau in sämtliche Benutzungen der wissenschaftlichen Geräte (und deren Preise) eingewiesen zu werden. Nach dem Aufbruch gelangten die Schülerinnen nach einer kurzen Fahrt zum Nachbarort Meerfeld und dessen Maar.
Hier teilten sie sich in drei Arbeitsgruppen ein. Gruppe eins, der gesamte Chemie-Leistungskurs, fuhr hinaus aufs Wasser und begann mit den limnologischen Untersuchungen. Derweil umrundeten einige Schülerinnen das Maar zu Fuß, andere planten das Abendessen und wieder andere gönnten sich eine Mittagspause und genossen die Sonne, die sich doch ab und zu zeigte. An der Seite von Sichtscheiben- und Beleuchtungstests führten alle Schülerinnen Messungen mit dem Oximeter, dem Conductometer (Leitfähigkeitsmessgerät) und dem ph-Messgerät durch und entnahmen Wasserproben aus verschiedenen Tiefen, um an diesen jeweils Geruchtests durchzuführen („Ja, ab circa acht Metern roch es nicht mehr ganz so gut - wir nahmen bis 16 Meter Wasserproben - kein Kommentar“), um sie später im Labor untersuchen zu können. Am Ende waren es dann zwei Schülerinnen, die mit dem „Bagger“ Schlamm vom Maargrund (17 Meter) an die Oberfläche transportierten, um dessen Konsistenz und Geruch zu prüfen. Nach ungefähr einer Stunde gab es einen Wechsel zwischen den Arbeitsgruppen, wobei Gruppe eins und zwei nach ihren Untersuchungen auf dem Maar bereits zum Labor und anschließend zur Herberge aufbrachen, um unter den kulinarischen Augen und der Leitung von Nadine Böhm ein leckeres Abendessen zuzubereiten. Alle Schülerinnen betätigten sich gegen Abend mit Eifer und Spaß an den Mikroskopen, mit denen man erstaunlich kleine Lebewesen (wie Wimperntierchen oder Plankton, den man auf der Rückfahrt zum Steg mithilfe eines speziellen Netzes einfangen konnte) beobachten und - mit der Hilfe von Frau Karger, der Leiterin der Station, oder einem Buch, speziell ausgelegt für den Bereich der Limnologie - identifizieren konnte. Am nächsten Morgen machten sich die Schülerinnen früh auf und wanderten nach einem ausgiebigen Frühstück in der Herberge zum Windsbornkratersee am Ortsrand von Bettenfeld.
Mitgenommene Proben (erneut Plankton) wurden noch einmal im Labor der Station untersucht und so konnten die Mitarbeiter der Universität und unsere Lehrer uns einen direkten Vergleich zwischen dem Kratersee und dem Meerfelder Maar bieten.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Exkursion nach Bettenfeld und zum Meerfelder Maar ein schöner, zwar anstrengender, aber interessanter Erfolg war. Das wissenschaftliche Arbeiten brachte eine spannende Erfahrung für die Zukunft mit sich.
