Eröffnung der Ausstellung von Michael Sonne bei der Stommel Stiftung in Urbar
„Auf den zweiten Blick“
Vernissage am Sonntag, 21. Dezember
Urbar. Die Kräfte der Natur arbeiten unaufhaltsam an Formen und Dingen, die ihr ausgeliefert sind. Dazu zählen auch die vom Menschen gemachten: Einmal benutzt, dann entsorgt oder verloren gegangen, tauchen sie im Kreislauf des Vergänglichen in neuer Form wieder auf. Darunter befinden sich oft Kuriositäten. Man rätselt, woher sie wohl stammen, wozu sie einmal gedient, wie sie ihr Aussehen erlangt haben. „Ein ehemaliges Möbelstück aus einem zum Tier mutierten Fragment gedanklich zu reproduzieren, ist eine schwierige Aufgabe, aber auch ein interessanter Diskussionsanlass. Mit dem Bein einer Puppe – früher häufig, heute selten geworden – verhält es sich da anders“ – so der Künstler.
Fundstücke am Rheinufer
„Solch ein Fundstück stimmt mich eher wehmütig. Anatomisch eindeutig, aber längst verstummt, atmet es scheinbar noch die Nähe eines Kindes. Verlustschmerz und Herzlosigkeit ringen eine kleine Weile um die Vorherrschaft. Es sind vorwiegend die Rheinuferzonen, wo sich meine Bauteile in den vom Hochwasser angehäuften Trümmerbergen verstecken. Vormals im Wasser, liegen sie da, dem Wetter ausgesetzt, bis die nächste Welle ihnen einen neuen Liegeplatz beschert, wenn ich sie nicht rechtzeitig berge und meiner Sammlung einverleibe, wo sie oft monatelang weiter schlummern, bis eine Idee ihnen neues Leben einhaucht.“ Mit „Auf den zweiten Blick“ setzt die Stommel Stiftung ihre Ausstellungsreihe „Künstler der Region“ fort. Michael Sonne beschäftigt sich außer mit bildender Kunst auch intensiv mit Musik: Er ist Cellist im Orchester der Generationen.
Vernissage am 21. Dezember
Die Vernissage beginnt am Sonntag, 21. Dezember, um 16 Uhr in Anwesenheit des Künstlers im Gebäude der Stommel Stiftung, Bornstraße 26, in Urbar. Zur Begrüßung lädt die Stiftung alle Gäste zu einem kleinen Sektempfang ein. Die Ausstellung kann nach der Vernissage noch am Samstag, 27. Dezember, Samstag und Sonntag, 3. und 4. Januar 2015, sowie Mittwoch, 7. Januar 2015 besichtigt werden. Die genauen Zeiten werden noch bekannt gegeben.
