Politik | 12.06.2017

Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Vallendar

Auf die Dauer hilft nur Power

Zwei Mitglieder Ü 60 auf dem E-Bike über Berge und Täler - Test auf Fahrradtauglichkeit der Verbandsgemeinde

Acht-Gang-Nabenschaltung, drei Energiestufen, tiefer Einstieg.  privat

Vallendar. An einem sonnenreichen Sonntag im April mieteten wir uns bei „burg & bike“ in Lahnstein E-Bikes. Wir wollten einfach einmal selbst erfahren, wie sich die bergige Verbandsgemeinde Vallendar auf einem Elektrofahrrad anfühlt. Im Energiesparmodus fuhren wir zunächst den Radweg am Rhein entlang nach Urbar. Die Treppe hoch zu Gretchens Garten trugen wir die Räder. Kurz danach ging es die Alte Straße in Urbar steil hoch, die teilweise mit über 20 Prozent Steigung aufwartet. Unser normales Fahrrad würden wir hier schieben. Fürs E-Bike dagegen: In den ersten Gang zurückschalten und hoch auf Powerstufe drei schalten. Und Überraschung, diese Herausforderung wurde tatsächlich gemeistert. Wer diese Steigung hoch kommt, ist auf alles vorbereitet. Lustige Begebenheit am Rande: Ein Autofahrer suchte die Straße „Am Rheinblick“ in Urbar. Er war enttäuscht, dass sein Ziel laut unseres Fahrrad-Navis in Urbar bei Oberwesel liegt.

Wir fuhren an der Fritsch-Kaserne vorbei und hinab ins Mallendarer Bachtal. Der Frühling bot uns hier alte Obstbäume, die in voller Blüte stehen. Richtung Simmern verließen wir die Verbandsgemeinde kurzzeitig, bis wir am Hillscheider Bach entlang entspannt auf der zurzeit gesperrten L309 radelten. Wir aßen Fisch auf der Terrasse des Forellenhofs und anschließend ging es frisch gestärkt durchs Feisternachtal, an der Bembermühle vorbei, über den Berg, dann hinab zum Ferbach. Über Waldwege Richtung Weitersburg boten sich uns immer wieder herrliche Fernsichten. E-Bike-Fahren machte zunehmend Spaß. Der Energievorrat nahm zwar erwartungsgemäß ab, am Fahrspaß änderte das jedoch nichts. Freilaufende Hunde, Wanderer, Fahrradfahrer, alle haben auf den herrlichen Waldwegen Platz und gehen rücksichtsvoll miteinander um. Wir konnten auch langsam fahren und freuten uns schon auf den nächsten Anstieg. Dank Motorunterstützung benötigten wir nicht mehr Kraft als im Flachland.

Unmerklich nahm unsere Geschwindigkeit immer wieder zu. Zum Glück gab es auch enge Gassen, die dem Vorwärtsdrang Grenzen aufzeigten. Von Weitersburg ging es bergab nach Bendorf und weiter an der B 42 entlang nach Vallendar. Hier tranken wir in Sichtweise unserer Räder Kaffee. Für eine Hochschulstadt wie Vallendar sind erstaunlich wenige Gastronomiebetriebe auf Fahrradgäste eingestellt. Obwohl die Hellenstraße für Radfahrer gesperrt ist, gibt es beispielsweise wochentags an der Apotheke einen Fahrradständer. Am Rande bemerkt sind die Fahrradständer am Rathaus der Verbandsgemeinde und an der Sparkasse für Fahrräder völlig ungeeignet. Früher mussten diese Abstellmöglichkeiten wohl einfach nur gut aussehen.

Bevor es für uns zurück nach Lahnstein ging, fuhren wir zum Schluss noch eine Rundfahrt um die Insel Niederwerth. An der Straßenabbiegung Richtung Niederwerth fiel auf, dass Radpassanten entlang des Rheins in die Irre geführt werden, da für nicht Ortsansässige nicht ersichtlich ist, wo der Fahrradweg parallel zur B 42 weiterführt.

Fazit: Insgesamt hatten wir etwas mehr als 50 Kilometer zurückgelegt. Wir fuhren sämtliche Berge der Verbandsgemeinde Vallendar ohne abzusteigen hoch. Trotz eines leichten Sonnenbrands im Gesicht machten wir die beglückende Erfahrung, dass unsere Körperkraft für diese anspruchsvolle Tour ausreichte. Der Akku hatte am Ende noch beruhigende 13 Prozent Energie in Reserve. Die Räder hatten uns in Ecken der Verbandsgemeinde Vallendar getragen, die wir sonst nur mit dem Auto oder per pedes erreichten. Es hatte Spaß gemacht, ein perfekter Tag. Bei Gelegenheit wollen wir auch andere Strecken der Umgebung mit dem E-Bike erkunden. Eventuell finden sich noch mehr Interessenten, die mit dem Elektrofahrrad mitfahren möchten. Durch das Ausleihen der Räder hatten wir die Möglichkeit, preiswert unterschiedliche Modelle zu testen, bevor wir uns eventuell später ein eigenes Rad anschaffen. Für kürzere Strecken und im Flachland reichen unsere alten Fahrräder vollkommen aus.

Übrigens: Für eine bessere Orientierung hängt an der Hafeneinfahrt Vallendar nun ein „Karton-Sackgassenschild“. Es soll Radreisenden helfen, den Radweg nach Bendorf zu finden. Wie lange der Karton hält, hängt vom Regen ab. Pressemitteilung

Bündnis 90/Die Grünen

Ortsverband Vallendar

Acht-Gang-Nabenschaltung, drei Energiestufen, tiefer Einstieg. Foto: privat

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