Vallendarer Theaterkreis „Die Fröhlichen Geister“
Auffällige Gruppenaktivität enttarnt
Vallendar. Von aufmerksamen Bürgern kamen seit Ende August wiederholt Meldungen über verdächtige Gruppierungen in unserer Stadt. Übereinstimmend wurde berichtet, dass sich an 3 - 4 Abenden pro Woche Gruppen von bis zu 15 Frauen und Männern in der Löhrstraße vor dem AWO-Heim oder auch vor der Stadthalle treffen, miteinander scheinbar harmlos tuscheln und lachen, dann schlagartig in den besagten Häusern verschwinden, nach ca. drei Stunden wieder erscheinen und sich lautlos in verschiedene Richtungen verteilen. Aufmerksame Nachbarn registrierten zusätzlich durch das offensichtlich versehentlich geöffnete Fenster des AWO-Heims teilweise lautstarke Diskussionen, speziell um ein dubioses Hotel „Zum galanten Kätzchen“ und - offensichtlich zur harmlosen Tarnung - um ein Paar Hosenträger und einen Mann mit angedeutet bayerischem Dialekt - mutmaßlich der Boss der Gruppe -, der die Diskussionen jeweils barsch beendete und einzelne Gruppenmitglieder in die Schranken verwies.
Nach eingehender, nachrichtendienstlicher Beobachtung unter Einsatz von Richtmikrofonen zur Sprachidentifikation sowie Infrarotkameras zur Identifizierung der einzelnen Verdächtigen konnte jetzt Entwarnung gegeben werden. Es handelt sich um eine ganz harmlose Truppe, die es allerdings faustdick hinter den Ohren hat. Sie steht bereits seit Jahren unter Beobachtung, ist zwar als „grenzwertig terroristisch“ einzuordnen, aber nur in dem Sinne, dass sie seit über 30 Jahren ihr Publikum zu Wohlfühlabenden und Lachanfällen zwingt - nämlich die „Fröhlichen Geister“ aus Vallendar. Ansonsten sind sie gutmütig. Auch ihr vermeintlicher Anführer wurde als Regisseur des kommenden Theaterstückes enttarnt, nämlich Manfred Molitorisz. Er ist vielen von Ihnen sicher bekannt als langjähriger Spieler, Regisseur und Schauspielleiter am Theater Koblenz und vielen nachfolgenden Engagements in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er ist ein Perfektionist, strebt jetzt diese Perfektion auch mit den Amateuren der Fröhlichen Geister an und schafft es tatsächlich, die Geister zu 3, überwiegend 4 (!) dreistündigen (!) Proben pro Woche zu versammeln!
Diese intensive Probenarbeit ist allerdings auch erforderlich, denn die Geister haben sich mit „Der Floh im Ohr“ von Georges Feydeau ein Stück ausgesucht, das alle bisherigen Dimensionen sprengt, nämlich mit 15 Akteuren, zwei Kulissen einschließlich eines Drehteils und einer atemberaubenden Szenenfolge.
Manfred Molitorisz und die Geister setzen alles daran, dass „Der Floh im Ohr“ Sie bei der Premiere am 14.11.2014 um 19.30 Uhr (Achtung: geänderte Anspielzeit der Abendveranstaltungen!) so mitreißt, wie es die strapaziösen, aber äußerst lehrreichen und - wie es sich für die Geister gehört - meist fröhlichen Proben versprechen.
Die Öffnung des Vorverkaufs wird in der kommenden Woche bekannt gegeben. Vorherige Kartenbestellungen sind nicht möglich.
