Allgemeine Berichte | 15.11.2016

Pilgerzentrale Schönstatt

Barmherzigkeit geht weiter

 privat

Vallendar. „Man kann in Schönstatt spüren, dass das Heilige Jahr der Barmherzigkeit lebt.“ Diesen Satz eines Priesters, der im Herbst mit einer Gruppe in Vallendar-Schönstatt weilte, konnte man jüngst noch einmal hautnah spüren. Das Jahr der Barmherzigkeit, das Papst Franziskus als außerordentliches Heiliges Jahr ausgerufen hatte, geht am kommenden 20. November mit der Schließung der Heiligen Pforte des Petersdoms in Rom zu Ende. In Diözesen und Wallfahrtsorten auf der ganzen Welt wurden die Heiligen Pforten, die es erstmals so über den ganzen Erdball verteilt gegeben hatte, am 13. November geschlossen. So auch im Urheiligtum in Schönstatt. „Vor dem Gottesdienst in der Pilgerkirche gab es im Urheiligtum noch einmal Gedränge, weil viele Menschen an diesem letzten Tag nochmals durch die Heilige Pforte gehen wollten“, berichtet Schwester M. Janika Trieb, Wallfahrtsleiterin in Schönstatt.

Wallfahrtsleiter Pater Franz Widmaier wies in seiner Predigt darauf hin, dass während des ganzen Heiligen Jahres unzählige Menschen mit ihren Sorgen und Anliegen durch die Heilige Pforte der Barmherzigkeit des Urheiligtums gegangen seien und verbunden mit einer guten Beichte die Vergebung von Schuld erfahren hätten. „Es ist schön, Vergebung zu erlangen“, zitierte Widmaier Papst Franziskus. „Aber auch du, wenn du willst, das dir vergeben wird: Vergib auch du!“ Diese Erfahrung gelte natürlich nicht nur für dieses zu Ende gehende Heilige Jahr. Sie werde weitergehen, solle bei jedem der im Gottesdienst Anwesenden lebendig sein und auch andere anstecken.

Nach dem Ende des von einer Schola der Schönstätter Marienschwestern musikalisch mitgestalteten Gottesdienstes, der von www.schoenstatt-tv.de im Internet live übertragen wurde, gingen die Priester und Gottesdienstbesucher in Prozession zur Schönstätter Gnadenkapelle, wo Rektor Pater Antonio Bracht in einer schlichten Feier die Türe des Urheiligtums und damit diese „Heilige Pforte der Barmherzigkeit“ schloss. Pater Antonio zeigte sich erfreut darüber, dass sich das ganze Jahr über wiederholt habe, was schon bei der Öffnung am 13. Dezember 2015 zu spüren gewesen sei: „Die Gläubigen standen oft Schlange, um durch die heilige Pforte zu gehen, und kamen tief bewegt wieder heraus. Besonders schön war es, wenn Paare oder Familien gemeinsam durch die heilige Pforte gingen“, so Pater Bracht.

Das bestätigt auch Schwester M. Doriett Möllenkamp, die häufig Pilgergruppen auf den Gang durch die Heilige Pforte vorbereitet und begleitet hat: „Die Besucher haben beim Herausgehen aus dem Urheiligtum an der Tür unsere Jahreskarte bekommen. Bei dieser kleinen Begegnung mit den Pilgern konnte man die Dichte der Atmosphäre spüren, die am Urheiligtum herrschte. Viele hatten Tränen in den Augen. Oft haben sich die Menschen bedankt dafür, dass wir sie zum Urheiligtum geführt haben.“

Festzuhalten wäre noch, dass zwar die Heiligen Pforten der Barmherzigkeit auf der ganzen Welt nun wieder geschlossen werden und damit das außerordentliche „Jahr der Barmherzigkeit“ zu Ende geht. Die Türen der Barmherzigkeit Gottes werden sich aber niemals schließen. So wird gerade auch die Gnadenkapelle in Vallendar-Schönstatt für alle, die die Barmherzigkeit des himmlischen Vaters und die Vermittlung der Mutter seines Sohnes Jesus Christus suchen, ein Ort sein, wo Gott und die Gottesmutter die Menschen auch weiterhin mit offenen Armen und weit geöffneten Türen empfangen.

Barmherzigkeit geht weiter

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Fotos: privat

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