Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar
„Das Land weiß, was es an der PTHV hat“
Staatssekretär David Langner im Gespräch mit Hochschulleitung und Studierenden der Pflegewissenschaftlichen Fakultät
Vallendar. David Langner (SPD), Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz (MSAGD), besuchte im November die Pflegewissenschaftliche Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV).
Ein Ziel des Besuches von David Langner war es, sich über die Angebote und Rahmenbedingungen der Pflegewissenschaftlichen Fakultät sowie die Situation und Perspektiven der Studierenden näher zu informieren. „Ich freue mich, dass Herr Staatssekretär Langner wieder den Weg zu uns gefunden hat und sich für die Belange der Pflege und der Pflegewissenschaft einsetzt“, hob Prof. Dr. Hermann Brandenburg, Dekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät, hervor. David Langner war zuletzt aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums der Pflegewissenschaftlichen Fakultät am 21. Oktober 2016 vor Ort und hielt als Vertreter des Landes eine Ansprache. In einem Gespräch mit der Hochschulleitung ging es um einzelne Aspekte der Entwicklung und strukturelle Rahmenbedingungen von Fakultät und Hochschule.
Nicht nur die Tatsache, dass in Vallendar inzwischen rund 300 Studienplätze in fünf Studienprogrammen inklusive Promotionsmöglichkeiten in der Pflegewissenschaftlichen Fakultät entstanden sind, wurde erörtert. Die Finanzierung der Fakultät findet dabei zum größten Teil über Trägermittel und Studienbeiträge statt. Auch wichtige Projekte im Land etwa im Bereich der Pflegeprävention, neuer Technologien, Quartierskonzepte oder auch der Fachkräftesicherung in der Pflege werden inzwischen von Wissenschaftlern der PTHV bearbeitet. „Das Land weiß, was es gerade in Sachen Qualifikation und Innovation in Pflege und Pflegewissenschaft an der PTHV hat“, betonte Langner. Auch in der Region Koblenz wächst die Bedeutung der Hochschule in dem wichtigen gesellschaftlichen Themenbereich Gesundheit und Pflege. Nach einem anschließenden Rundgang durch das Haus hatten Studierende des Studiengangs „Lehramt an Berufsbildenden Schulen Fachrichtung Pflege“ die Möglichkeit, mit dem Staatssekretär zu diskutieren und Fragen zu stellen, die sie aus ihrer Sicht in der Schnittstelle zwischen Praxis und Wissenschaft beschäftigen. Der Studiengang wird gemeinsam mit der Universität Koblenz-Landau umgesetzt. Fragen zur Pflegeausbildung, zu Pflegestützpunkten, zum Reizbegriff „Kostenfaktor Pflege“ sowie zur Entwicklung der Krankenhauslandschaft in Koblenz standen auf dem Programm. Dabei spielten auch Erwartungshaltungen und Wünsche an die Politik eine Rolle.
In Sachen Pflegeberufsgesetz in abwartender Rolle
Auf die Frage einer Studentin, ob Herr Langner in den nächsten Monaten mit der Verabschiedung des Pflegeberufsgesetzes auf Bundesebene rechne, antwortete er, dass eine zeitnahe Verabschiedung von seinem Ministerium begrüßt würde, man sich jedoch gerade in einer abwartenden Rolle befinde. Die Chancen jetzt über den Bundesrat zu intervenieren, schätzte er als gering ein, die Möglichkeiten seien begrenzt, die wichtigen Fachfragen seien aus seiner Sicht aber beantwortet bzw. könnten mit Umsetzung der Reform in den kommenden Jahren gelöst werden. Auf die Frage nach dem Einsatz von akademisch qualifiziertem Pflegepersonal in der direkten Patientenversorgung und der ausstehenden Klärung einer angemessenen, höheren Vergütung erklärte Langner, dass dies kein spezifisches Problem im Bereich der Pflege sei.
Er verwies darauf, dass dies auch eine Herausforderung für die Tarifpartner sei, aber in den Pflegeeinrichtungen auch geschaut werden muss, wie die Bedarfe und die Möglichkeiten für den Einsatz akademisierter Pflegekräfte dort jeweils sei und welche Erfahrungen etwa zur Vergütung schon vorlägen. „Die Krankenhäuser müssen erkennen, dass auch sie etwas davon haben, dass sich diese Investitionen in die Weiterbildung lohnen.
Die Frage: Wie sieht eine moderne Pflege aus, wird immer wichtiger“, erläuterte Langner. Er habe den Wunsch und die Hoffnung, dass auch die Studierenden helfen, „die Dinge weiterzuentwickeln“. Prof. Dr. Frank Weidner, Studiengangsleiter der Lehramtsstudiengänge, wies abschließend darauf hin, dass die Studierenden auch von der hervorragenden Kooperation mit der Universität Koblenz profitieren. „Daher können wir uns mit unserem Kooperationspartner auf der anderen Rheinseite in Koblenz sehr gut vorstellen, auch weitere Studienangebote im Kontext Gesundheit gemeinsam zu entwickeln“, sagte Weidner und dankte dem Staatssekretär für den intensiven und guten Austausch.
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