Stommel-Stiftung Urbar
Das Publikum wurde selbst zum „Schlagzeug“
Urbar. Vor einem ausverkauften Haus traten Akiko Shimizu und Michael Zeller, die beiden Schlagzeuger der Rheinischen Philharmonie, bei der Stommel-Stiftung auf und präsentierten ihr Konzertprogramm ULTIMATUM. Stick Trix, so lautet der verspielte Titel eines der Werke.
Das Publikum konnte den Eindruck gewinnen, dass der ganze Abend unter diesem Motto stand: Wenn die beiden Musiker beispielsweise mit zwei Schlegeln in jeder Hand quasi über die Marimbas fegten, konnte leicht der Eindruck entstehen, dass hier ein Film mit doppelter Geschwindigkeit abgespielt werde.
Aber nicht nur mit ihrer Virtuosität nahmen die beiden sympathischen Musiker das Publikum gefangen: Auch die Vielfalt des Programms konnte einen in Erstaunen versetzen. Neben Klassikern wie Alborada del Grazioso (Morgenlied des Narren) von Ravel in einer Bearbeitung für zwei Marimbas wurden viele Werke zeitgenössischer Komponisten wie zum Beispiel Steve Reich oder Eckhard Kopetzki aufgeführt. Hierfür waren nicht nur Marimbas, sondern auch Trommeln und anderes Schlagwerk auf der Bühne im Stiftungsgebäude aufgebaut.
Es war außerordentlich spannend mitzuerleben, welche ungeahnten Möglichkeiten in diesen Instrumenten stecken. Zum Schluss wurde das Publikum dann selbst noch zum „Schlagzeug“, indem es - in zwei Gruppen eingeteilt - unter der Anleitung der beiden Profimusiker zwei sich immer weiter verschiebende Rhythmen klatschte, bis sich beide Stimmen in einem einheitlichen Rhythmus wiederfanden. Den begeisterten Applaus hatten sich Akiko Shimizu und Michael Zeller mehr als verdient.
Sowohl die Stiftung als auch das Publikum freuen sich auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen. Weitere Infos unter www.Stommel-Stiftung.de.
