Demografie - Projekt Weitersburg
Den Ort für älter Menschen attraktiver machen
Weitersburg. Im September 2015 wurden in Weitersburg Fragebögen zu einem Demografie-Projekt an die Haushalte verteilt. Die Auswertung hat folgendes ergeben:
Es wurden 54 ausgefüllte Fragebogen zurückgegeben. Beteiligt haben sich 26 Männer (42 Prozent) und 36 Frauen (58 Prozent). Acht Paare haben den Bogen gemeinsam ausgefüllt. Den „Lebensabend“ möchten 73 Prozent aller Bürger in ihrer Wohnung in Weitersburg verbringen. Die Bürger wohnen zu 52 Prozent im Einfamilienhaus, zu 24 Prozent im Zweifamilienhaus und zu 24 Prozent im Mehrfamilienhaus. Durchschnittlich wohnen 2,1 Personen in einer Wohneinheit. 94 Prozent möchten solange wie möglich in der eigenen Wohnung bleiben. 75 Prozent möchten nicht in ein Seniorenheim. 58 Prozent möchten nicht in ein betreutes Wohnen. Knapp 45 Prozent könnten sich jedoch ein Zusammenwohnen von „Jung und Alt“ vorstellen. Das Angebot der Weitersburger Allgemeinarztpraxis nutzen 52 Prozent nicht. Das Angebot der fahrenden Händler erachten 53 Prozent für ausreichend. Die Versorgungs- und Informationslage erachten 52 Prozent für ausreichend. Hilfe würden 55 Prozent in Anspruch nehmen. 25 Prozent brauchen noch keine Hilfe und 20 Prozent sind unschlüssig. Den zuständigen Pflegestützpunkt kennen 65 Prozent nicht. Das Informationsangebot bei Seniorenfragen erachten 67 Prozent für nicht ausreichend. 98 Prozent können sich die Nutzung von technischen Hilfsmitteln vorstellen. Gegenseitige Hilfe können sich 66 Prozent aller Bürger vorstellen. An Informationen zum Thema Hilfe zur Selbsthilfe sind 88 Prozent der Antwortenden interessiert.
Die Ergebnisse dieser Aktion sind vergleichbar mit denen aus der Befragung der Sozialstation Bendorf aus dem Jahr 2012, die damals auch in Weitersburg erfolgte. Aus den Ergebnissen kann ein mittelfristiger Handlungsbedarf abgeleitet werden: Fast alle möchten ihren Lebensabend in Weitersburg in der eigenen Wohnung verbringen. Mehr als die Hälfte der Antwortenden würde unterstützende Hilfe annehmen. Zwei Drittel kennen nicht den Pflegestützpunkt. Zwei Grittel erachten das Informationsangebot für Senioren als unzureichend. Zwei Drittel würden sich im Rahmen eines bürgerlichen Engagements einbringen. Fast alle sind an Informationen zur Selbsthilfe interessiert.
Wie geht es weiter?
Im Rahmen einer Informationsveranstaltung möchte die FWG Weitersburg im Frühjahr 2016 mit vielen Interessierten und politisch Engagierten die Möglichkeiten für eine zukunftsfähige Gestaltung unseres Heimatortes diskutieren - und gemeinsam angehen. Der genaue Termin wird rechtzeitig genannt.Pressemitteilung
FWG Weitersburg
