13. Fahrrad-Wallfahrt der Schönstattbewegung
Der Himmel hatte die Finger im Spiel
Vallendar. Ohne Sturz, ohne jegliche Panne und ohne einen einzigen Regentropfen ging die 13. Fahrrad-Wallfahrt der Schönstattbewegung zu Ende. Klar, dass da der Himmel die Finger im Spiel hatte. Zugegeben: Die Durchquerung der Stadt Münster war durch ungezählt viele Fahrräder, die mit großer Geschwindigkeit die Gruppe überholten, nicht ganz ungefährlich. Schon bald hatte die sogenannte - autofreie - Promenade, ein etwa fünf Kilometer langer Grüngürtel um die Stadt und von einer doppelreihigen Lindenallee gesäumt, den Spitznamen „Fahrradautobahn“.
Mit dem Standort Münster, einer pulsierenden Studentenstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, war ein neues Ziel ins Auge gefasst.
Nach intensiver Vorbereitung und Planung der Tour durch das Organisationsteam Reiner und Ulrike Eichenberg machten sich 31 Teilnehmer und Teilnehmerinnen auf den Weg zum Bildungs- und Tagungshaus Mariengrund am Rand der Stadt. Eine gute Wahl, wie sich schon bald zeigte.
Dort fühlten sich alle Teilnehmer - viele von ihnen von Beginn an dabei - rundum wohl. Die Küche gab ihr Bestes. Die gute Versorgung ließ allerdings bald die Hoffnung sinken, bei der sportlichen Betätigung auch ein paar Pfunde zu verlieren.
Die Umgebung von Münster zeigte sich freundlich und erlebnisreich.
Die Teilnehmer bewegten sich auf den Spuren der großen Dichterin Annette von Droste-Hülsoff, radelten durch die Rieselfelder, ein Feuchtgebiet, wie es idyllischer kaum sein könnte. Sie besuchten das sehenswerte Freilichtmuseum Mühlenhof. Direkt am Aasee gelegen, wird dort in grandioser Umgebung westfälische Geschichte lebendig.
Bei einem Abendspaziergang mit dem Nachtwächter durch Münster erfuhren die Besucher, wie es in der Stadt des 16. und 17. Jahrhunderts zuging. Und gleichzeitig wuchs durch den heimeligen Anblick der beleuchteten Stadthäuser die Lust auf den geplanten ausgiebigen Aufenthalt in der Stadt am vorletzten Tag der Tour.
Eine Wallfahrt wäre keine Wallfahrt ohne den geistlichen Aspekt.
Diesen Part übernahmen Pater Lothar Herter und Schwester Evamaria Ludwig.
Traditionell begann die tägliche Radtour in der Schönstattkapelle neben dem Haus Mariengrund mit einem Morgenlob und dem einstimmenden Impuls von Pater Herter.
Der morgendliche Impuls zum Tagesthema traf immer wieder die Lebenserfahrung aller Mitfahrenden und wurde mit Spannung erwartet.
Vor der Mittagspause lud ein kurzes Atemholgebet in einer Kirche zum Stillwerden ein. Das Singen machte in den Kirchen Freude, wenn der gute Klang den Kirchenraum füllte.
Stille Zeit auf dem Rad gehörte ebenfalls zum Programm. Die Erlebnisse des Tages konnten in der Heiligen Messe am Abend ausklingen.
„Das ist das Schöne an der Fahrradwallfahrt: nicht nur die angesagten Kilometer zurückzulegen, gut zu essen, zu schlafen und sich am nächsten Tag wieder aufs Rad zu schwingen, sondern durch die Impulse, die Inspiration, das gemeinsame Gebet einen tragenden Grund zu erfahren,“ so ein Wallfahrer am Abschlussabend.
Nach der Fahrrad-Wallfahrt ist vor der Fahrrad-Wallfahrt: Nächstes Jahr geht die Fahrt von Borken aus. Termin: 20. bis 24. Juni 2018.
Infos bei Ulrike Eichenberg unter Telefon (01 72) 6 54 82 32.
