Allgemeine Berichte | 22.07.2014

Helferinnen-Ausflug der evangelischen Kirchengemeinde Vallendar

Der Limburger Sonne entgegen

Der Limburger Sonne entgegen

Limburg/Vallendar. Froh gestimmt trafen sich am Morgen des 10. Juli dreizehn Helferinnen und ein Helfer am Bahnhof in Vallendar zum Tagesausflug nach Limburg. Mit einem kleinen Reisebus ging die Fahrt durch das idyllische Lahntal, bergauf zum Herthasee und über Diez wieder hinunter zur Lahn in die mittelalterliche Stadt Limburg, die im Jahr 2010 ihren 1.100. Geburtstag gefeiert hat. Die Sonne begrüßte die Gäste und lud ein zu einem ersten kleinen Spaziergang auf dem Lahnuferweg am Fuße des felsigen Domberges bis zur alten Mühle. Die Zeit reichte jedoch nicht zum Verweilen.

Die Gruppe war zur Domführung angemeldet und auch bald vom „Domschweizer“, dem Domsheriff, wie er sich selbst vorstellte, herzlich begrüßt. In leicht hessischem Dialekt machte er uns bekannt mit dieser einzigen Kathedrale in Deutschland mit sieben Türmen. Im Jahr 910 wurde hier ein Chorherrenstift gegründet und eine Kirche gebaut, die im Laufe der Jahre vergrößert und 1235 fertiggestellt wurde. Besonders sehenswert waren die wieder freigelegten Original-Fresken, die man auch in der ersten Etage, zu erreichen durch eine schmale Treppe, bewundern konnte. Und in diesem oberen Wandelgang erlebten die Besucher die „himmlischen Wohnungen“. Der Dom zeigte sich dort in ungeahnter Breite. Zu schnell verstrich eine Stunde der interessanten und humorvollen Bekanntmachung dieses prächtigen Bauwerkes auf dem Fels. Bergab spazierten die Teilnehmer in die Barfüßerstraße zum Mittagessen in ein kleines gemütliches Restaurant. Hier konnte man sich bei deutscher Küche stärken und erste Eindrücke verarbeiten.

Die Sonne lockte vor die Tür und bald suchte ein Städteführer die Gruppe aus Vallendar. Im Schatten der Bäume auf dem Bischofsplatz gab er erste Informationen über geschichtliche und die gegenwärtige Situation der Stadt. Der anschließende Spaziergang gehörte dann natürlich der bedeutenden Altstadt mit ihrer Vielzahl an Fachwerkbauten, die zum Teil aus dem 13. Jahrhundert stammen. Durch die intensive Pflege, aufwendige Restaurierungsarbeit und die liebevoll gestalteten Details gehört diese Altstadt zu den schönsten Deutschlands. Sie ist kein Museum. In ihr wird gelebt und gearbeitet. Viele kleine Geschäfte ließen die Blicke auch gerne umher schweifen, wobei der Städteführer Verständnis zeigte, aber sogleich mit einem kleinen Scherz oder einer lustigen Anekdote die Aufmerksamkeit wieder ganz auf sich lenkte.

Nach einer letzten Vorstellung der kleinen evangelisch-lutherischen Kirche in der Nähe der alten steinernen Lahnbrücke verabschiedete dieser nette Herr von der Gruppe. Der Blick auf die Uhr genehmigte den Damen und dem Herrn nur noch ein kleines Kaffeestündchen und der Blick zum Himmel, der sich rasch von hellblauer in dunkelgraue Farbe verwandelte, riet zum Aufbruch. Der Parkplatz war nicht weit. Ein heftiges Gewitter mit starkem Regen beendete den Besuch in dieser reizvollen Stadt. Der Kleinbus erschien pünktlich und lud die fröhlichen Ausflügler wieder ein. Die Heimfahrt über die Autobahn erfolgte rasch und man verabschiedete sich mit den besten Wünschen für einen schönen Sommer.

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