Politik | 11.04.2017

Freie Wählergruppe Niederwerth e.V.

Der Niederwerther Grundschule droht akut keine Schließung

Bericht der Jahreshauptversammlung 2017

Niederwerth. Am Mittwoch, 06.04.2017 fand im Gasthaus „Zur Rheinschanz“ die Jahreshauptversammlung der FWG Niederwerth statt.

Der Erste Vorsitzende Michael Schaefer begrüßte um 19.10 Uhr 14 Mitglieder und führte in seiner Ansprache aus, dass für den Bürger in Rheinland-Pfalz seit 2016 aufgrund verbesserter Beteiligungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene zwar mehr Transparenz geschaffen wurde, dennoch hielt er eine stärkere Kommunikation und Einbindung unter den FWG-Mitgliedern für dringend wünschenswert.

Kassierer Jürgen Portugall gab Einblick in die Kassenführung und wurde von Kassenprüfer Markus Stein für seine gute, gewissenhafte und ordnungsgemäße Kassenführung gelobt.

Zum Versammlungsleiter wurde einstimmig Alfons Klöckner gewählt, der in seiner Rede ebenfalls mehr Öffentlichkeitsarbeit einforderte.

Bei der anschließenden Wahl kam es dann zur Wiederwahl der Amtsinhaber:

Erster Vorsitzender Michael Schäfer; Zweiter Vorsitzender Helmut Klöckner; Kassierer Jürgen Portugall; Schriftführer Otmar Herzig; Beisitzer Melanie Wimmershoff und Anton Zengler; Kassenprüfer Markus Stein und Tino Zengler.

FWG-Initiative ermöglicht Straßensanierungen

Aktuelle Themen, mit denen sich die FWG-Fraktion in den letzten Wochen und Monaten beschäftigte, wurden anschließend von Horst Klöckner erläutert. Zunächst berichtete er vom geplanten Ausbau der Schützenstraße, deren Ausführungsbeginn für Anfang 2018 terminiert ist.

Nach seinen Worten habe sich die Einführung der Erhebung der wiederkehrenden Beiträge bewährt.

Diese ging vor Jahren auf eine Initiative der FWG zurück und ermöglicht somit auch in Zukunft die notwendigen Straßensanierungen. Gleichzeitig sorgen diese wiederkehrenden Beiträge für weitgehende Beitragsgerechtigkeit unter den Niederwerther Bürgern.

Als nächste Maßnahmen werden dann ab 2019 die Sanierung der südlichen Hochstraße und anschließend der Ausbau der nördlichen Hochstraße anvisiert.

Weiter führte Horst Klöckner aus, dass mit dem Erwerb des ehemaligen Raiffeisengeländes und der angrenzenden Grundstücke die Ortsgemeinde jetzt eine Fläche von 2.000 qm für die neue Dorfmitte zur Verfügung hat.

Haushaltsmittel für den Abriss der Gebäude in diesem Jahr wurden bereitgestellt.

Voraussichtlich keine Förderung für ein Mehrgenerationenhaus

Hinsichtlich der baulichen und konzeptionellen Entwicklung eines Mehrgenerationenhauses muss der Rat aber in den nächsten Monaten eine Antwort auf die Frage finden, wie es nun denn weiter gehen soll.

Die gemeinsame Bewerbung der Ortsgemeinden Niederwerth und Urbar zusammen mit der Stadt Vallendar für das Projekt Wohnpunkt wurde vom Sozialministerium in Mainz abschlägig beschieden, sodass Fördermöglichkeiten aus diesem Topf für ein Mehrgenerationen-Wohnen in Niederwerth zunächst nicht zu erwarten sind.

Der geplante Neubau eines Gebäudes am St. Josef-Heim in Vallendar mit 85 Plätzen macht eine Förderung für Niederwerth auch nicht wahrscheinlicher.

Eine Optionsmöglichkeit könne aber auch ein Verkauf an junge Familien sein, um damit dem in Zukunft drohenden Aus der Grundschule vorzubeugen, stehen doch alle kleineren Grundschulen in Rheinland-Pfalz aktuell auf dem Prüfstand.

Laufende Anträge der FWG

Weiter führte er aus, dass die FWG neben dem Antrag zur Erstellung eines Konzepts zur Erneuerung der Heizungsanlage in der Grundschule/Kindergarten Niederwerth ein weiterer Antrag zum Anlegen einer Urnenrasen-Reihengrabstätte mit Kissenstein auf dem Friedhof Niederwerth gestellt habe.

In seiner letzten Sitzung hat der Ortsgemeinderat den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Ehemaliges Wasserwerk“ angenommen und beschlossen, das Beteiligungsverfahren durchzuführen.

Unter Punkt „Verschiedenes“ diskutierten die Anwesenden ausgiebig und zum Teil auch kontrovers die Themen Modernisierung der Heizungsanlage (Vor- und Nachteile Pelletkessel/Gasbrennwertkessel mit Installation einer Brennstoffzelle), Situation Verkehrsführung B 42, Planfeststellungsbeschluss zum Neubau der K 82 Vallendar-Niederwerth, Sanierung der Wirtschaftswege unter Einbeziehung von Fördermöglichkeiten, aber auch die Frage: Bleibt die Grundschule in Niederwerth?

Noch sieht es gut aus für die Grundschule in Niederwerth

Ortsbeigeordneter Helmut Klöckner griff all diese Fragen auf und lieferte in seiner ausführlichen Rede überzeugende Antworten.

Hinsichtlich der vom Bildungsministerium in Mainz angeregten Überprüfung kleinerer Grundschulen und der drohenden Schließung der Grundschule in Niederwerth konnte er aber Entwarnung geben.

Kurzfristig drohe nicht das Aus, die Ortsgemeinde müsse aber mit allen am Schulleben beteiligten Instanzen ein tragfähiges Konzept erstellen, damit die Grundschule auch langfristig für die Inselgemeinde erhalten bleibt.

Zum Abschluss wurde von den Teilnehmern der Wunsch geäußert, eine gemeinsame Veranstaltung, z.B. in Form einer Weinprobe, durchzuführen. Ort und Zeitpunkt werden noch bekannt gegeben.

Gegen 22 Uhr schloss Erster Vorsitzender Michael Schäfer die konstruktive Versammlung.

Pressemitteilung der

Freien Wählergruppe

Niederwerth e.V.

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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