Allgemeine Berichte | 26.03.2018

Konzertreihe „Marzellinusmusik“ in der Pfarrkirche Vallendar - Orgelkonzert

„Die Orgel singt das Osterlob…“

Am Ostersonntag, 1. April

Johann Schmelzer.privat

Vallendar. Die Freude über die Auferstehung Jesu kann wohl nur durch die Mittel der Musik wirklich erlebbar gemacht werden. Im Mittelpunkt der nächsten Veranstaltung in der Konzertreihe „Marzellinusmusik“, die am Ostersonntag, 1. April, um 18:00 Uhr in der Pfarrkirche Vallendar stattfinden wird, sollen daher diese Osterfreude und das Osterlob stehen.

Der Ausführende des Konzertes, der Kantor und Organist der Pfarreiengemeinschaft Vallendar Johann Schmelzer, wird neben Variationen über österliche Gesänge mit der Symphonie Nr. 10 „Romane“ von Charles Marie Widor ein Monumentalwerk der Orgel-Symphonik zu Gehör bringen, das oft die jubelnden und fröhlichen Aspekte des Ostergeschehens hörbar macht, ohne jedoch die leisen und mystischen Töne der vergangenen Kartage ganz vergessen zu lassen.

Organist Johann Schmelzer - 1969 in Koblenz geboren, seit April 2010 Kantor in Vallendar und seitdem auch künstlerischer Leiter der Marzellinusmusikreihe – wird als Hauptwerk des Konzertes die Symphonie Nr. 10 „Romane“ in D-Dur (op. 73) von Charles Marie Widor aus dem Jahre 1900 aufführen, die das Graduale der Messe vom Ostersonntag „Haec est dies, quam fecit dominus“ („Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat.“) in den Fokus des thematischen Geschehens rückt.

Ausgehend von der diesem gregorianischen Choral eigenen melodisch-modalen Charakteristik atmet die Musik in diesem Werk in besonderer Weise einen spirituell mystischen Geist. Bemerkenswert ist bereits die Kühnheit eines einstimmigen Einstiegs im ersten Satz in Gestalt einer aufschwingenden Arabesque, die gegen Ende des letzten Finalsatzes zudem nochmals aufgegriffen wird und das Werk quasi zyklisch umklammert.

Diverse Variationen des eigentlichen Themas halten das Satzgeschehen stets in einem teils polyphonen Stimmenfluss, der fast niemals erstarrt. Während die beiden Ecksätze dem großen Pleno der Orgel Rechnung tragen, sind die beiden Mittelsätze (Choral und Cantilene) poetisch und mystisch versunkener gehalten. Sie bilden den inneren meditativen Ruhepol in diesem Schlusswerk der Widorschen Symphonik, das quasi auch als sein Orgelvermächtnis angesehen werden kann.

Der französische Organist, Komponist und Musikpädagoge Charles Marie Jean Albert Widor (1844 - 1937) schrieb insgesamt zehn Symphonien und ist quasi der erste Großmeister der „Orgelsymphonie.

Er war bekannt für seine hervorragende Klavier- und Orgeltechnik und vor allem für seine Kompetenz im Bereich des Tonsatzes; zudem hatte er einen untrüglichen Blick für Proportionen, Ästhetik, Formfragen und Entwicklungen und beherrschte er sein Instrument, die Orgel, nicht nur hinsichtlich der Spieltechnik meisterhaft, sondern auch im Einsatz der Farben.

Improvisationen von Johann Schmelzer über andere österliche Gesänge runden das Programm ab: So werden eine improvisierte Partita über „Seele, dein Heiland ist frei von den Banden“, ein Choralvorspiel im deutschromantischen Stil über „Preis dem Todesüberwinder“ sowie eine Meditation im modernen Stil über die gregorianische Ostersequenz „Victimae paschali laudes“ zu hören sein, die die Auferstehung Jesu und den Sieg des Lebens über den Tod besingen.

Der Eintritt zu den Konzerten der Marzellinusmusikreihe ist frei; um freiwillige Spenden bei der Türkollekte wird gebeten.

Die Marzelinusmusik.

Die Marzelinusmusik.

Johann Schmelzer.Fotos: privat

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