Verkehrsverein Vallendar
Die Wanderwege der Heimat erkundet
Vallendar. „Weshalb in die Ferne schweifen, wo das Gute liegt so nah?“ Diese Frage ist für die Vorsitzende des Verkehrsvereins Vallendar, Anita Herr, auch in diesem Jahr wieder zu einem Appell ge-worden. „Vor der Haustür“ hat die 25-köpfige Wandergruppe auf Berg Schönstatt die ausgelegten Blütenteppiche anlässlich der Fronleichnamsprozession bewundert. Begleitet von den kirchlichen Gesängen, führte der Wanderweg sechs zu den „Höhrer Löchern“, der ehemaligen Tongrube der Stadt Vallendar. Jetzt ist dort ein See entstanden: Unter Aufsicht des Bergamts wird die Tongrube rekultiviert. Nach einem Abstecher zum Limes, gleichzeitig Aussichtspunkt auf dem Traumpfad „Waldschluchtenweg“, lockte schon die Rast an der Bembermühle. Gut gestärkt ging es weiter auf dem Wanderweg 15 Richtung Hillscheid, um dann in den Vallendarer Wald einzubiegen. Die kurze Rast an der Pedelhütte diente dazu, die Rucksäcke von Proviant zu leeren, eingedenk der Veranstaltungen, die an dieser Stelle Tradition haben: das so beliebte Maifest des MGV Diana, Treffpunkt aller Menschen, die sonst das ganze Jahr nicht anzutreffen sind, und der Austragungsort der Waldferienspiele des städtischen Revierförsters. Nach dem „Abstieg“ auf den parallel laufenden Wanderwegen vier und 15 ging es weiter entlang des Hillscheider Bachs bis zur Pilgerkirche. Von der leichten Brise erfrischt und der Sonne gebräunt, kehrten noch einige Wanderer ins Pilgerheim ein und genossen den leckeren Kuchen bei einer Tasse guten Kaffees. 14 Kilometer lagen hinter den Teilnehmern.
Der Genuss lag in der Gemeinschaft, die den „Weg als Ziel“ ansah und an den Informationen der Vorsitzenden zur Holzwirtschaft, zur Arbeit und Verantwortung des Försters und zur Verknüpfung des Wanderwegenetzes, auch mit dem Waldschluchtenweg, interessiert war.
Die Wanderkarte für das 90 Kilometer lange Wanderwegenetz der Stadt Vallendar ist im Rathaus der Stadt für 50 Cent erhältlich. Der Verkehrsverein kümmert sich um Verschönerungen in der Stadt und hat die städtischen Wanderwege aktualisiert. Wegepaten helfen bei der Überwachung. Infos bei der Vorsitzenden Anita Herr unter Tel. (02 61) 6 95 73 oder beim Geschäftsführer Helmut Grothaus unter Tel. (02 61) 6 01 24.
Die Einkehr an der Bembermühle war eine willkommene Abwechslung.Fotos: privat
Großer Blütenteppich vor der Anbetungskirche Berg Schönstatt.
Manni am Totempfahl.
