Die CDU-Ortsverband Weitersburg informiert: Der neue Campus Grundschule-Kindergarten
Die Weitersburger CDU besucht die Kindertagesstätte in Rhens
Rhens. Am Samstag, 11. Mai, haben wir als CDU-Ortsverband die Kindertagesstätte in Rhens besucht. „Das Thema Kindergarten bewegt uns derzeit alle in der CDU-Weitersburg“, sagt der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Heinz-Josef Wolf, „immerhin werden auf die nächsten Jahre hinaus die Weichen für die Erziehung und Ausbildung unserer Kinder gestellt, wenn im nächsten Jahr neben der Grundschule der neue Kindergartengebäudekomplex entstehen wird.“
Warum gerade Rhens? „Rhens hat ungefähr die gleiche Größe, die wir anstreben, 120 Kinder insgesamt, davon knapp 30 Plätze für unter Dreijährige“, sagt Renate Mennicken, „den gleichen Architekten und vor allen Dingen mit der christlich orientierten Kita gGmbH den gleichen Träger.“
Bei unserer Ankunft empfing uns die Kita-Leiterin Marion Hilgert sehr freundlich am Haupteingang; obwohl Wochenende, war das Gelände von eifrig arbeitenden Erwachsenen belebt. „Letztes Jahr haben wir den Anbau und die Generalsanierung unseres Kindergartens fertiggestellt; aktuell wird noch das Außengelände hergerichtet, so hat der Förderverein neuen Rindenmulch gekauft, den einige Eltern gerade am Verteilen sind“, erklärt die Kita-Leiterin.
Marion Hilgert bittet uns in einen Besprechungsraum und schlägt vor: „Bevor wir die eigentliche Begehung machen, erzähle ich Ihnen etwas über unser pädagogisches Konzept, dieses hat nämlich entscheidenden Einfluss auf die Kindergartenarchitektur.“
Grundidee seien die Bildung der Gruppen nach sogenannten Paarjahrgängen, die 1- und 2-Jährigen bildeten ein Paar, also die unterdreijährigen, und die 3- und 4-Jährigen sowie die 5- und 6-Jährigen. Entsprechend gebe es symbolisch einen blauen, eine gelben und einen grünen Bereich. „Es handelt sich also weder um ein streng offenes noch streng geschlossenes Gruppenkonzept; es gibt diese drei Bereiche, welche wiederum am sogenannten Marktplatz, der für alle Kinder zugänglich ist, zusammengeführt werden.“ Der Marktplatz, dies sei vorweggenommen, ist ein zentraler, heller und großer Raum, versehen mit einer kleinen, selbst gezimmerten Bühne für Veranstaltungen.
„Die Übergänge werden nicht hart nach Alter abgegrenzt, wir, die Erzieherinnen, spüren, wenn das Kind reif ist, beispielsweise von der unteren in die mittlere Gruppe zu wechseln; das Kind entscheidet bei uns, natürlich in Absprache mit den Eltern.“
„Stichwort Übergang“, wirft Claus Lohner ein, „unsere Schule wird ggf. auf unbestimmte Zeit hinaus zweizügig, „es fehlen im Grundschulgebäude zwei Räume, wir überlegten bisher als CDU Folgendes: aus drei mach vier, sprich aus der Küche, der Bücherei und der betreuenden Grundschule, vier Klassenräume herzurichten; die Verwaltung muss hier einmal rechnen, aber die Räume werden wahrscheinlich sehr klein, oder eine Containerlösung, aber diese sind teuer und nicht nachhaltig. Eine ganz andere Idee ist die Überlegung, den Ausbau zu einer Ganztagsschule (mit Schwerpunkt Sport) zu beantragen, ab 1. August 2014 geht die Landesförderung hier in eine neue Runde. Unabhängig davon, jetzt liegt die Grundschule mit Blickkontakt zum neuen Kindergartenareal. Sehen Sie da Möglichkeiten einer Zusammenarbeit?“ „Auf jeden Fall“, erwidert Marion Hilgert, „da schlage ich Ihnen in Anlehnung an das „Hamburger Modell“ und quasi in Erweiterung zu unserem Konzept die Integration der erste(n) Klasse(n) in den Kindergarten vor. Allerdings ist hier eine enge Zusammenarbeit der Kita-Leitung und der Schulleitung nötig, aber diese findet in einem gut funktionierenden System ohnehin statt.“
„Diese Lösung hat Charme“, meint Heinz-Josef Wolf. Sanitätsrat Dr. Gernot Nick ergänzt:“ Es muss jedoch bei der Allgemeinen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) nachgefragt werden, welche Anforderungen hier einzuhalten sind; Stichwort Aufsichtspflicht und Pausenübergang, ob beispielsweise Teile des Kindergartens als Grundschulgelände ausgewiesen werden müssten.“ „Unabhängig davon sollten keine eigene Räume nur für die betreuende Grundschule geschaffen werden; diese ist lediglich von 12 bis 14 Uhr und sollte aus Kostengründen in Klassenräumen stattfinden,“ meint Sadek Tiben. „Findet morgens Unterricht statt, ist nach der betreuenden Grundschule natürlich aufzuräumen.“
Ansonsten wird auch die Größe ein Problem“, führt Sadek Tiben weiter aus, „wir müssen ohnehin schon zweigeschossig bauen, die Kleinen sollten nach oben, wo es ruhiger ist. Meine Erfahrung als Kinderarzt hat mich gelehrt, dass auch kleine Kinder schon gut Treppen bewältigen können, sehe ich das richtig?“ „Ja, absolut“, erwidert Marion Hilgert, „sie haben sogar Freude daran, Treppen zu steigen.“
Der anschließende Rundgang war schlichtweg überwältigend; viele kleine Rückzugsräume, wie Bälle-Bad, Kuschelraum, ergänzten die hellen und großen Gruppenräume. Ein architektonisches Glanzlicht ist sicherlich der Waschbereich, mit einem bunt gekachelten Waschbeckenareal platziert um einen güldenen Froschkönig. Die Küche war hingegen funktional und schlicht. Einhellige Meinung war, die Kosten müssen vorher feststehen, sonst kann das Ganze schnell aus dem Ruder laufen. Es bleibt spannend in Sachen Schule und Kindergarten; wir werden über die CDU-Fraktion die gewonnenen Erkenntnisse zum Wohle unserer Kinder und Bürger an die Gremien, sprich die Verwaltung, Ortsgemeinde und vor allen Dingen die Schul- und Kita-Leitung weiterkommunizieren.
Pressemitteilung CDU
Ortsverband Weiterburg
