Club für Bildung und Freizeit e.V.
Die gusseiserne Gießhalle
Besichtigung des Kulturerbes „Sayner Hütte“
Vallendar. Am Mittwoch, 29. März trafen sich in Bendorf-Sayn etwa 50 Personen des Clubs für Bildung und Freizeit, Vallendar, zur Besichtigung der restaurierten Sayner Hütte auf dem Parkplatz vor der Hütte.
Da sich so viele Teilnehmer angemeldet hatten, stellte die Stadt Bendorf zwei Führerinnen für zwei zu bildende Gruppen zur Verfügung. Zunächst gab uns die Führerin einen zeitlichen Überblick über die Historie der „Sayner Hütte“, die im Jahre 1770 begann.
Bereits um 1818 unter der Leitung von Carl Ludwig Althans begann man mit der Kunstgussproduktion. In den Jahren 1828 - 1830 wurde die neue Gießhalle mit einem neuen Hochofen erbaut, der noch heute teilweise erhalten ist.
Es war der erste Industriehallenbau mit einer tragenden Gusseisenkonstruktion. Als Kunstgusserzeugnis ist noch heute die berühmte „Sayner Mücke“ bekannt, ein besonderes Kleinod der Gießtechnik. Jedoch wurden in Sayn auch Kanonen gegossen und gebohrt, sowie viele andere Eisenerzeugnisse. Das heutige Industriedenkmal war Teil einer Reihe von Bendorfer Hütten und im 19. Jahrhundert neben Berlin und Gleiwitz eines der bedeutendsten Eisengießereien in Preußen. Die gesamte Anlage mit Gießhalle und Hochofen wurde 1926 stillgelegt und gelangte sodann 1927 in den Besitz der Stadt Bendorf.
Nach der theoretischen Einführung betraten wir endlich die alte Gießhalle mit Ihren mächtigen gusseisernen Säulen und Kränen sowie der Gusseisenkonstruktion aus vergangenen Zeiten. Ein imposantes Industriedenkmal aus dem 19. Jahrhundert und eine Besichtigung wert.
Informationsstellen:
Unsere Informationsstellen sind während den Osterferien vom 10. bis 21. April nicht besetzt. Ab Mittwoch, 26. April sind wir wieder für Sie da: Jeden Mittwoch von 9 bis 12 Uhr im Clubheim Höhrer Straße 10 (Ecke Grönerstraße), Tel. (02 61) 67 16 76 und von 17 bis 18 Mallendarer Berg, nur über Handy-Nr. (01 62) 3 96 01 92.
