Allgemeine Berichte | 09.12.2019

Patronatsfest der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar

Ehrendoktorwürde für Heinrich van de Sandt

(v.l.n.r.): P. Alexander Holzbach SAC (Pallottiner), Prof. Dr. Margareta Gruber OSF (Dekanin der Theologischen Fakultät der PTHV), Dr. Rita van de Sandt (Schwester von Dr. h.c. Heinrich van de Sandt), Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski (Rektor der PTHV); vorne: Dr. h.c. Heinrich van de Sandt (neuer Ehrendoktor). Foto: Timo Kessler

Vallendar. Das Patronatsfest der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) fand am Sonntag, 8. Dezember, statt. Nach einem Gottesdienst in der Hochschulkirche startete der Festakt mit einer Ansprache des Rektors der PTHV, Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski. „Ich freue mich, dass wir heute hier im Rahmen des Patronatsfestes Gäste aus Wissenschaft, Gesellschaft, Kirche, Politik und Wirtschaft begrüßen dürfen.“ Er zitierte aus der Begrüßungsansprache von dem Patronatsfest 1986, in der der damalige Rektor, Prof. Dr. Manfred Probst SAC, sagte: Wir wollen eine offene Hochschule sein, die offen ist für die Bedürfnisse der Menschen. Dies gelte auch heute noch, 33 Jahre später, so Prof. Zaborowski.

Zwei Höhepunkte des Patronatsfestes

Im Rahmen des Festaktes wurde der emeritierte Rektor der PTHV, Prof. em. Dr. Manfred Probst SAC, zu seinem 80. Geburtstag beglückwünscht. Dabei wurde ihm gleichermaßen für sein vielfältiges Engagement für die PTHV gedankt: Prof. Probst hatte den Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft inne und setzte sich als ehemaliger Hochschulrektor für das Promotions- und für das Habilitationsrecht an der Theologischen Fakultät der PTHV ein. Im Jahr 1987 gründete er die Stiftung zur Förderung der Theologischen Hochschule und war Postulator und später Vizepostulator im Seligsprechungsprozess von P. Richard Henkes SAC, der am 15. September 2019 in Limburg selig gesprochen wurde. „Ich freue mich, dass ich diesen Prozess intensiv begleiten konnte, denn das Wirken von Pater Henkes hat auch große Bedeutung für unsere Zeit“, sagte Prof. Probst. „Schon als junger Gymnasiast diskutierte er mit anderen die Frage nach der Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Das wurde für ihn zum Fundament für seine spätere Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. P. Henkes hat früh Wahrheit und Propaganda unterschieden. Letztlich ist er für die Wahrheit des christlichen Glaubens im KZ Dachau in den Tod gegangen. Das alles hat er aus einem großen Vertrauen auf den ‚Herrgott‘ gemacht, ein häufiger Satz von ihm lautet: Der Herrgott hat das letzte Wort.“

Im Anschluss wurde Heinrich van de Sandt aus Düsseldorf, Kaufmannssohn und lange als Jurist in einer Bank in Frankfurt tätig, der der PTHV stark ideell und finanziell verbunden ist, die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät verliehen. „Herr van de Sandt unterstützt die PTHV seit vielen Jahren durch die Gründung von zwei Stiftungen: die Annemarie Wambach Stiftung und die größere Carl Wambach Stiftung“, sagte Prof. Dr. Markus Schulze, Lehrstuhl für Dogmatik. „Beide Stiftungen sind primär bestimmt für die Unterstützung der Theologischen Fakultät. Für sein tatkräftiges Engagement und seine aktives Interesse an der PTHV möchten wir ihm sehr herzlich danken und ihm die Ehrendoktorwürde der Fakultät verleihen.“ Frau Dr. Rita van de Sandt, Schwester des neuen Ehrendoktors, bezeugt, dass in ihrer Familie Vinzenz Pallotti einer von vier beliebtesten Heiligen war und die Familie bereits früh Kontakte zu Pallottinern in Kamerun hatte.

Der Festakt schloss mit einem Podiumsgespräch über P. Richard Henkes SAC. Darin stand die Biografie und Bedeutung seines Wirkens für die Gegenwart im Vordergrund. Besonders faszinierte Prof. em. Probst SAC an Richard Henkes die Gottesliebe Henkes, die alles überstrahlte, sowie sein tiefes Bedürfnis, die Wahrheit zu verkünden.

(v.l.n.r.): P. Alexander Holzbach SAC (Pallottiner), Prof. Dr. Margareta Gruber OSF (Dekanin der Theologischen Fakultät der PTHV), Dr. Rita van de Sandt (Schwester von Dr. h.c. Heinrich van de Sandt), Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski (Rektor der PTHV); vorne: Dr. h.c. Heinrich van de Sandt (neuer Ehrendoktor). Foto: Timo Kessler

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