Triathlon Team Vallendar
Ein Stück Hawaii im Allgäu
Der Allgäu-Triathlon verlangte den Startern bei kühlen Temperaturen alles ab
Immenstadt. Wer den Mythos Allgäu-Triathlon beschreiben will, taucht am besten tief in die Materie ein. Und zwar in die Ursprungsmaterie dieses legendären Wettbewerbes: das Wasser des Alpsees bei Immenstadt. Mit 16 Grad war es zuletzt ziemlich frisch. Doch wer im größten Natursee des Allgäus krault und zwischen zwei Zügen den herrlichen Blick auf Wälder, Berge und Wiesen genießt, der kann sich gut vorstellen, warum die Idee ausgerechnet hier entstand. 1983 fand am Alpsee der erste offizielle Triathlon statt, der zu den härtesten Veranstaltungen in ganz Deutschland gehört. Bei der runderneuerten 32. Auflage waren 1.000 Teilnehmer bei den beiden Einzelrennen sowie bei den Staffeln unterwegs. Der Kult am Alpsee lebt - das findet der wohl prominenteste Starter. Der frühere Hawaii Sieger Faris Al Sultan aus München tritt zum zweiten Mal nach 2002 in Immenstadt an und ist der Favorit der Halbironmandistanz.
Waren es letztes Jahr noch 38 Grad, so sind es diesmal am Start nur acht Grad gewesen und es regnete in Strömen. Da kam so mancher Athlet ins Grübeln, sich der Herausforderung zu stellen. 1,5 km schwimmen, 47 km Rad fahren mit bis zu 17 Prozent Steigung und über 800 Höhenmeter verlangten bei diesem Wetter alles von den Athleten ab. Während der langen Abfahrten hatten alle Teilnehmer mit kältebedingtem Taubheitsgefühl an Händen und Füßen sowie starker Auskühlung des Oberkörpers zu kämpfen.
Der letzte Teil des Wettkampfes, die 10 km laufen konnten dann bei Sonnenschein und 13 Grad in Angriff genommen werden. Eike Becher schaffte die Distanz in 3:02:04 Stunden gefolgt von den Brüdern Rainer (3:02:47 Stunden) und Andreas Bomm in 3:04:46. Stunden. Unter diesen Bedingungen waren die Triathleten froh, das Ziel erreicht zu haben, mussten doch zahlreiche Teilnehmer aufgrund der Kälte das Rennen abbrechen.
