Führung in der Niederwerther Kirche St. Georg
Ein interessanter Einblick in die Geschichte
Niederwerth. Kürzlich führte auf Einladung des CDU-Stadtverbands Vallendar Pater Rüdiger Kiefer SAC die interessierten Teilnehmer durch die historische Niederwerther Kirche St. Georg.
Pater Kiefer gab dabei einen sehr informativen Einblick in die abwechslungsreiche Geschichte der im 15. Jahrhundert errichteten Kirche, die 1472 geweiht wurde. Schon 1275 wurde erstmalig in einer Urkunde eine Klause erwähnt, die dem heiligen Georg geweiht war. In den folgenden Jahrhunderten wurden mehrfach Klosterbauten errichtet, wovon heute nur noch wenige, aus dem 17. Jahrhundert stammenden Überreste neben der Kirche Zeugnis ablegen.
Nach der Besetzung durch französische Revolutionstruppen und der daraus folgenden Säkularisierung übergab man ihm Jahr 1811 die ehemalige Klosterkirche der Gemeinde Niederwerth als Schenkung. Heute gehört St. Georg zur Pfarrgemeinschaft Vallendar-Urbar.
Während der Restaurierung der Kirche legte man 1972 Wand und Gewölbemalereien frei, die im gleichen Jahr entdeckt worden waren. Neben diesen prachtvollen Kunstwerken beeindruckt vor allem der große Hochaltar mit den Holzreliefs, die Szenen aus dem Leben Jesu zeigen. Eine besondere Reliquie befindet sich hinter dem Altar in einer Wandnische: eine Schlafmütze des heiligen Bernhard von Clairvaux, der sie einst als Geschenk zurückgelassen haben soll.
Eine ganz besondere Bedeutung hat für viele die hinten links stehende Madonnenfigur „Unsere liebe Frau vom Werth“. Diese Maria verbirgt allerdings auch ein kleines Geheimnis, an das sich mancher Teilnehmer der Führung mit einem Schmunzeln erinnern konnte: Sie bietet in ihrem Inneren für nicht allzu große Kinder ein kleines Versteck.
Schauen Sie sich doch bei einem Besuch von St. Georg diese Maria etwas genauer an.
