Allgemeine Berichte | 16.12.2016

Jahresrückblick des Katholischen Kindergartens St. Peter und Paul Urbar

„Eine Sternstunde war, als ich in den Kindergarten kam“

privat

Urbar. In diesem Jahr begleitet uns der „kleine große Stern“ durch die Adventszeit. Mit ihm und durch ihn erleben und erfahren die Kinder ganz viel von der Bedeutung des Adventskranzes, vom Wünschen und Warten, vom Teilen und Schenken, vom Staunen, von Licht und Dunkelheit, von Düften Melodien Liedern und allerlei mehr. In dieser Zeit werden nicht nur den Kindern vergangene und momentane Sternstunden bewusst. Auch wir Erzieherinnen denken am Ende des Jahres und im Miterleben der freudigen Erwartung auf die Geburt Jesu über die Sternstunden unserer Arbeit nach. Wir möchten Sie hieran ein stückweit teilhaben lassen und mit Worten und Bildern die Sternstunden 2016 noch einmal in Erinnerung rufen: Im Januar waren die Kinder, die im Sommer 2016 eingeschult wurden, als Sternsinger unterwegs und überreichten den Segen für die Häuser der Gartenstraße und sammelten Geld für notleidende Kinder.

Anfang Februar ging es lustig und bunt zu, denn gleich in der ersten Woche des Monats war das Karnevalsfest. Das Thema in diesem Jahr hieß „Eiskönigin“ und entsprechend waren Dekoration und zum Teil auch Verkleidung – es wurde gesungen, gespielt, „Eisspiele“ angeboten und wer wollte, konnte mit den Prinzessinnen Elsa und Anna fotografiert werden. Im Aschermittwochgottesdienst wurde den Kindern vermittelt, dass die Zeit des lauten Feierns nun vorbei ist und die Vorbereitung auf Ostern beginnt. Mit den Kindern wurde überlegt, auf was man im Miteinander im Kindergarten achten kann, damit jedes Kind sich wohlfühlen kann, niemand alleine bleibt, es fair zugeht und eine Gemeinschaft entsteht. Im März wurde neben dem Entdecken der Veränderung der Natur auch auf das Osterfest vorbereitet. Bräuche wurden erlebt, Palmkränze gebunden, Blumen gepflanzt, Frühlingslieder gesungen und am Gründonnerstag erfreuten sich alle Kinder am gemeinsamen Abendmahl-Osterwortgottesdienst und natürlich am Eiersuchen.

Im April unterstützten wir wieder den „Dreck-weg-Tag“ und nahmen mit den Kindern so aktiv an einem Umweltschutz-Projekt teil. Der April stand, genau wie der Mai, unter dem Motto „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Das Astrid-Lindgren-Projekt mit dem Kindergarten der Ortsgemeinde und der Grundschule vereinte die drei Institutionen ein Stück weit, aber noch viel mehr zählte die Auseinandersetzung mit der besonderen Autorin, die uns so viele wunderschöne Bücher und Geschichten geschenkt hat. Die Ideen rund um ihre Bücher waren zeitlich gar nicht alle umzusetzen. Daher werden wir nur einige Aktivitäten benennen: Steckenpferd Kleiner Onkel werken, Gemeinschaftscollage Villa Kunterbunt, schwedische Rezepte ausprobieren, Lieder singen, Tanzen, Geschichten hören und verklanglichen bis hin zum Astrid-Lindgren-Fest im und um das Bürgerhaus. Ebenfalls im Mai fand zum Pfingstfest in der Stommelstiftung ein ökumenischer Gottesdienst statt, bei dem den Kindern in anschaulicher Weise der Hl. Geist erklärt wurde und sie selbst mit Musik, Gesang und Tücher-Winken die Feier bunter und lebendiger machten. Bevor es zu dem Astrid-Lindgren- Fest im Juli kam, erlebten die Kinder und wir noch eine wunderschöne Vater-Kind-Aktion mit Schifffahrt und Wanderung zur Marksburg und - nicht zu vergessen - im Juni feierten wir den 50. Geburtstag unseres Kindergartens (worüber wir schon ausführlich berichtet haben). Im Juni und Juli blieben wir unserer Tradition der Waldwochen treu und die teilnehmenden Kinder konnten wieder schöne Erfahrungen in der Natur machen. Das Wetter spielte nicht ganz so mit und so musste das ein oder andere Mal der Sportplatz oder der Spielplatz an der Festung als Ziel gewählt werden.

Auch eine Tradition, die uns Erzieherinnen immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge erleben, ist die Übernachtung der Schukis mit morgendlichen Frühstück und „Rauswurf“. Abschied nehmen fällt nicht leicht. Die Kinder sind einem im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen und dann muss man sie in die nächste Institution Grundschule entlassen. Das Abschiedsgeschenk war in diesem Jahr eine wunderschöne Bank mit den Namen der Schukis eingebrannt. Durch die dazu vorgelesene Geschichte ein ganz besonderes Geschenk und ein Zeichen dafür, dass die Eltern unseren Kindergarten und unsere Arbeit wertschätzen.

Im Sommer sind wir immer froh und dankbar, dass wir über ein so großes schattiges Außengelände verfügen. Auch wenn die Kirche uns keinen Schatten mehr spenden kann, konnten wir die meiste Zeit auf dem Spielplatz bleiben und dort für Erfrischung sorgen durch die Wasserbahn oder sonstige schattige Plätzchen. Dass das Außengelände vergrößert werden konnte, verdanken wir einigen Vätern (sogar welchen, deren Kinder dann eingeschult wurden), die mit viel Einsatzkraft für die Versetzung des Zaunes sorgten und zirka 40 qm Sand mit Schaufel und Schubkarre als Fallschutz verteilten.

Die Polizeipuppenbühne besuchte uns im August mit ihrem Theaterbus und klärten Eltern und Kinder über Gefahren auf und streben einen angstfreien positiven Kontakt zu den Kindern an. Sätze von Erwachsenen „Dann verhaftet dich die Polizei“ oder „Dann kommst du ins Gefängnis“ sind da nicht gerade hilfreich.

Im September hatten wir eine „Braut, die sich traut“. Eine Kollegin feierte Hochzeit und nach der kirchlichen Trauung standen wir mit Kindern vor der Kirche, um dem Paar unsere Wünsche mit einem Lied vorzutragen. Außerdem feierten wir im September den Weltkindertag als „Wünschetag“ der Kinder. Schminken, Spiele, ungesundes Essen etc. wurden geboten und die Rechte der Kinder auch noch einmal kurz erklärt. Ebenfalls im September machten wir uns mit den Kindern Gottes Schöpfung ganz bewusst. Wir probierten, erkundeten und fühlten, womit die Erde uns so reich beschenkt hat: Obst, Gemüse, Blumen, Gräser. Uns wurde auch bewusst, dass wir nicht nur dankbar sein dürfen für die Dinge, die in der Natur wachsen, sondern auch für unsere Fähigkeiten und Talente. Ganz motiviert waren die Kinder beim Vorhaben, das uns Anvertraute zu beschützen und wachsen zu lassen. All die Erfahrungen, Gedanken, Gebete und Bitten flossen mit ein in den Erntedank-Gottesdienst, den wir mit den Kindern im Oktober feierten.

Der Oktober war die Zeit der „Ein-Wochen-Praktikanten“. Viele junge Menschen wollten in den Beruf „ErzieherIn“ reinschnuppern. Aber auch das Laternenbasteln stand an. In diesem Jahr konnten die Kinder aus allen Variationen wählen und der Flur verwandelte sich bald herrlich bunt mit allen möglichen Figuren aus Luftballontechnik, mit Käseschachteln, mit Plastikflaschen etc..

Im November sah der Flur dann wieder leer aus, weil dann alle Kinder ihre Laterne für den Umzug benötigten. Leider spielte in diesem Jahr das Wetter nicht so mit. Dafür aber einige Musiker und Musikerinnen aus Vallendar von den Tröteköpp.

Und jetzt ist der Dezember da mit dem schönen Thema „Sterne“. Hier wird gebastelt, ein Weihnachtszimmer steht den Kindern zur Verfügung, Plätzchen werden gebacken, alte, kranke und einsame Leute besucht und beschenkt - und, wie anfangs erwähnt, an besondere Sternstunden gedacht.

Alles Erwähnte sind die „großen Sachen“, die einem im Kalender noch einmal so ins Auge fallen. Aber ist gibt noch viele Sternstunden, die der Kindergartenalltag uns immer wieder bringt: ein Kinderlachen, fröhliches Spiel, Unbeschwertheit der Kinder, schnelles Verzeihen unter den Kindern, die andere Sicht von Gerechtigkeit der Kinder, Dankesworte von Eltern, die Unterstützung von Eltern, das Miteinander im Team, Unterstützung von ehemaligen Eltern, Frau Merkert-Fendel, Herr Becker, die Stommelstiftung, ,Frau Küsel-Ferber, dem Vereinsring, dem Bauhof Urbar, der Freiwilligen Feuerwehr Urbar, dem Turnverein, dem Fußballclub …

Zum Schluss möchte ich noch von einem Kind erzählen, dass uns mit seiner Aussage ein besonderes Kompliment machte. Auf die Frage, an welche Sternstunde es sich erinnert, sagte es nach längerer Überlegung: Eine Sternstunde war, als ich in den Kindergarten kam.

Wir wünschen allen Lesern und Leserinnen eine gute Zeit, eine besinnliche Zeit, eine Zeit um Stern zu sein, eine Zeit, um Sternstunden zu erfahren.

Ihr Kita-Team

St. Peter und Paul, Urbar

„Eine Sternstunde war, als ich in den Kindergarten kam“

„Eine Sternstunde war, als ich in den Kindergarten kam“

„Eine Sternstunde war, als ich in den Kindergarten kam“

Fotos: privat

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