Balalaikaensemble Peresvon im Urbarer Bürgerhaus
Eine musikalische Reise nach Russland
Urbar. Die Stommel-Stiftung und der Förderverein der Stommel-Stiftung hatten letzten Samstag das Peresvon Balalaikaensemble ins Bürgerhaus eingeladen. Kein anderes Instrument wird so wie die Balalaika mit Russland in Verbindung gebracht. Die sechs Musiker - vier junge Damen und zwei junge Herren und eine Sängerin - zauberten innerhalb kürzester Zeit nicht nur eine musikalische Reise nach Russland in den Saal, sondern einen emotionalen Ausflug in die Literatur, in die russische Seele, mit all der großen Sehnsucht, der Schwermut, der Leidenschaft, der unerreichten Liebe, aber auch der ausgelassenen Fröhlichkeit und Unbekümmertheit - genau so, stellt man sich Russland vor - wirklich schön gemacht.
Durch das Programm führte Eva Kaznelson. Sie wählte die Form einer Reiserzählung durch das Land, wobei einem das eine oder andere Typische begegnete - eine Hochzeit, eine Romanze, ein Besuch in Moskau und St. Petersburg, eine Jagd und natürlich die russische Lebensader: die Wolga. Alles musikalisch hübsch verpackt - mal als Polka, mal als Walzer, mal eine Ballade oder einen Tango oder mit gesungenen Worten von Adelya Shreder.
Die Balalaika hat nur drei Saiten, somit einen sehr schmalen Hals. Dadurch kann die tiefste obere Saite auch mit dem Daumen gegriffen werden. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen, von der Pikkolobalalaika bis hin zum Kontrabass. Die Musikerinnen und Musiker brachten außerdem Dombras mit. Das ist ein weiteres russisches Lauteninstrument mit einem bauchigen Korpus und auch nur drei Saiten. Unterstützt wurden die Balalaikaklänge von einem Knopf-Akkordeon, das ist ein ganz besonderes und selten gehörtes Instrument, und nur ein Meister seines Fachs kann das spielen.
In der Pause konnte man die russische Küche schmecken. Gudrun Daublende, Vorsitzende des Fördervereins: „Wir wollen unseren Besuchern immer etwas Besonderes bieten.“ So gab es Blinis, ein Abendessen aus dem Land von Wolga und Tolstoi - gefüllte leckere Pfannkuchen.
Polka, Walzer, Balladen, Tangos oder gesungene Worte - viele Musikrichtungen waren zu hören.
Ein begeistertes Publikum.
In der Pause konnte man die russische Küche schmecken.
