DLRG Ortsgruppe Vallendar e.V.
Einsatzspektrum erweitert und für den Ernstfall geprobt
Übernahme eines neuen Einsatzfahrzeuges soll Mobilität der Ortsgruppe erhöhen
Vallendar. Die DLRG Vallendar führte kürzlich ihre zweite Swim-and-Run-Veranstaltung durch. Neben dem sportlichen Aspekt des Schwimmens präsentierte sie dem Publikum allerdings auch ihre klassischen Aufgaben und demonstrierte Verfahren im Rettungsschwimmen und der Ersten Hilfe. Unterstützt wurde sie hierbei von der DLRG Andernach mit deren Einsatztauchern. Während schon seit Langem sowohl die rettungsschwimmerische Unterstützung im Freibad als auch die jährliche Teilnahme am Zentralen Wasserrettungsdienst an der Ostseeküste zu den Aufgaben der Ortsgruppe gehören, wurde nun der Schritt in ein erweitertes Einsatzspektrum vollzogen. Denn ein besonderes Highlight an diesem Tage war die Übernahme eines neuen Einsatzfahrzeuges. Von der DLRG Andernach konnte günstig deren Astra Kombi mit Blaulicht und DLRG-Funk übernommen werden, um so die Mobilität und Einsatzbereitschaft der eigenen Ortsgruppe zu erhöhen. Und diese erhöhte Bereitschaft sollte auch nicht lange auf sich warten lassen, abgefordert zu werden: Im Rahmen einer großen Übung des DLRG-Bezirkes Rhein-Mosel nahmen die Vorsitzende Andrea Bomm und der technische Leiter Udo Jans als Sanitäter teil. Zusammen mit drei Kameradinnen aus anderen Ortsgruppen oblag Ihnen dabei die besondere Aufgabe der sogenannten „First Responder“, das heißt, der Sanitätseinheit, die nach einer Alarmierung als Erste am Unfallort ankommen und nicht nur die Erstversorgung übernehmen, sondern vor allem auch weitere Einsatzkräfte und Material anfordern müssen. Zu diesen Kräften gehörten an diesem Tag zwei Strömungsretter- und drei Bootstrupps sowie der bei der DLRG Andernach stationierte Gerätewagen-Sanität des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, der die medizinische Task-Force mit Notarzt und Rettungssanitätern bildete und einen Behandlungsplatz für bis zu fünf Schwerverletzte und mehrere Leichtverletzte aufbaute. Bei bestem Sommerwetter wurde mit insgesamt acht Fahrzeugen und zwei Anhängern, drei Motorrettungsbooten und über 50 Rettungsschwimmern bestehend aus Bootsführern, Strömungsrettern, Sanitätern und Funkern, sowohl am Rheinhafen als auch in den Rheinpromenaden in Andernach für den Ernstfall geübt. In dem selbst für erfahrene Rettungskräfte anspruchsvollen Szenario mussten mehrere verletzte Personen, die zum Teil schrien oder bewusstlos waren, Personen, die im Wasser um Hilfe riefen und Personen, die absturzgefährdet in einem Schräghang lagen, versorgt werden. Jeder „Mime“ hatte dabei spezielle Verletzungen, welche täuschend echt geschminkt wurden oder Gebrechen, die jedem Retter den Angstschweiß auf die Stirn treiben konnten. Auch dies eine Spezialität der DRLG: Realistische Unfall- und Notfalldarstellung, kurz RUND, um Übungen so realitätsnah wie möglich zu gestalten. Um 18 Uhr endete die Übung für alle Beteiligten mit einer kurzen Besprechung und der Heimfahrt in ihre angestammten Ortsgruppen. Als Ergebnis konnte ein zufriedenes Beobachterteam ihren Einsatzkräften mitteilen, dass diese Übung eindrucksvoll gezeigt hat, dass die Koordination im DLRG Bezirk Rhein-Mosel gut funktioniert und man auf einem guten Weg ist, auch überregional als Einheit Hilfe in Notfällen leisten zu können. Die einzelnen Fachgruppen haben vorbildliche Arbeit geleistet und damit einen positiven Eindruck hinterlassen. Dieses Fazit bedeutet für die DLRG Vallendar, dass sie auf dem richtigen Weg in ihrer Entwicklung ist und auch als „kleine“ Ortsgruppe in der Lage, einen wertvollen Beitrag im Einsatz zu leisten.
Und das ehrenamtlich, ohne finanziellen Ausgleich oder Entlohnung. Hierzu erklärte der stellvertretende Leiter Einsatz des Bezirkes, Michael Seimetz: „Unser Lohn ist die Anerkennung der Menschen in unserer Gesellschaft für das, was wir für ihr Leben tun.“ Hilfsorganisationen wie die DLRG finanzieren sich neben Mitgliedsbeiträgen hauptsächlich aus Spenden und ehrenamtlichen Leistungen.
Strömungsretter versorgen einen ins Wasser gestürzten Patienten.
