Freundschaftskreis Vallendar/Cercy-La-Tour
Exkursion nach Savoyen
Vallendar. Die 40. Exkursion des Freundschaftskreises Vallendar/Cercy-la-Tour, stets unter Leitung seines Präsidenten Wolfgang Helbach, führte ins französische Savoyen. Standort für eine Woche dieser Reise war Annecy.
Annecy am gleichnamigen See ist eine der schönsten Städte Frankreichs. Die historische Altstadt mit engen Gassen hat ihren mittelalterlichen Charakter bewahrt. Dank der reizvollen Lage am See und mit Hochgebirgskulisse wurde es zu einem der beliebtesten Ferienorte der Region. Die schönen Orte und zahlreiche Burgen vor dem Hintergrund der Alpen begünstigen einen ganzjährigen Tourismus rund um den See. Während zwei Tagen stand Annecy und sein See auf dem Besichtigungsprogramm. Dann folgten Fahrten ins Umland.
Nicht weit von Annecy liegt ein weiterer See, der Lac du Bourget. Auf der Tagesfahrt dort hin machte die Reisegruppe Halt in Alby-sur-Chéran. Das kleine mittelalterliche Dorf war einst das Zentrum des savoyischen Schuhhandwerks. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wirkten hier etwa 200 Schuster. Erst die Industrialisierung der Lederindustrie beendete dort dieses Handwerk.
Am Lac du Bourget liegt das Thermalbad Aix-les-Bains, in der Belle Epoque beliebter Kurort der gekrönten Häupter Europas. Aix hat den größten Süßwasserhafen Frankreichs. Von hier starten die Ausflugsboote zur „Königlichen Abtei Hautecombe“, Grabstätte des Hauses Savoyen. Rund 300.000 Touristen besuchen alljährlich diese ehemalige Benediktinerabtei.
In eine modere Welt begab sich die Reisegruppe am fünften Tag der Reise. Eine ausführliche Führung durch das Herz von CERN, einem Labor für die ganze Welt, stand auf dem Programm. Mehr als 10.000 Wissenschaftler aus rund 100 Ländern suchen nach Antworten auf grundlegende Fragen des Universums: „Woraus besteht es? Wie hat es sich entwickelt?“ Danach ging es wieder in die Vergangenheit. Das kleine Dorf Yvoire am Lac Léman (Genfer See) aus dem 13. Jahrhundert gehört zur Gruppe der „Les plus Beaux Villages de France“, den schönsten Dörfern Frankreichs.
Weltbekannt ist Albertville spätestens seit den olympischen Winterspielen von 1992. Ursprünglich war dies nur ein Vorort von Conflans. Dieser liegt auf einem Hügel über dem heutigen Zentrum. Es ist ein typischer mittelalterlicher Stadtteil mit zahlreichen Zunftschildern.
Die letzte Etappe der Rundfahrten in Savoyen war Chambéry. Herrschaftliche Bauten ehemaliger Edelleute in der „Alpenstadt des Jahres 2006“ wurden geschmackvoll restauriert. Ein Brunnen in der Altstadt erinnert an den Wohltäter der Stadt, an Benoit de Boigne. (1751-1830). Dieser war Söldner in je einem französischen, griechischen, ägyptischen und indischen Regiment. Als General kehrte er wohlhabend in seine Heimatstadt zurück. Die „Fontaines des Èléphants wurde zur Erinnerung an Boigne 1838 errichtet.
Beim Abschlussabend bedankte sich Vizepräsident Erwin Wallrath namens der Reisegruppe beim Reiseleiter. Er überreichte dem leidenschaftlichen Skatspieler ein Kartenspiel, bei dem die Karten Könige, Damen und Bauern jeweils die Gesichtszüge von Personen aus dem Freundschaftskreis zeigen. Kaum beendet, beginnen nun schon die Vorbereitungen der Herbstexkursion 2015 mit dem Ziel „Flandre, Artois, Picardie“.
Annecy. Fotos: privat
Reisegruppe in Cern.
Abtei Hautecombe.
Elefantenbrunnen.
