Allgemeine Berichte | 14.07.2015

Katholische Pfarreiengemeinschaft Vallendar-Urbar

Firmspendung in Vallendar mit Weihbischof Peters

Firmspendung in Vallendar mit Weihbischof Peters

Vallendar. Einen besonderen Festtag konnten 33 Jugendliche aus der Pfarreiengemeinschaft Vallendar am Sonntag, 21. Juni 2015 begehen: Sie empfingen in der Pfarrkirche Vallendar das Sakrament der Firmung, das in diesem Jahr von Weihbischof Jörg Michael Peters aus Trier gespendet wurde.

Der Firmgottesdienst stellte den Höhepunkt der Firmvorbereitung dar, das in diesem Jahr in der Verantwortung des pastoralen Mitarbeiters fr. Dr. Robert Biersack SAC stand. In den rund viereinhalb Monaten dieser Vorbereitungszeit wurden in fünf großen Treffen zentrale Themen des christlichen Glaubens wie Gott, Jesus Christus, der Heilige Geist, Firmung und Kirche erarbeitet. Darüber hinaus konnten sich die 13 Mädchen und 20 Jungen in sechs kleinen Firmgruppen über sie besonders interessierende und berührende Fragen rund um Glaube, Kirche und Religion austauschen. Diverse Projekte wie etwa Besuche von Kirchen, einer Moschee, einer Synagoge und das Ausrichten eines Stehkaffee in der Pfarrkirche gehörten ebenfalls dazu. Auch eher soziale und diakonische Aktionen wie die Mithilfe bei der Bolivienkleidersammlung und eine Begegnung mit Obdachlosen und Bedürftigen in Koblenz fehlten nicht.

Am Beginn des Festtages selbst stand zunächst eine rund halbstündige Begegnung der Firmlinge mit dem Weihbischof im Seniorenheim St. Josef. Sie diente dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Lebendigwerdenlassen der Erfahrungen während der Firmvorbereitung. Der Firmgottesdienst, der unter anderem von Firmbewerbern und den Firmbegleitern selbst intensiv vorbereitet worden war, war feierlich. Sein Motto hatten die Firmbewerber vorher selbst festgelegt: „#Gott, wir sind deine Follower“. Entsprechend diesem Leitspruch entwarfen sie kurze Botschaften über Gott und ihr Verhältnis zu ihm in Twitterform wie etwa: Firmung 2015@Fimbewerber: „Gott lässt uns nicht allein“, oder „Gott verbindet mich mit Mitmenschen“; „Mit Gott ist nichts unmöglich“. Diese wurden in vielen Postern an Säulen in der Kirche aufgehängt.

Wir leben in einer Gesellschaft, die sich immer mehr über soziale Netzwerke und die Anzahl an Followern, also digitalen und virtuellen Freunden, definiert. Trotzdem, so bekräftigten die Firmbewerber, spielt Gott in ihrem Leben noch eine wichtige Rolle, und deshalb sagten sie in diesem Gottesdienst ganz bewusst „Ja“ zum Glauben. Weltweit sind Gottes Follower im Glauben verbunden. Selbst wenn sich der Stellenwert von Glaube und Religion im Leben junger Menschen verändert hat, so bekannten sie sich doch als Follower Gottes und erklärten sich gerade dadurch als mit den Menschen weltweit solidarisch und verbunden.

In seiner Predigt ging Weihbischof Peters auf das Motto des Gottesdienstes ein. Er erläuterte unter anderem die Wichtigkeit für die jungen Menschen von heute, ihren Glauben in den neuen sozialen Netzwerken in ihnen angemessener Weise zur Sprache zu bringen.

Er stellte den Firmbewerbern die Verantwortung vor Augen, sich fortan als Christinnen und Christen gerade in einer Welt aktiv einzusetzen, die durch viele Konfliktherde, Hass, Gewalt und Terror zerrissen ist. Auch bezog er das Tagesevangelium von der Stillung des Seesturms durch Jesus mit ein. Einige Texte des Gottesdienstes wurden von den Firmlingen verfasst und von ihnen, teilweise aber auch von Firmbegleitern, Firmpaten und Eltern vorgetragen. Auch in musikalischer Hinsicht wurde einiges dargeboten: Organist Johann Schmelzer, eine zumeist aus Eltern von Firmbewerbern zusammengesetzte Schola, die Violinistin Frau Henrich-Schönhofen sowie die Band „Die roten Hosen“ trugen wesentlich zur Schönheit und Sinnenfreude dieses unvergesslichen Gottesdienstes bei. Bei der Auswahl der Lieder kamen sowohl neueres geistliches Liedgut als auch traditionelle Weisen zum Tragen.

Während des Gottesdienstes wurde zudem der Chorraum gekonnt und eindrucksvoll mit verschiedenen Farben illuminiert. Dabei steigerte sich der Grad der Beleuchtung langsam und erreichte etwa bei der Firmspendung die größte Intensität. In einem Meditationstext, vorgetragen durch zwei Neugefirmte, erneuerten die Jugendlichen ihren Vorsatz, die Botschaft von Gottes unverlierbarer Liebe zu allen Geschöpfen weiterzusagen und in ihrem Leben kreativ da umzusetzen, wohin Gott sie stellt. Dazu erbaten sie die dazu nötige Kraft des Heiligen Geistes. Am Ende standen Grußworte des Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Vallendar, Martin Ginap, stellvertretend auch für den Pfarrgemeinderat Urbar, sowie des evangelischen Pastors Gerd Götz. Nach der Heiligen Messe, bei dem man viele glückliche Gesichter sehen konnte, bestand jede Menge Gelegenheit, Erinnerungsfotos zu knipsen, und Möglichkeiten zum Gespräch.

Firmspendung in Vallendar mit Weihbischof Peters
privat

Fotos: privat

Firmspendung in Vallendar mit Weihbischof Peters

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