Allgemeine Berichte | 11.06.2013

Club für Bildung und Freizeit e.V. auf großer Fahrt

Frühlingsausflug des Clubs - Fahrt in’s „Ungewisse“

Teilnehmer der 1. Frühlingsfahrt im Garten der Villa Caracciola, mit Herrn Dr. Wyborny.Privat

Vallendar/Remagen. Der diesjährige Frühlingsausflug des Clubs war wieder so sehr gefragt, dass er angesichts der vielen Anmeldungen zu einem späteren Zeitpunkt ein zweites Mal durchgeführt wurde.

Dieser Zuspruch ist sicher auf angenehme Erinnerungen an frühere Fahrten dieser Art und dem daraus erwachsenen Vertrauen in das vom Club ausgesuchte „Ungewisse“ zurückzuführen.

Nachdem sich der Bus in Bewegung setzte und sich die mit wachsender Spannung paarende Neugier nach dem Ziel des Ausfluges ausbreitete, wurde das Geheimnis zunächst teilweise gelüftet: „Wir fahren nach Remagen; dort erwartet uns etwas, das Sie noch nie gesehen haben, nämlich ein 1.600 m² großer Keller, in den die Bonner Politprominenz mit dem Auto direkt hineinfahren und dort inkognito rauschende Feste feiern konnte; danach besuchen wir die Wallfahrtskirche St. Apollinaris“.

Apollinariskeller

Der Inhaber Dr. Peter Wyborny hat sich zum Ziel gesetzt, besagten Keller in seiner früheren Gestaltung wieder herzurichten. Wir lauschten interessiert seinen Ausführungen zur Geschichte des Kellergewölbes: der von Johann August Otto Caracciola erbaute Keller diente bis 1925 der Lagerung von zeitweise 3.000.000 Liter Wein. Otto Caracciola, der Enkel Johann August Otto Caracciolas und Bruder des Rennfahrers Rudolf Caracciola konnte den Niedergang der Weinhandlung jedoch nicht aufhalten. Zeitweilige Besitzerin war daraufhin die Leimgardt’sche Weinhandlung, die den Keller 1960 an den Bauunternehmer Paul Plückebaum veräußerte.

Im Zeitraum von acht Jahren baute er den Keller zum Hotel Apollinaris aus. Das 1968 eröffnete Kellerlokal musste angeblich wegen fehlender Fluchtwege und zu steiler Treppen schon 1971 wieder geschlossen werden. Wir konnten Zufahrt mit Garderobe, Thekenbereich, Hauptsaal - in dessen hinterer Ecke nur noch der zu Tränen rührende Rest des Flügels zu sehen war, auf dem Hazy Osterwald spielte - ferner Kaminzimmer, Küche und Kegelbahn erleben.

Wallfahrtskirche St. Apollinaris

Vor der Weiterfahrt zur Wallfahrtskirche St. Apollinaris konnten sich die Clubmitglieder dem unwirschen Wetter trotzend in einem Café am Rheinufer bei heißem Kaffee aufwärmen, oder bei der zweiten Fahrt bei strahlendem Sonnenschein ein Eis in den Rheinanlagen genießen. Kurze Zeit später betraten wir die neugotische Wallfahrtskirche, deren Grundsteinlegung am 22. Juli 1839 erfolgte und deren Einweihung am 24. März 1857 stattfand.

Der gesamte Innenraum der Kirche wurde in den Jahren 1843 bis 1853 mit Fresken von „Spätnazarenern“ der Düsseldorfer Malerschule, Ernst Deger, Andreas und Karl Müller sowie Franz Ittenbach, ausgemalt.

Der Neubau bot durch große Wandflächen hierfür ideale Voraussetzungen. Nach einem einheitlichen Programm wurden hier Szenen aus dem Leben Christi und der Mutter Maria sowie des heiligen Apollinaris dargestellt.

Fahrt nach Polch

Nun hieß es die letzte Station des „Ungewissen“ preiszugeben: sie lautete „wir fahr’n nach Polch!“

Die dortige „kleine Bauernschmause“, in der wir uns der bereits während der Busfahrt ausgewählten Speisen erfreuten, stellte einen gelungenen Abschluss des Frühlingsausfluges dar, mit dem der Club wieder einmal überzeugte.

Informationsstellen

Unsere Informationsstellen sind wie folgt besetzt: Jeden Mittwoch von 9 bis 12 Uhr im Clubheim Höhrer Straße 10 (Ecke Grönerstraße), Tel. (0 26 1) 67 16 76 und von 17 bis 18 Uhr in der Kreuzkirche Mallendarer Berg, Pfarrer-Sesterhenn-Straße - Handy (0 16 0) 98 20 62 70.

Die Teilnehmer der 2. Frühlingsfahrt im Hof der „kleinen Bauernschmause“ in Polch.

Die Teilnehmer der 2. Frühlingsfahrt im Hof der „kleinen Bauernschmause“ in Polch.

Denkmal des Rennfahrers Rudolf Caracciola.

Denkmal des Rennfahrers Rudolf Caracciola.

Teilnehmer der 1. Frühlingsfahrt im Garten der Villa Caracciola, mit Herrn Dr. Wyborny.Fotos: Privat

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