Kirchenmusik an St. Marzellinus und Petrus Vallendar
Fünf Chöre und ein Bläserquintett gestalten traditionellen Evensong
Ökumenische Andacht in der Pfarrkirche Vallendar am 2. September
Vallendar. Am Sonntag, 2. September laden die evangelische und katholische Kirchengemeinde Vallendar um 18 Uhr zum mittlerweile achten Ökumenischen Evensong unter der Überschrift „Und führe zusammen, was getrennt ist“ in die Vallendarer Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus ein. Den besonders festlichen Charakter des diesjährigen Evensongs, der auch den Abschluss des Festtages anlässlich des 350-jährigen Bestehens des Kirchenchores Cäcilia Vallendar bildet, unterstreicht in besonderer Weise ein Bläserquintett, das in diesem Jahr die Chöre und die Gemeinde beim Gesang begleiten wird.
Fünf Chöre aus Vallendar und Urbar werden unter der musikalischen Gesamtleitung von Kantor Johann Schmelzer diese Andacht musikalisch gestalten und erneut zeigen, dass gerade die Musik es versteht, zu verbinden und zusammenzuführen, wenn Menschen - Kinder und Erwachsene, Frauen und Männer, evangelische und katholische Christinnen und Christen - in gemeinsamem Musizieren Gott loben, preisen und feiern.
Mitwirken werden der „Gospelchor der Evangelischen Kirchengemeinde Vallendar“ (Leitung: Stefan Fetsch), die „Familian Harmonists“ aus Urbar (Leitung: Kai Schüler) sowie der Kammerchor „Cantate“ aus Vallendar und Troisdorf, der Jugendchor der „Marzellinusspatzen“ aus Vallendar und der „Katholische Kirchenchor Cäcilia 1668 Vallendar“ (jeweils unter der Leitung von Johann Schmelzer).
Der „Evensong“ ist eine ökumenische Form, die aus der anglikanischen Tradition stammt und letztlich eine Abwandlung der katholischen Vesper ist; einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die kirchenmusikalische Gestaltung mit Chorgesang und Orgelspiel. Die liturgische Leitung liegt bei Pfarrer Gerd Götz von der evangelischen Kirchengemeinde Vallendar und Pfarrer Rüdiger Kiefer SAC von der katholischen Pfarreiengemeinschaft Vallendar-Urbar.
Das Programm des Evensongs ist so vielfältig, wie die ausführenden Chöre selbst: So reicht die Bandbreite der dargebotenen Musik von Liedkantaten wie dem Chorsatz des Gemeindeliedes „Nun jauchzt dem Herren alle Welt“ von Johann Schmelzer und „Du lässt den Tag, o Gott, nun enden“ von Clement Cotterill Scholefield, über festliche Motetten wie „Laudate Dominum“ für Chor und Bläser des englischen zeitgenössischen Komponisten Robert Jones, dem „Jubilate Deo“ von Laura Farnell sowie dem „Ubi caritas“ von Audrey Snyder und Neues Geistliches Lied wie „Ins Weite“ von Thomas Quast bis hin zum Chorwerk aus der Romantik mit der „Nunc Dimittis“-Vertonung „Herr, nun läsest Du Deinen Diener in Frieden scheiden“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Traditionell gemeinsam mit allen Chören wird das Magnificat zu Gehör gebracht - in diesem Jahr der „Song of Mary“ von Richard Shephard. Allen dargebotenen musikalischen Formen ist jedoch gemeinsam, dass sie nicht in erster Linie zur Erbauung der Gemeinde oder aus Spaß am gemeinschaftlichen Musizieren dargeboten werden, sondern zur höheren Ehre Gottes.
Diesem Ziel ist auch das kunstvolle Orgelspiel Johann Schmelzers verpflichtet, der das Programm der Andacht mit den Orgelwerken von „Flourish“ von Rosalie Bonighton und dem „Finale“ aus der Sinfonie Nr. 6, Op. 42/2 von Charles Marie Widor in einer eigenen Bearbeitung für Orgel und Bläser kunstvoll abrunden wird.
