CDU-Fraktion Urbar nimmt Stellung
„Geplante Abstufung der K 85 entspricht nicht den Tatsachen“
Urbar. Nach Einschätzung der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz erfüllt der relevante Straßenabschnitt der K 85 (Arenberger Straße) nicht mehr die Voraussetzungen für die Einstufung als Kreisstraße.
Gemäß Landesstraßengesetz (LStrG) dienen Gemeindestraßen nach § 3, Abs. 3a, überwiegend dem örtlichen Verkehr. Dies entspricht im vorliegenden Streckenabschnitt keineswegs den Tatsachen. Mehrere Zählungen ergeben, dass bei einem täglichen Verkehrsaufkommen von ca. 4000 Fahrzeugen mit einem Anteil an Durchgangsverkehr von bis zu 70 Prozent zu rechnen ist. Die überdurchschnittliche Verkehrsbelastung entsteht insbesondere durch den Berufsverkehr der angrenzenden Landkreise EMS, WW, AW, NR und MYK. Besonders hoch ist der Anteil aus der Stadt Koblenz (Arenberg, Niederberg, Immendorf). Eine weitere Verkehrszunahme ist durch die geplanten Baumaßnahmen der Stadt Koblenz im Bereich der ehemaligen Fritsch-Kaserne zu erwarten.
Die von der Kreisverwaltung vorgeschlagene Reduzierung des Durchgangsverkehrs durch Verlagerung auf die B 42 und die L 127 bringt nach Befragung von Fachleuten nicht den gewünschten Erfolg. Die Umfahrungsstrecke ist etwa doppelt so lang (ca. 6,5 Kilometer statt 3,5 Kilometer) und bedarf aufgrund der vorhandenen Ampelanlagen einer Fahrzeit von zusätzlich 10 bis 15 Minuten.
Dies bedeutet nicht nur eine Mehrbelastung für die Autofahrer, sondern auch für die Umwelt. Der derzeitige schlechte Zustand der Arenberger Straße ist auf das gestiegene Verkehrsaufkommen und den zu schwachen Unterbau der Asphaltdecke zurückzuführen. Außerdem wurden in den letzten Jahren nur die nötigsten Ausbesserungsarbeiten durch den Baulastträger vorgenommen. Es wird darauf hingewiesen, dass der Baulastträger der K 85, in diesem Fall der Kreis MYK, einer Verkehrssicherungspflicht unterliegt. Im Schadensfall könnten bewusst verzögerte Investitionen in die Qualität des betreffenden Streckenabschnitts entsprechende rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Die CDU-Fraktion wünscht einen ortsgerechten Ausbau des gesamten Straßenabschnitts unter Einbeziehung der möglichen Verbesserungen des Verkehrsablaufes. Aufgrund der angespannten Finanzlage der Ortsgemeinde sowie der nur vage zu beziffernden Unterhaltungskosten für die Straße kann die CDU-Fraktion einer Übernahme bzw. einer Abstufung zur Gemeindestraße nicht zustimmen. Pressemitteilung des
CDU-Ortsverbands Urbar
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