Vallendarer Bürger helfen Menschen in Not
Gisela Rademacher Initiative löste eine Welle der Hilfsbereitschaft aus
Vallendar. Im Irak ist Krieg mit all seinen fürchterlichen Folgen. Besonders alte, kranke und behinderte Menschen und die, die durch die Kriegsereignisse verwundet wurden, brauchen Hilfe. Daneben sind Kinder und Jugendliche die Schwächsten in diesem menschenverachteten System.
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) - Deutsche Sektion e.V. mit Sitz in Frankfurt/Main kann und will dem nicht tatenlos zu sehen und organisiert unter anderem Hilfstransporte in die betroffenen Regionen. Das geht nur mit der Unterstützung vieler Personen, Einrichtungen und Institutionen. Die Vallendarerin Gisela Rademacher ließ das Leid der irakischen Menschen keine Ruhe und wollte helfen und folgte einem Aufruf der IGFM.
Dringend brauche man, so der Aufruf, gebrauchsfähige medizinische Hilfsmittel, wie Gehhilfen, Rollstühle, Rollatoren, Orthesen; ebenso Hygieneartikel, Handcremes, Waschpulver, Spielsachen und Schulbedarf. Die pensionierte Lehrerin nutzte ihre Kontakte und eine Welle der Hilfsbereitschaft kam ihr entgegen. Stadtbürgermeister Gerd Jung lag die Aktion ebenso am Herzen und sagte die Unterstützung der Stadt Vallendar zu, ebenso die Vallendarer Senioreneinrichtungen Humboldthöhe, St. Josef und Reginaberg. Doch damit nicht genug - die Marienbrüder und die Wildburg engagierten sich ebenso. In kurzer Zeit schwappte die Welle der Hilfsbereitschaft auf Koblenzer Altenheime über - St. Barbara und Maria vom Siege hatten auch noch medizinische Hilfsmittel übrig. Weitere Unterstützung kam von Firmen, von Zahnärzten und weiteren vielen Einzelpersonen. Die Resonanz auf die Initiative der pensionierten Lehrerin war außerordentlich groß. Alle die guten nützlichen Dinge wurden gesammelt und in privaten Garagen zwischengelagert.
Am letzten Montagmorgen hatte die IGFM ein großes Fahrzeug nach Vallendar geschickt, um die Hilfsmittel abzuholen. Khalil Al-Rasho von der Menschenrechtsgesellschaft staunte, denn mit so vielen Dingen hatte er nicht gerechnet. Der Dreieinhalbtonner hatte nicht genug Platz für die vielen Gehhilfen, Rollstühle, Rollatoren und den vielen anderen Sachen. Nun wird nächste Woche ein zweites Fahrzeug in Vallendar beladen, die Sachen in Frankfurt/Main zwischengelagert um dann, wohl Ende Juli, in einem begleitenden LKW-Konvoi in den Irak gebracht werden. Khalil Al-Rasho von der IGFM versichert, dass die Hilfsgüter an die richtigen Stellen kommen und somit ein Segen für die irakischen Bedürftigen sind. Sehr interessant ist, dass Jesiden und Christen bei diesen Hilfstransporten zusammenarbeiten, somit überwindet die Not mögliche Religionsgrenzen.
Groß und Klein helfen beim Beladen von Hilfsgütern mit medizinischen Hilfsmitteln. Die Gesellschaft für Menschenrechte - Deutsche Sektion e.V. mit Sitz in Frankfurt bringen diese dann mit einem Sammeltransport zu Hilfsbedürftigen in Irak.
