Weitersburger Feuerwehr feiert neunzigsten Geburtstag
Gott zur Ehr´- dem Nächsten zur Wehr
Weitersburg. Am 30. August 1924 trafen sich mutige und engagierte Weitersburger Männer im Gasthaus Braun. Jakob Bach eröffnete die Versammlung um 11.20 Uhr. Interessiert hörte man einen Vortrag über den Zweck und die Notwendigkeit einer Freiwilligen Feuerwehr vor Ort. Nach angeregter Diskussion über das Gehörte, entschlossen sich zweiundvierzig Weitersburger Männer eine Wehr zu gründen. Die Ortschronik führt sie namentlich auf. Somit kann die Weitersburger Wehr in diesem Jahr ihren neunzigsten Geburtstag feiern und auf eine bewegte Zeit unter dem Motto: „Gott zur Ehr´, dem Nächsten zur Wehr“ zurückblicken. Zahlreiche Gratulanten machten ihrer Feuerwehr am Festwochenende ihre Aufwartung. Allen voran Jochen Währ, der Ortsbürgermeister. Selbstverständlich auch der oberste Feuerwehrchef der Verbandsgemeinde, Bürgermeister Fred Pretz, ebenso Vertreter des öffentlichen Lebens und der Ortsvereine. Am Samstagabend war erst mal zünftig feiern angesagt. Ein Oktoberfest mit Mordsgaudi stand auf dem Festprogramm. Man sagt, dass die Stimmung so gut war, dass sich, Augen blinzelnd, das Münchner Oktoberfest zukünftig an dem Weitersburger Fest messen lassen muss. Sonntag gingen die Feierlichkeiten mit einem sehr interessanten Familienprogramm weiter. Befreundete Wehren waren mit historischen Feuerwehrfahrzeugen nach Weitersburg gekommen. Unter den blank geputzten roten Autos waren echte Schätzchen zu entdecken. Eine Präsentation informierte über die Geschichte der Weitersburger Feuerwehr, das Gerätehaus mit seiner technischen Ausrüstung war zu besichtigen, es gab Mitmachaktionen für Kinder und Informationsstände. Heute ist der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr der Ortsgemeinde Weitersburg modern ausgerüstet. Zwei umfangreich ausgerüstete Fahrzeuge gehören zum Bestand. Einundzwanzig Männer und eine Frau sind im aktiven Dienst, die Wehrführung hat seit 1995 Oberbrandmeister Peter Berres. Bei der ersten Übung am 12. Oktober 1924 gab es zwar mehr Wehrleute, doch die Ausrüstung sah etwas anders aus. Zur Ausrüstung gehörten damals: Zwei Wasserfässer, vierundzwanzig Eimer, fünf Anstellleitern, drei Dachleitern, sechs Feuerhaken und zwei Rauchmasken. Die Zeiten ändern sich, doch dem Motto, verbunden mit dem ehrenamtlichen Einsatz sind die Feuerwehrleute seit neunzig Jahren treu geblieben. AND
