HV Vallendar - Erste Mannschaft siegt, Zweite verliert knapp
HV Vallendar bewältigt Pflichtaufgabe
Vallendar. Die Handballer des HV Vallendar konnten kürzlich wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg verbuchen. Beim punktlosen Schlusslicht aus Bodenheim gewannen die Löwen mit 29:25. Dabei war der Beginn durchaus zäh, die Gastgeber aus Rheinhessen gingen hoch motiviert in die Begegnung. In den ersten Minuten verlief das Spiel noch auf Augenhöhe und Bodenheim kam vor allem aus dem Rückraum durch Spielmacher Matthias Carl zu Toren. Doch mit zunehmender Spieldauer setzte sich die bessere Spielanlage der Vallendarer durch. Im ersten Durchgang kam man immer wieder zu Treffern durch Gerrit Wamser und den starken Lucas Gerdon. So konnten sich die Gäste weiter absetzen und gingen mit einer 15:12-Führung in die Kabine. Man war sich bereits vor dem Aufeinandertreffen bewusst, dass die beiden Punkte alles andere als sicher waren. Bodenheim wollte vor heimischer Kulisse unbedingt die ersten Zähler der Saison einfahren. Für die junge Vallendarer Truppe galt es also auch im zweiten Abschnitt die Konzentration hochzuhalten. Zu Beginn gelang dies auch erfolgreich, Oliver Lohner schaffte Lücken für seine Nebenmänner und Marco Binnes vollendete sicher vom linken Flügel. Bodenheim blieb jedoch auf Tuchfühlung, traf gut aus dem Rückraum und gestaltete die Partie offen. Zum Ende des Spiels war es aber wieder die bessere Taktik des HVV, welche schlussendlich den Ausschlag für den sicheren 29:25-Erfolg gab. Am kommenden Samstag, 28. Februar steht den Löwen ein weiteres schweres Heimspiel bevor. Zu Gast ist der VTV Mundenheim, welcher bisher eine starke Runde spielte. Die Pfälzer stehen weiterhin auf dem 4. Tabellenplatz und verfügen über einen sehr ausgeglichenen Kader. Doch auch in diesem Spiel ist der HVV nicht chancenlos, die letzten drei Spiele wurden gewonnen und auch das letzte Heimspiel gegen die HSV Merzig/Hilbringen wurde erfolgreich bestritten. Anwurf in der Sporthalle auf dem Mallendarer Berg in Vallendar ist um 18 Uhr. Zudem gibt es Erfreuliches aus dem Vorstand und Marketing des HVV zu vermelden. Für das bald anstehende Derby in eigener Halle gegen den TV 05 Mülheim konnte man einen exklusiven Sponsor gewinnen. Die Firma STEULER, mit Sitz in Höhr-Grenzhausen, wird den HV Vallendar explizit bei diesem traditionsreichen Spiel unterstützen. Beide Seiten freuen sich sehr über dieses Arrangement und blicken voller Vorfreude auf den 13. März, denn da findet das Derby endlich statt.
Es spielten für den HVV: Burgard und S. Stein (beide im Tor), M. Binnes (6), Gerdon (9/2), Wamser (5), Busse (3/1), Lohner (3), Baldus (2), T. Binnes (1), Woods, D. Stein, Dietz, Hertz.
Bittere Niederlage für die Zweite in letzter Sekunde
Kürzlich traf unsere zweite Mannschaft im Konrad-Adenauer-Kessel auf die HSG Römerwall. Das Spiel stand schon vor Beginn unter denkbar schlechten Vorzeichen, da zum einen leider die ansonsten bei Heimspielen gebuchte Vorgruppe „HVV I“ verhindert war und somit die Halle nicht richtig einheizen konnte, zum anderen aber auch weil weiterhin auf den Rückraum-Mitte-Regisseur und Trainersohn Niklas Hoffmann sowie auf Torwart-Größe Patrick „Rasi“ Rascop verzichtet werden musste. Positiv zu erwähnen ist, dass Torwart-Titan Sascha Ley wieder gänzlich von seiner beim vorigen Spiel in der Kabine erlittenen Steißbein-Verletzung genesen ist und im vollen Besitz seiner Kräfte war. Die erste Hälfte begann für den HVV denkbar gut: Sowohl Mike Schäfer mit einem brachialen Gewaltwurf als auch Chris „Jackson“ Jackmuth mit zwei Toren, bedingt durch seine unglaubliche Air-Time, konnten den HVV mit 3:0 Toren in Front bringen. Danach gestalteten sich die ersten 15 Minuten bis zum Stand von 6:4 relativ ausgeglichen. Zu diesem Moment wurde durch Philipp Schwab ein wichtiger 7-Meter vergeben – per Aufsetzer weit über das Tor. Von Experten wurde vermutet, dass dies auf den durch das Schiedsrichtergespann zum Flummi aufgepumpten Ball zurückzuführen war. Zwar konnte Philipp Geilgens den zweiten 7-Meter aufgrund seiner überragenden Technik verwandeln, aber im Anschluss an den ersten vergebenen Strafwurf konnte Römerwall etliche Tore über die Außenpositionen erzielen, sodass die Vallendarer mit einem 10:11-Rückstand in die Pause ging. Der Forderung des Teams, statt Eigenblutdoping auf eine „Stupete“ in der Pause zu setzen, kam Seitenlinienveteran Hoffmann nicht nach. Trotzdem fand er scheinbar wieder einmal die richtigen Worte, sodass die Zwote sich bis Mitte der zweiten Halbzeit sogar zwischenzeitlich einen 3-Tore-Vorsprung erspielen konnte. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Partie immer zerfahrener und körperbetonter, vor allem als Römerwall seine körperlich stärkste Waffe auf das Feld schickte. Hier musste der zwar massive, aber doch nicht übergroße Kevin Klein seine volle Körperkraft beweisen, was letztendlich zu einer 2-Minuten-Strafe führte. Per Seitenliniendiagnose hätte in vielen Situationen allerdings aber auch Stürmerfoul geahndet werden können. Letztendlich führte es wie so oft in den letzten Spielen der Zwoten zu einem ausgeglichenen Spielstand kurz vor Spielschluss. Beim Stand von 19:19 und einer Restspielzeit von 8 Sekunden holte die HSG Römerwall eine Auszeit, um sich auf ihren letzten Schachzug vorzubereiten. Zuvor erhielt der (Dick)Kopf der Mannschaft Chris Jackmuth eine 2-Minuten-Strafe wegen eines nicht eingehaltenen Abstands beim Freiwurf. Auch wenn die Affinität Christopher Jackmuths, engen Körperkontakt zu suchen, bekannt ist, lässt sich hier darüber streiten, ob diese Entscheidung des Schiedsrichtergespanns korrekt war. Infolgedessen gelang es den Römerwällern nach einem stark durchgespielten Spielzug mit dem Schlusspfiff den Siegtreffer durch Raphael Binnes zu markieren, der wohl seinen beiden Brüdern Tim und Marco, die in jüngerer Vergangenheit unserer Ersten mit Last-Minute-Toren zum Sieg verholfen haben, in nichts nachstehen wollte.
Es spielten für den HVV: Sascha Ley, Michael Schreiber (beide im Tor), Martin Linden (1), Benjamin Sondheimer (1), Thilo Scholz (1), Manuel Müller (1), Christopher Jackmuth (5), Mike Schäfer (1), Lucas Siebenkamp, Philipp Geilgens (5/1), Kevin Klein und Philipp Schwab (4/2).
