Arbeiten von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz beauftragt
Hang wird nach Erdrutsch mit Drahtgeflecht gesichert
Vallendar. Nach dem Erdrutsch in Vallendar soll der Hang hinter dem Haus in der Rheinstraße mit einem Drahtgeflecht gesichert werden. Das hat ein Ortstermin der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz mit dem Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) ergeben. Für das Haus besteht keine akute Gefahr. Der Eingangsbereich wird mit einer Bretterwand als temporärem Fangschutz vor eventuell nachrutschendem Geröll gesichert. Die Kreisverwaltung hat die ersten Arbeiten bereits beauftragt. Geschätzte 30 Kubikmeter Erdreich waren in der Nacht zum Mittwoch von dem Hang gegen das Haus in der Rheinstraße gerutscht. Nach den Worten des Experten vom LGB ist der Fels standsicher, die Böschung muss aber vor weiterer Erosion geschützt werden. Er geht davon aus, dass nur geringe Mengen Erdreich nachrutschen könnten, die keine Gefahr darstellen. Die Kreisverwaltung hat sich im ersten Schritt darum gekümmert, dass der Hauseingang gesichert wird. Die Arbeiten werden bereits morgen (Freitag) durchgeführt. Das Haus kann von der Bewohnerin im vorderen, zur Straße liegenden Teil, genutzt werden. Zugleich werden Firmen schnellstmöglich beauftragt, die die Sicherungsarbeiten im Hang kurzfristig angehen können. Bis zum Beginn der Hangarbeiten werden Baukontrolleure regelmäßig schauen, ob sich vor Ort etwas an der Situation verändert. Mittelfristig können dann die abgerutschten Erdmassen abgefahren werden. Über die geschätzten Kosten der jeweiligen Arbeiten können noch keine Angaben gemacht werden.
Rückblick
Am vergangenen Dienstag, 3. März war gegen 23 Uhr an dem am Haus angrenzenden Hang, der überwiegend aus Felsgestein besteht, eine Mutterbodenschicht mit Gestrüpp abgerutscht. Diese Schicht hatte sich offenbar witterungsbedingt gelöst. Die abgerutschte Menge reicht am Haus bis an die Traufe des Daches heran. Die Bewohnerin übernachtete auf Anraten der in der Nacht ge-rufenen Feuerwehr sicherheitshalber bei Verwandten. Beim ersten Ortstermin am gestrigen Mittwoch mit der Bauaufsicht der Kreisverwaltung und einem Statiker wurde festgestellt, dass keine Gefahr für die Standsicherheit des Hauses besteht. Da an dem Hang nach dem Rutsch eine Restmenge Erde verblieben war, übernachtete die Bewohnerin zur Sicherheit auch vergangene Nacht außerhalb des Hauses. Für das oberhalb am Hang liegende Wohn-haus bestand und besteht keine Gefahr, da das Grundstück durch eine massive Stütz-mauer aus Stahlbeton gesichert ist.
Pressemitteilung Kreisverwaltung Mayen-Koblenz
