Begegnung und Selbstfindung im Blickpunkt bei Hans Kock
Hans Kock-Tagung im Forum Vinzenz Pallotti
Vallendar. Hans Kock, Schleswig-Holsteins bedeutendster Bildhauer des 20. Jahrhunderts, stand im Zentrum der Hans Kock-Tagung im Forum Vinzenz Pallotti an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV). Unter den Gästen waren viele Mitglieder des Vereins der Freunde des Bildhauers und Philosophen Hans Kock. Wolfgang von Hennigs, Kirchenoberbaudirektor i. R., eröffnete die Tagung mit seinem Vortrag „Begegnung mit Hans Kock“. Im Vordergrund standen seine langjährige Zusammenarbeit und seine persönliche Freundschaft mit Hans Kock. Darauf folgte ein Vortrag von Antonia Gottwald, Kuratorin des Vereins der Freunde und langjährige Mitarbeiterin Hans Kocks. Sie sprach unter dem Novalis-Zitat „Zur Bildung der Erde sind wir berufen“ über die Stiftungsidee von Hans Kock. Der 1920 in Kiel geborene Bildhauer und Architekt Kock habe mit seiner Kunst eine Antwort auf die Situation des heutigen von der Technik bestimmten Menschen formulieren wollen. Kunst sei für ihn immer eine Stiftung. Für Kock sei der Hintergrund seiner Stiftungsidee allem voran die Symbiose aus Natur und Kunst gewesen, die harmonisch entgegengesetzt seien. Kunst gelte als Schutzfaktor der Natur. Der Künstler sei Mitarbeiter bei der Vervollkommnung der Schöpfung. Darin habe Hans Kock die wahre Aufgabe der Kunst gesehen. „Das Gegenüber von Natur und Kunst hat mit Begegnung zu tun“, sagte Antonia Gottwald. Diese Ideen zeigen sich auch in der konkreten Hans Kock-Stiftung. Diese soll zum einen die Lebens- und Arbeitswelt des Künstlers der Öffentlichkeit zugänglich machen, zum anderen wollte Kock jungen Künstlern die Möglichkeit geben, sich in diesem besonderen Umfeld zu erproben. „Die Stiftung soll im Sinne Hans Kocks eine Begegnungsstätte sein“, sagte Gottwald. „Es soll deutlich werden, dass Kunst allen Menschen gehört.“
Gespräch zwischen Heidegger und Kock
„Das Gespräch zwischen Hans Kock und Martin Heidegger war ein Gespräch zwischen Kunst und Denken“, sagte Dr. Alfred Denker, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Philosophisch-Theologischen Fakultät der PTHV in seinem Vortrag. Der grundlegende Gedanke von Heideggers Besinnung auf die Kunst ist die folgende Einsicht: „Das Wesen der Kunst ist das ins-Werk-setzen der Wahrheit.“ Dieser Satz Heideggers wurde, so Dr. Denker, für das Selbstverständnis von Hans Kock als Künstler entscheidend. Heidegger geht vom Kunstwerk aus und nicht von der ästhetischen Erfahrung. Sein Vorgehen ist phänomenologisch, erklärte Dr. Denker. „Er versucht zu den Sachen selbst, sowie sie sich von sich selbst her zeigen, zu kommen. Die Sache selbst ist das Kunstwerk.“ In der Kunst gehe uns erst eine Welt auf, so Dr. Denker. Heideggers Nachdenken über Kunst eröffnete für Hans Kock einen Verstehenshorizont für sein eigenes Schaffen. In seinem Vortrag „Wer Kunst sagt, spricht vom Menschen“ sprach Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, Lehrstuhl für Geschichte der Philosophie und philosophische Ethik an der PTHV und Organisator der Tagung, über das Menschenbild und den Menschensohn im Werk von Hans Kock. „Worauf es ankommt, ist eine scheue Gelassenheit für das, was sich im Zwiegespräch zwischen Mensch und Kunstwerk ereignet“, sagte Prof. Zaborowski. „Was im Vordergrund steht, ist die Betrachtung des Kunstwerkes.“ Er wies nach, dass Kock über kein Menschenbild verfügte. Vielmehr gelte es für ihn, jeden Menschen als Bild anzuerkennen. Dann gebe es so viele Menschenbilder, wie es Menschen gibt. „Dies hat eine zentrale Bedeutung bei Hans Kock.“ Im Hinblick auf den Begriff des Menschensohnes bei Hans Kock erklärte Prof. Zaborowski: „Der Menschensohn vereint nicht nur die menschliche und geistliche Natur Christi, sondern versöhnt das irdische Leben und das Kommende sowie das Leid und die Auferstehung Christi.“ Kock sei sich dessen bewusst gewesen. Versöhnung sei das Grundanliegen seines Bildens und Denkens gewesen.
Die Veranstaltung endete mit einem Klavierkonzert von Franziska Tischbein. Die junge Pianistin, Stipendiatin der Stiftung DEY, beeindruckte besonders durch ihre ausdrucksstarke Interpretation von Rodion Shchedrin und Robert Schumann.
Pressemitteilung
PTH Vallendar
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