DLRG Ortsgemeinde Vallendar
„Hitzeschlacht am Golf“
Rainer Bomm kämpfte sich beim Langdistanztriathlon in Abu Dhabi auf einen Platz unter den besten 100
Vallendar/Abu Dhabi. Zum vierten Mal fand in Abu Dhabi ein Langdistanztriathlon in der Wüste statt und zum zweiten Mal nach 2010 machte unser Triathlet Rainer Bomm mit. Die Vorbereitungen für dieses Event waren in diesem Jahr nicht so optimal. Fast drei Monate musste auf einer Rolle in der Wohnung das Rad fahren trainiert werden und vereiste und zugeschneite Laufstrecken taten ihr übriges, um bei einem Triathlon in der Wüste an den Start zu gehen. Diesmal war es nicht nur die Hitze, sondern auch der starke Wüstensand, der mit hoher Geschwindigkeit über die Straße fegte. Der Startschuss viel um 7.05 Uhr des 2. März. Drei km ging es durch den Persischen Golf, wo zwei 1,5 km Runden zwischen Skyline und dem ehemals höchsten Fahnenmast der Welt geschwommen werden mussten. 250 Triathleten, darunter 11 Deutsche, ahnten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wie sehr sie das relativ kühle Wasser missen würden. Nach 53 Minuten spürten sie wieder Sand unter den Füßen und konnten die Lagune hinter sich lassen. Vor der Glitzerkulisse Abu Dhabis begannen 200 Radkilometer; Rad fahren zwischen Wüste und Hightech. Nach einer langen Anfahrt geht es gleich dreimal über die Formel 1 Strecke. Der Kurs ist das Highlight des Rennens; Formel 1 Feeling im Triathlon. Doch die Kräfte mussten eingeteilt werden, denn die darauf folgenden 150 km führten, bei fast 40° Grad, über die heiße Wüstenautobahn wo man den drei Elementfn Sonne, Wind und Sand ausgeliefert war. Eine Tortur, bei der auch erfahrene Profis auf dem Seitenstreifen zurück blieben. Sechs Stunden und 39 Minuten dauerte die Fahrt für unseren Sportler durch die Wüste, doch die letzte Prüfung, das Laufen stand noch bevor. Bei sengender Hitze mussten die Athleten 20 km auf der Prachtpromenade, der Corniche, nun Laufen. Es galt noch mal alle Reserven zu mobilisieren, was angesichts der nun schon 7:45 Stunden Renndauer und den außergewöhnlichen Bedingungen nicht mehr so einfach war. Viel Wasser und noch mehr Eiswürfel halfen schließlich, dem kochenden Körper nach genau neun Stunden und 53 Minuten das Ziel zu überqueren. Glücklich über die erfolgreiche Teilnahme und einem Gesamtplatz 98 ging ein mehr als hartes Rennen zu Ende.
Jetzt gilt es für Rainer sich gut zu erholen denn das nächste Rennen, in nur fünf Wochen Abstand, der Ironman in Südafrika, ist schon gebucht.
Die Zielgerade ist in Sichtweite.
