In allen Orten der Verbandsgemeinde fanden wieder traditionelle St. Martinsumzüge statt
„Ich geh‘ mit meiner Laterne...“
Vallendar. In allen Orten der Verbandsgemeinde fanden wieder traditionelle St. Martinsumzüge statt. Darüber hinaus gab es einige Kindergartenumzüge und ein Umzug auf dem Gumschlag. Allen voran der heilige St. Martin hoch zu Ross.
Seit über 1600 Jahren wird Martin von Tours verehrt. Kein anderer Heiliger ist wohl so bekannt wie der Bischof der französischen Stadt - schon zu Lebzeiten war er eine Legende. Zahlreiche Geschichten entstanden im Lauf der Jahrhunderte um den heiligen Mann - die bekannteste ist wohl die der Mantelteilung. So ist St. Martin eine Symbolfigur für das Teilen geworden. Die Legenden berichten von Krankenheilungen und sogar davon, dass er Tote auferweckt haben soll. Hunderte von Kirchen tragen den Namen des früheren Bischofs.
Der Vallendarer Zug wurde von mehreren Musikkapellen begleitet. „Ich geh‘ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir. Dort oben leuchten die Sterne und unten, da leuchten wir…“, sangen Hunderte von Kindern. Ganz traditionell ist der Laternenbau in den Vallendarer Schulen und Kindergärten immer noch aktuell - da sind ganz wunderbare Geschöpfe darunter. Im Klassenverband sehen sie ganz herrlich aus.
Viele wollten dann auf dem Burgplatz im Herzen der Stadt dem heiligen Mann und natürlich seinem Pferdchen ganz nahe sein. Der St. Martin (Andreas Deurer) hatte den Haflingerwallach Sixtus fest im Griff. Doch jeder hatte einen gehörigen Respekt vor dem großen Martinsfeuer. Auch wenn der Vallendarer Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr gut aufpasste, war Vorsicht angesagt. Irene Herrmann, die Vorsitzende des Vallendarer Vereinsrings, verteilte mit Helfern die begehrten Martinswecken. Diese frischen, leckeren Gebäckstücke wurden in traditioneller Handarbeit von Vallendarer Bäckerhand hergestellt und konnten auch dieses Jahr ohne Kosten für die Kinder verteilt werden - immerhin wurden 700 Stück geordert.
