Allgemeine Berichte | 09.09.2014

CDU Gemeindeverband Vallendar

Infoabend mit Dr. Werner Langen MdEP und Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden

Infoabend mit Dr. Werner Langen MdEP und Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden

Vallendar. Auch bei der inzwischen sechsten Veranstaltung von Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden lässt das Interesse nicht nach – ganz im Gegenteil: trotz optimistischer Bestuhlung musste immer wieder nachgelegt werden, um auf dem Wüstenhof Platz für alle Besucher bieten zu können. Gastredner Dr. Werner Langen, Mitglied des Europaparlaments, war direkt aus Brüssel angereist und konnte viele aktuelle Informationen zur Bildung der neuen EU-Kommission geben. Mit Hilfe zahlreicher Beispiele räumte er auch mit 2 Vorurteilen auf: Die oftmals infrage gestellte demokratische Legitimation der EU-Kommission ergebe sich u.a. daraus, dass der Kommissionspräsident auf Vorschlag der stärksten Fraktion gewählt und auch die einzelnen Kommissare in geheimer Abstimmung bestätigt würden. Auch überbordende Bürokratie werde oftmals nicht von der EU initiiert, nachvollziehbar dargestellt an Gurkenkrümmungsverordnung und Glühbirnenverbot. Nach Rückblick auf die Bankenkrise und einem Ausblick auf anstehende Euro-Beitritte zeigte Dr. Werner Langen, dass er auch über die Kommunalpolitik in der Verbandsgemeinde Vallendar bestens informiert ist: Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Michael Fuchs, mit dem er kurz zuvor telefoniert habe, sei er überzeugt, dass Jörg Hilden die Wahl gewinnen könne. Er lobte, dass Jörg Hilden seine Parteizugehörigkeit nicht nur nicht verleugne, sondern offensiv und selbstbewusst betone. Wichtig sei, dass er als künftiger Bürgermeister der Verbandsgemeinde tatsächlich 100% seiner Zeit auf dieses Amt verwende, was angesichts der zahlreichen und zeitintensiven Nebenbeschäftigungen beim Amtsinhaber nur schwerlich vorstellbar sei. Viel Applaus der Anwesenden zeigte, dass es sich gelohnt hatte, dass Dr. Langen die im Europaparlament übliche Redezeit von 2 Minuten außer Acht gelassen hatte.

Schwerpunkte des Programms

Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden stellte anschließend Schwerpunkte seines Programms vor. Er wird die Verwaltung zu einem modernen Dienstleistungszentrum umbauen, das den Servicecharakter in den Mittelpunkt stellen soll: „Wir haben zahlreiche hervorragend ausgebildete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, der Verwaltungsspitze fehlt es aber an Bereitschaft und Drive für Veränderungen. Initiativen der CDU-Fraktion, etwa ein mobiles Rathaus oder kundenfreundlichere Öffnungszeiten scheiterten am fehlenden Willen des Bürgermeisters. Auch bei der interkommunalen Zusammenarbeit reicht der immer wiederkehrende Verweis auf das Erfolgsprojekt Drehleiter nicht aus, hier muss endlich mehr getan werden. Auch für Stadt und Gemeinden muss ein besserer Service geboten werden. Ihnen müssen vor allem mehr eigene Finanzmittel verbleiben, hierfür muss die Verbandsgemeindeumlage gesenkt werden. Dies ist keine einfache Aufgabe, aber mit etwas mehr Biss ist das möglich.“ Insgesamt möchte er eine nachhaltige Haushaltskonsolidierung angehen, bei der er die Beteiligung der Verbandsgemeinde an einem Energieunternehmen negativ sieht: „Die Verbandsgemeinde sollte sich nicht als Unternehmer oder Aktionär betätigen, das Risiko ist hier viel zu groß. Ich hoffe, dass diese Fehlentscheidung bald revidiert wird.“ Passend zum Veranstaltungsort wurden auch Themen des Gumschlags angesprochen, etwa eine zusätzliche Anbindung und eine Reaktivierung des Anruf-Sammeltaxis, das Fahrten in den Vallendarer Ortskern ermöglicht: „Zum Anruf-Sammeltaxi gab es bereits mehrere Vorschläge aus dem Verbandsgemeinderat. Ich werde als Verwaltungschef hier mehr Initiative zeigen und aktiv versuchen, eine Lösung zu finden. Wir sollten dieses wichtige Thema nicht einfach aufgeben.“

Klares Bekenntnis

Ein klares Bekenntnis zur Eigenständigkeit von Stadt und Ortsgemeinden zeigt Unterschiede zur Politik des Amtsinhabers auf: „Ich bin klar gegen die Einheitsgemeinde und werde Entscheidungen von Stadt und Ortsgemeinden stets respektieren. Verschiedene Beispiele zeigen, dass dies aktuell nicht immer der Fall ist. So wurde die Entscheidung über das Mitteilungsblatt auf Verbandsgemeindeebene getroffen, Stadt und Ortsgemeinde sollten diese dann einfach umsetzen. Auch ein Radwegenetz der Verbandsgemeinde mag sinnvoll sein, die Entscheidung hierüber obliegt aber zunächst Stadt und Ortsgemeinden. Denn die Entscheidungen müssen von Unten nach Oben getroffen werden und nicht von Oben nach Unten“ Besonders am Herzen liegen Jörg Hilden die Freiwillige Feuerwehr und die Vereine: „Auch wenn es eine Feuerwehr der Verbandsgemeinde gibt, ist es wichtig, einen eigenen Löschzug in den einzelnen Gemeinden zu erhalten. Mit mir als Bürgermeister wird dies auch in Zukunft so bleiben. Die Arbeit der Feuerwehr ist unbezahlbar, sie verdient daher auch volle Unterstützung, für die ich stehe. Zuletzt hat die Feuerwehr ja bei der Bombenentschärfung in Teamarbeit mit vielen anderen Institutionen bewiesen, zu welchen Leistungen sie fähig ist.

Wer meinen Lebensweg kennt, der weiß, dass ich ein Vereinsmensch bin und dass mir die Unterstützung der Vereinsarbeit als Bürgermeister sehr am Herzen liegen wird. Aber muss diese Unterstützung wirklich ausschließlich in Geld- und Naturalienspenden aus der Verbandsgemeindekasse bestehen? Mir schwebt hier professionelle Unterstützung der Vereine in einem Vereinsnetzwerk vor, das von der Verbandsgemeinde angeboten werden soll. Hiervon können dann alle Vereine nachhaltig profitieren. Denn ohne das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen ist kein Gesellschaftliches Leben möglich.“ Dem Wahltag sieht er sehr optimistisch entgegen: „Natürlich ist es als Herausforderer nicht immer leicht, meine Argumente an die Öffentlichkeit zu bringen, denn ich kann hierfür nicht die amtlichen Bekanntmachungen in den Mitteilungsblättern nutzen. Auch die Terminierung der Einwohnerversammlungen in gleich 3 Ortsgemeinden unmittelbar vor dem Wahltag ist sicher ein Vorteil für den Amtsinhaber. Aber bei meinen zahlreichen Hausbesuchen, die ich in den nächsten Wochen fortsetzen werde, und bei meinen Veranstaltungen bekomme ich sehr viel Zuspruch. Es ist Zeit für frischen Wind an der Verwaltungsspitze!“

Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden im Gespräch mit Dr. Alexander Saftig

Dr. Alexander Saftig und Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden trafen sich auf der Insel Niederwerth um bei einem Spaziergang durch den Ort Themen der Verbandsgemeinde und von der Stadt Vallendar, sowie den Gemeinden Weitersburg, Urbar und Niederwerth zu besprechen. Der Austausch von CDU Kommunalpolitiker ist wichtig und wird auch zwischen Dr. Alexander Saftig (CDU) und Jörg Hilden (CDU) sehr gepflegt.

Julia Klöckner MdL kommt zur Unterstützung des Wahlkampfes von Jörg Hilden am 12.09.2014 in die Verbandsgemeinde Vallendar

Die stv. Bundesvorsitzende und Landesvorsitzende der CDU, Julia Klöckner MdL wird am 12. September zusammen mit dem CDU Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden mit einem Bus durch die Verbandsgemeinde Vallendar fahren. Sie können am 12.09.2014 an folgenden Haltepunkten Julia Klöckner erleben: 15.15 Uhr in Weitersburg im Neubaugebiet am neuen Kindergarten; 15.45 Uhr in Niederwerth Hochstraße / Rheinstraße; 16.15 Uhr in Urbar Bürgerhaus / Katholische Kirche „Neue Urbarer Mitte“; 16.45 Uhr in der Stadthalle Vallendar. Einlass für die Veranstaltung in der Stadthalle Vallendar ist ab 16.30 Uhr. Weitere Termine: Dienstag, 16.09.2014, 19.00 Uhr Dr. Adolf Weiland und Jörg Hilden in der PTHV; Freitag, 26.09.2014, 19.00 Uhr Abschlussveranstaltung in der Stadthalle Vallendar.

Pressemitteilung

CDU Gemeindeverband

Vallendar

Infoabend mit Dr. Werner Langen MdEP und Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden
Infoabend mit Dr. Werner Langen MdEP und Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden

Infoabend mit Dr. Werner Langen MdEP und Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden

Dr. Werner Langen bei seinen Ausführungen. Fotos: privat Dr. Alexander Saftig und Jörg Hilden – Thema: Neue Anbindung Niederwerth und Sanierung Brücke (K82). Dr. Alexander Saftig und Jörg Hilden – Thema: Brückenstraße – Thema: Wiederkehrender Beitrag. Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden während seiner engagierten Rede.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Wir helfen im Trauerfall
Anlagenmechaniker
Mitarbeiter IT-Administrator
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Anzeige KW 15
Empfohlene Artikel
Mit dem Tod des Schauspielers Mario Adorf trauert die Stadt um einen ihrer Ehrenbürger.
363

Mayen. Mit seinem Tod verliert unsere Stadt eine der bedeutendsten Persönlichkeiten, die Mayen hervorgebracht hat. Mario Adorf, geboren 1930 in Zürich und aufgewachsen in Mayen, hat von hier aus seinen Weg in eine außergewöhnliche internationale Karriere als Schauspieler gefunden. Trotz seines weltweiten Erfolges ist er seiner Heimatstadt stets eng verbunden geblieben.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
58

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
14

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2025
Dienstleistungen
Alles rund ums Haus
Stellenanzeige
Ostergrußanzeige
125-jähriges Jubiläum der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr und offizielle Wiedereröffnung am 12.04.26
Wohnträume
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, Wohnen
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten- Modernisieren
Wohnträume - Wohnen und Garten im Blick
Sachbearbeiter (m/w/d)
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Leiter/in (w/m/d)
Anzeige Lagerverkauf
Sonderseite Geschäftsführungswechsel