CDU Gemeindeverband Vallendar
Infoabend mit Dr. Werner Langen MdEP und Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden
Vallendar. Auch bei der inzwischen sechsten Veranstaltung von Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden lässt das Interesse nicht nach – ganz im Gegenteil: trotz optimistischer Bestuhlung musste immer wieder nachgelegt werden, um auf dem Wüstenhof Platz für alle Besucher bieten zu können. Gastredner Dr. Werner Langen, Mitglied des Europaparlaments, war direkt aus Brüssel angereist und konnte viele aktuelle Informationen zur Bildung der neuen EU-Kommission geben. Mit Hilfe zahlreicher Beispiele räumte er auch mit 2 Vorurteilen auf: Die oftmals infrage gestellte demokratische Legitimation der EU-Kommission ergebe sich u.a. daraus, dass der Kommissionspräsident auf Vorschlag der stärksten Fraktion gewählt und auch die einzelnen Kommissare in geheimer Abstimmung bestätigt würden. Auch überbordende Bürokratie werde oftmals nicht von der EU initiiert, nachvollziehbar dargestellt an Gurkenkrümmungsverordnung und Glühbirnenverbot. Nach Rückblick auf die Bankenkrise und einem Ausblick auf anstehende Euro-Beitritte zeigte Dr. Werner Langen, dass er auch über die Kommunalpolitik in der Verbandsgemeinde Vallendar bestens informiert ist: Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Michael Fuchs, mit dem er kurz zuvor telefoniert habe, sei er überzeugt, dass Jörg Hilden die Wahl gewinnen könne. Er lobte, dass Jörg Hilden seine Parteizugehörigkeit nicht nur nicht verleugne, sondern offensiv und selbstbewusst betone. Wichtig sei, dass er als künftiger Bürgermeister der Verbandsgemeinde tatsächlich 100% seiner Zeit auf dieses Amt verwende, was angesichts der zahlreichen und zeitintensiven Nebenbeschäftigungen beim Amtsinhaber nur schwerlich vorstellbar sei. Viel Applaus der Anwesenden zeigte, dass es sich gelohnt hatte, dass Dr. Langen die im Europaparlament übliche Redezeit von 2 Minuten außer Acht gelassen hatte.
Schwerpunkte des Programms
Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden stellte anschließend Schwerpunkte seines Programms vor. Er wird die Verwaltung zu einem modernen Dienstleistungszentrum umbauen, das den Servicecharakter in den Mittelpunkt stellen soll: „Wir haben zahlreiche hervorragend ausgebildete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, der Verwaltungsspitze fehlt es aber an Bereitschaft und Drive für Veränderungen. Initiativen der CDU-Fraktion, etwa ein mobiles Rathaus oder kundenfreundlichere Öffnungszeiten scheiterten am fehlenden Willen des Bürgermeisters. Auch bei der interkommunalen Zusammenarbeit reicht der immer wiederkehrende Verweis auf das Erfolgsprojekt Drehleiter nicht aus, hier muss endlich mehr getan werden. Auch für Stadt und Gemeinden muss ein besserer Service geboten werden. Ihnen müssen vor allem mehr eigene Finanzmittel verbleiben, hierfür muss die Verbandsgemeindeumlage gesenkt werden. Dies ist keine einfache Aufgabe, aber mit etwas mehr Biss ist das möglich.“ Insgesamt möchte er eine nachhaltige Haushaltskonsolidierung angehen, bei der er die Beteiligung der Verbandsgemeinde an einem Energieunternehmen negativ sieht: „Die Verbandsgemeinde sollte sich nicht als Unternehmer oder Aktionär betätigen, das Risiko ist hier viel zu groß. Ich hoffe, dass diese Fehlentscheidung bald revidiert wird.“ Passend zum Veranstaltungsort wurden auch Themen des Gumschlags angesprochen, etwa eine zusätzliche Anbindung und eine Reaktivierung des Anruf-Sammeltaxis, das Fahrten in den Vallendarer Ortskern ermöglicht: „Zum Anruf-Sammeltaxi gab es bereits mehrere Vorschläge aus dem Verbandsgemeinderat. Ich werde als Verwaltungschef hier mehr Initiative zeigen und aktiv versuchen, eine Lösung zu finden. Wir sollten dieses wichtige Thema nicht einfach aufgeben.“
Klares Bekenntnis
Ein klares Bekenntnis zur Eigenständigkeit von Stadt und Ortsgemeinden zeigt Unterschiede zur Politik des Amtsinhabers auf: „Ich bin klar gegen die Einheitsgemeinde und werde Entscheidungen von Stadt und Ortsgemeinden stets respektieren. Verschiedene Beispiele zeigen, dass dies aktuell nicht immer der Fall ist. So wurde die Entscheidung über das Mitteilungsblatt auf Verbandsgemeindeebene getroffen, Stadt und Ortsgemeinde sollten diese dann einfach umsetzen. Auch ein Radwegenetz der Verbandsgemeinde mag sinnvoll sein, die Entscheidung hierüber obliegt aber zunächst Stadt und Ortsgemeinden. Denn die Entscheidungen müssen von Unten nach Oben getroffen werden und nicht von Oben nach Unten“ Besonders am Herzen liegen Jörg Hilden die Freiwillige Feuerwehr und die Vereine: „Auch wenn es eine Feuerwehr der Verbandsgemeinde gibt, ist es wichtig, einen eigenen Löschzug in den einzelnen Gemeinden zu erhalten. Mit mir als Bürgermeister wird dies auch in Zukunft so bleiben. Die Arbeit der Feuerwehr ist unbezahlbar, sie verdient daher auch volle Unterstützung, für die ich stehe. Zuletzt hat die Feuerwehr ja bei der Bombenentschärfung in Teamarbeit mit vielen anderen Institutionen bewiesen, zu welchen Leistungen sie fähig ist.
Wer meinen Lebensweg kennt, der weiß, dass ich ein Vereinsmensch bin und dass mir die Unterstützung der Vereinsarbeit als Bürgermeister sehr am Herzen liegen wird. Aber muss diese Unterstützung wirklich ausschließlich in Geld- und Naturalienspenden aus der Verbandsgemeindekasse bestehen? Mir schwebt hier professionelle Unterstützung der Vereine in einem Vereinsnetzwerk vor, das von der Verbandsgemeinde angeboten werden soll. Hiervon können dann alle Vereine nachhaltig profitieren. Denn ohne das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen ist kein Gesellschaftliches Leben möglich.“ Dem Wahltag sieht er sehr optimistisch entgegen: „Natürlich ist es als Herausforderer nicht immer leicht, meine Argumente an die Öffentlichkeit zu bringen, denn ich kann hierfür nicht die amtlichen Bekanntmachungen in den Mitteilungsblättern nutzen. Auch die Terminierung der Einwohnerversammlungen in gleich 3 Ortsgemeinden unmittelbar vor dem Wahltag ist sicher ein Vorteil für den Amtsinhaber. Aber bei meinen zahlreichen Hausbesuchen, die ich in den nächsten Wochen fortsetzen werde, und bei meinen Veranstaltungen bekomme ich sehr viel Zuspruch. Es ist Zeit für frischen Wind an der Verwaltungsspitze!“
Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden im Gespräch mit Dr. Alexander Saftig
Dr. Alexander Saftig und Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden trafen sich auf der Insel Niederwerth um bei einem Spaziergang durch den Ort Themen der Verbandsgemeinde und von der Stadt Vallendar, sowie den Gemeinden Weitersburg, Urbar und Niederwerth zu besprechen. Der Austausch von CDU Kommunalpolitiker ist wichtig und wird auch zwischen Dr. Alexander Saftig (CDU) und Jörg Hilden (CDU) sehr gepflegt.
Julia Klöckner MdL kommt zur Unterstützung des Wahlkampfes von Jörg Hilden am 12.09.2014 in die Verbandsgemeinde Vallendar
Die stv. Bundesvorsitzende und Landesvorsitzende der CDU, Julia Klöckner MdL wird am 12. September zusammen mit dem CDU Bürgermeisterkandidat Jörg Hilden mit einem Bus durch die Verbandsgemeinde Vallendar fahren. Sie können am 12.09.2014 an folgenden Haltepunkten Julia Klöckner erleben: 15.15 Uhr in Weitersburg im Neubaugebiet am neuen Kindergarten; 15.45 Uhr in Niederwerth Hochstraße / Rheinstraße; 16.15 Uhr in Urbar Bürgerhaus / Katholische Kirche „Neue Urbarer Mitte“; 16.45 Uhr in der Stadthalle Vallendar. Einlass für die Veranstaltung in der Stadthalle Vallendar ist ab 16.30 Uhr. Weitere Termine: Dienstag, 16.09.2014, 19.00 Uhr Dr. Adolf Weiland und Jörg Hilden in der PTHV; Freitag, 26.09.2014, 19.00 Uhr Abschlussveranstaltung in der Stadthalle Vallendar.
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