Der „Hoppeditz“ hat ausgeschlafen
Karnevalssession am „Plattpopo“ eröffnet
Vallendar. Laut zählte das närrische Volk am „Plattpopo“, dem heimlichen Vallendarer Wahrzeichen, die Sekunden. Punkt 11.11 Uhr konnten sie dann mit Freude ein „Dreifach-Valler-Helau“ in den Novemberhimmel rufen.
„Hoppeditz“ (Norbert Schaaf) hatte ausgeschlafen und begrüßte mit dem Sitzungspräsidenten der „Bemoosten“, Fred Pretz, die Funken, den Elferat und alle Närrinnen und Narren. Seit einiger Zeit veranstaltet die Große Karnevalsgesellschaft „Die Bemoosten 1842 e.V.“ das Karnevalserwachen am Samstag nach dem 11. November. Immer mit dem Aufwecken vom „Hoppeditz“.
Der „Hoppeditz“ ist eine Symbolfigur des rheinischen Brauchtums, er gilt als Schelm, als ein Hanswurst, der alles ohne Folgen sagen durfte, sozusagen ein Hofnarr fürs Volk, auf kommunaler Ebene. Die Wortherkunft ist nicht ganz sicher geklärt. Noch heute liest der „Hoppeditz“ zum Sessionsauftakt, zum Beispiel in Düsseldorf, den Politkern die Leviten. Vielleicht keine schlechte Idee. Ja, und am Aschermittwoch ist alles vorbei. In Vallendar wird unter großem Gejammer die Fastnacht beerdigt und „Hoppeditz“ als Strohpuppe verbrannt.
Ihre Aufwartung machten natürlich auch das Kinderprinzenpaar, ihre Tollitäten Prinz Kevin I. und und Prinzessin Melina I. und stellten sich mit dem Hofstaat erstmalig ihrem närrischen Volk vor.
Ganz besonders stolz waren die „Bemoosten“ über den Besuch des Koblenzer Prinzenpaares mit ihrem gesamten Hofstaat. Diese waren allesamt ganz prächtig anzusehen und präsentierten ihr neues Sessionslied - wirklich klasse. Karl-Heinz Steffes erhielt aus der Hand des Sitzungspräsidenten der „Bemoosten“, Fred Pretz, die „Auszeichnung für besondere Verdienste um den Vallerer Karneval“. Seit vielen Jahren organisiert Steffes den Vallendarer Karnevalszug. AND
Karl-Heinz Steffes (Mitte) erhielt die Auszeichnung der „Bemoosten“ für besondere Verdienste um den „Vallerer“ Karneval.
Die Funken der „Bemoosten“.
